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Kornmotte (Nemapogon granella)

 

Schadbildbeschreibung

Beim Schadbild dieser Motte fällt die regelmäßige Beschädigung des Keimlings auf. Die Larven bewirken eine Verklumpung des Vorratsguts durch Überspinnen. Die Klumpen bestehen vielfach aus 20 bis 30 Körnern, krümeligem, gelblich- oder grünlichfarbenem Kot, Larven und Puppen.

Heute befällt die Kornmotte alle Getreidearten, Hülsenfrüchte, Trockenfrüchte, Mandeln und Pressrückstände der Ölgewinnung und entwickelt sich auch in den Fruchtkörpern des Hausschwamms.

Biologie in Kürze

Kornmotte, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Die Kornmotte hat ursprünglich Baumschwämme besiedelt,
(c) JKI

Die Falter dieser mit der Kleidermotte verwandten Art haben schwarzbraune Vorderflügel, sind weiß und gelb gescheckt mit graubraunen Fransen. Die schmalen Hinterflügel tragen graue Schuppen und lange Fransen. Kopf und Brust sind weiß.

Das Weibchen legt durchschnittlich 100 Eier lose ins Lagergut ab. Die weißlich-gelben Larven mit dunkelbraunem bis rötlichem oder gelbbraunem Kopf verpuppen sich in einem zum Teil mit Substratpartikeln bedeckten Gespinst am Entwicklungssubstrat oder in Fugen. Die Verpuppung erfolgt zum Teil im Korn. Die Entwicklungsdauer beträgt zwei bis fünf Monate. Die Larve ist sehr kälteresistent. Sie fliegt im Freien hauptsächlich im Juli/ August und ist lichtscheu.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

  • Getreidelagerei: Gründliche Reinigung der Lagerstellen vor Neueinlagerung
    Absenken der Temperatur unter 10 Grad

Direkte Maßnahmen

Biologische Maßnahmen: Nützlingseinsatz von Trichogramma spp. und Habrobracon hebetor

Physikalische Maßnahme: Trocknung des Getreides unter 15 Prozent Kornfeuchte

Chemische Maßnahmen

  • Begasung mit Kohlendioxid oder Stickstoff
  • Kohlendioxid unter Hochdruck

Letzte Aktualisierung: 29.11.2010

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