Auswirkungen der Begrünung auf die Nützlingsfauna

- Schlupfwespen sind wichtige Nützlinge: Sie reduzieren den Bestand an Traubenwicklern und anderen Schadschmetterlingen.
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Ein wichtiges Ziel der Begrünung ist es, Nützlinge im Rebbestand zu fördern. Dazu ist ein vielartiger, blühender Begrünungsbestand notwendig. In der Praxis des ökologischen Weinbaus hat sich hierfür eine alternierende Mulch- bzw. Mähwirtschaft bewährt. Durch die alternierende Mäh- und Walztechnik sowie die Bildung von "Biologischen Korridoren" sind ständig blühene Pflanzen in der Rebanlage vorhanden. Sie dienen einerseits als Attraktionszentren, andererseits auch als direkte Nahrung für Pollen und Nektar suchende Insekten.
Besondere Bedeutung kommt hier den Schlupfwespen und den räuberischen Wanzen zu. In der Laubwand sind nur wenige Schlupfwespen zu finden. In den nicht gemulchten Gassen hingegen befindet sich eine große Anzahl verschiedener Hautflügler (Wespen, Bienen, Hummeln). Den größten Anteil machen dort die parasitisch lebenden Schlupf-, Erz-, Brack- und Zehrwespen aus. Grund hierfür ist das große Nahrungsangebot in der Begrünung: Blattläuse sowie Eier und Raupen diverser Falterarten .
Bedingt durch das große Nahrungsangebot findet sich in der Begrünung auch eine Vielzahl verschiedener räuberischer Wanzen. Stark mit Blattläusen befallene Gramineen (wie zum Beispiel Mäusegerste) etwa ziehen diese Nützlinge an. Dies gilt es bei der Auswahl von Begrünungspflanzen zu berücksichtigen. Eine vergleichbare Funktion kann auch die Zottelwicke einnehmen, wenn man den Bestand nur walzt.
Die untenstehende Abbildung gibt einen Überblick über die Anzahl an verschiedenen Nützlingen in Abhängigkeit von der Art der Einsaat (Gras oder Gemenge) sowie den Ort der Entnahme (Laubwand oder Begrünung). Es zeigt sich, dass die Gemengeeinsaat (GM) eine Vermehrung der Nützlinge zur Folge hat, während im Gras (G) zum Teil auch Schädlinge wie die Rebzikade verstärkt auftreten können.
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Letzte Aktualisierung: 05.12.2011

