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Vermarktung

 

Die höheren Stückkosten der Erzeugung müssen am Markt in höhere Erlöse umgesetzt werden. Chancen, höhere Weinpreise zur Deckung der aufgezeigten Mehrkosten zu erzielen, sind gegeben durch besondere Qualitätsaspekte:

  • Geringere Mengenerzeugung ist immer qualitätsfördernd: In den Ökobetrieben ist der Prädikatsweinanteil höher und damit das Potential für einen höheren Flaschenpreis gegeben.
  • Die Qualität der Erzeugung "aus ökologischem Anbau" spielt bei der Kaufentscheidung eine nicht unwesentliche Rolle
  • Monetär schwer erfassbar ist der Imagegewinn der innovativen Ökoweingüter sowie ein Plus im Vertrauen zum Wein von Seiten der Weinkonsumenten.

Absatz- und Vertriebswege

Etwa 75 Prozent der in Deutschland konsumierten Weine aus ökologisch erzeugten Trauben müssen importiert werden. Dies weist auf die Attraktivität des deutschen Marktes hin. Gut die Hälfte der Weine aus ökologisch erzeugten Trauben wird in Deutschland über den Naturkosthandel verkauft, danach ist der Weinfachhandel ein bedeutender Vertriebsweg. Geringere Mengen werden über den konventionellen Lebensmitteleinzelhandel, direkt und an die Gastronomie vermarktet.

Die deutschen Öko-Erzeuger vermarkten ihre Weine überwiegend direkt. Die genutzten Absatzwege verteilen sich zu ca. 45 Prozent auf den Verkauf ab Weingut, jeweils ca. 20 Prozent an Naturkost- und Weinfachhandel, etwa zehn Prozent an den konventionellen Lebensmitteleinzelhandel und ungefähr fünf Prozent an die Gastronomie. Im Bereich des Fachhandels, insbesondere des Öko-Fachhandels, ist mit Zuwächsen zu rechnen, vor allem weil eine entsprechende Fachkompetenz vorhanden ist.

Weitere Informationen:

  • Weinbau: Betriebswirtschaft

Literatur:

  • Paulin Köpfer: Der ökologische Weinbau - ökologische und ökonomische Chancen für europäische Weinbauregionen. Bericht aus Deutschland. In: Beiträge zum Internationalen Erfahrungsaustausch im Ökologischen Weinbau, Weinsberg, 1999

Letzte Aktualisierung: 05.12.2011

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