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April 2011: Eutergesundheit bei Milchkühen

 
Reinigen des Euters mit Einwegtuch. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Für eine gute Eutergesundheit spielt unter anderem die Melkhygiene eine wichtige Rolle.
Quelle: BLE, Bonn/Foto: Thomas Stephan

Eutererkrankungen bei Milchkühen wirken sich nicht nur negativ auf das Wohlbefinden der Tiere aus, sondern bringen durch Behandlungskosten sowie Qualitäts- und Leistungseinbußen auch wirtschaftliche Nachteile mit sich. Bei der durch Bakterien verursachten Entzündung der Milchdrüse unterscheidet man zwischen klinischer und subklinischer Mastitis. Bei der klinischen Mastitis sind die Entzündungssymptome (Rötung, Schwellung etc.) äußerlich erkennbar, die deutlich häufiger auftretende subklinische Mastitis ist lediglich an der erhöhten Zellzahl in der Milch zu erkennen. Bei mehr als 100.000 Zellen pro Milliliter im Viertel- bzw. Gesamtgemelk geht man von einer subklinischen Mastitis aus. Bei der Mastitis stehen die Faktoren Kuh, Erreger und Umwelt stehen einem engen Wechselspiel. Um eine gute Eutergesundheit der Herde zu erreichen, sind daher eine Vielzahl von Einflussfaktoren zu beachten.

Das Wohlbefinden der Kuh beeinflusst ihren Gesundheitszustand. Die bedürfnisgerechte Verfügbarkeit von Wasser, Luft und Licht im Zusammenspiel mit Liege- und Bewegungsmöglichkeit tragen in Kombination einen wichtigen Teil zur Kuhgesundheit bei.

Die Hygiene an den Lauf- und Liegeplätzen ist ein Faktor, der sich leicht optimieren lässt. Durch eine verbesserte Hygiene kann besonders bei Färsen die Infektion durch umweltassoziierte Erreger verringert werden.

Einen zentralen Beitrag zur Eutergesundheit leistet die Fütterung der Milchkühe. Insbesondere die Vorbereitungsfütterung in der Trockenstehzeit wirkt sich auf die Gesundheit der Kuh in der Laktation aus. Stoffwechselstörungen und Körperkonditionsschwankungen, welche die generelle Immunabwehr der Kuh schwächen und sie so anfälliger für Euterkrankheiten machen, werden durch eine optimierte, möglichst gleichförmige Fütterung deutlich reduziert.

Am tiefgreifendsten wird die Eutergesundheit vom Melken selbst beeinflusst. Die Melktechnik  sollte regelmäßig kontrolliert und die Melkarbeit sorgfältig durchgeführt werden. Dazu gehört unter anderem, das Verhalten der Kühe zu beobachten und Blindmelken zu vermeiden. Die Melkhygiene ist ebenfalls ein wesentlicher baustein; der Einsatz von Dippmitteln nach dem Melken etwa verhindert das Eindringen von Erregern zwischen den Melkzeiten.

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Letzte Aktualisierung: 06.04.2011

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