Dezember 2011: Erfolgreiche Etablierung von Untersaaten
Untersaaten können dazu beitragen, zusätzlichen Stickstoff zu fixieren, Bodenerosion zu vermindern, die Humusbilanz zu verbessern und dem Feldfutterbau einen vegetativen Vorsprung verschaffen. Allerdings gilt es einige Punkte zu beachten, um Untersaaten erfolgreich zu etablieren.
Besonders verbreitet ist die Nutzung von Leguminosen als Untersaaten im Getreidebau. Hier sind Getreideart und Untersaat aufeinander abzustimmen, damit die Konkurrenz um Wasser, Nährstoffe und Licht nicht zu groß wird. Als Untersaat für Sommergerste sind beispielsweise eher schwachwüchsige Kleearten zu empfehlen, wohingegen im Roggen problemlos auch eine Kleegras-Mischung oder Rotklee ausgebracht werden kann. Auch Maiskulturen sind gut geeignet um Untersaaten zu etablieren. Hier sorgt die zweite Feldfrucht vor allem für eine bessere Befahrbarkeit der Flächen. Die Aussaat erfolgt meist mit einem Düngerstreuer nach der letzten Unkrautregulierung. Wenn die Untersaat auch als Folgefrucht dienen soll, wird sie mit der Sämaschine ausgesät.
Aber nicht nur Leguminosen sind als Untersaat geeignet, auch Weidegrasarten, Ölrettich, Gelbsenf oder Raps können als Untersaat beispielsweise zwischen Ackerbohnen ausgesät werden. Dort konservieren sie den Stickstoff, bis dieser von der Folgefrucht genutzt werden kann. Beachtet werden müssen hier die sehr unterschiedlich gesetzten Saattermine und Bedürfnisse der Pflanzen. Kreuzblütler haben einen eher späten Saatzeitpunkt, denn sie sollen die Ackerbohne nicht dominieren. Senf hingegen reagiert sensibel bei Beschattung und Wasserstress.
Nicht zu empfehlen sind Untersaaten auf Flächen mit starkem Unkrautdruck (besonders Wurzelunkräuter wie Ampfer oder Quecke), da nach der Etablierung der Kultur keine mechanische Beikrautregulierung mehr möglich ist. Auch bei Flächen, die stark verdichtete Bodenstrukturen aufweisen ist von Untersaaten abzuraten. Viele der schwachwurzelnden Kulturen sind nicht in der Lage, die verdichteten Schichten aufzulockern. In solchen Fällen wäre eine Bodenbearbeitung von größerem Vorteil.
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Letzte Aktualisierung: 01.12.2011

