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Lesetipp

Wirtschaftliche Erfolgsfaktoren

Nieberg, H. und F. Offermann haben Ökobetriebe anhand des erzielten Gewinns je nicht entlohnter Arbeitskraft unterteilt und sind dabei zu interessanten Ergebnissen gekommen nachzulesen in "Perspektive Bio"(Sonderheft Nr. 19 des dlz-Agrarmagazins, entstanden in Kooperation des Deutschen Landwirtschaftsverlags mit dem Bioland Verlag): externer Link folgt"Perspektive Bio" - Strategie für Ihren Erfolg

Januar 2010: Wirtschaftlichkeitscheck

 

Im Biolandbau werden im Vergleich zur konventionellen Wirtschaftsweise höhere Erlöse erzielt. Aber nicht nur die Erlöse, sondern auch die Fixkosten sind in den meisten ökologisch wirtschaftenden Betrieben höher. Die Auswirkung der ökologischen Betriebsführung auf die Fixkosten bei einer Umstellung variieren in Abhängigkeit von der individuellen Betriebssituation jedoch stark, zum Beispiel hinsichtlich der Eignung von Stallgebäuden für die ökologische Tierhaltung oder der Ausstattung mit notwendigen technischen Geräten. Die variablen Kosten sind aufgrund von Einsparungen beim Dünge- und Pflanzenschutzmittelzukauf im Biobetrieb in der Regel deutlich geringer als im konventionellen Anbau. Allerdings liegen auch die Erträge deutlich unter jenen der konventionellen Kollegen.

Erzeugerpreise unter Druck - Wirtschaftlichkeitsreserven ausschöpfen

Landwirt am Computer. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Die Winterzeit kann gut für einen Wirtschaftlichkeitscheck genutzt werden.
Foto: D. Menzler

Biolandwirte erhalten für die meisten ihrer Produkte aktuell weniger Geld als in den relativ guten Jahren zuvor. Denn zu hohe Preisabstände zum konventionellen Produkt bergen immer die Gefahr, dass die Konsumenten nicht mehr bereit sind, diesen Aufschlag zu zahlen. Damit der Biobbetrieb auch bei weniger guten Preisen nicht draufzahlt, muss der Wirtschaftlichkeit der Produktion besonderes Augenmerk gelten.

Gerade im Winter wenn die Arbeitsbelastungen durch die Außenwirtschaft in der Regel geringer ist, kann es sinnvoll sein, den Bleistift zur Hand zu nehmen und die Wirtschaftlichkeit des eigenen Betriebes unter die Lupe zu nehmen. Auf Oekolandbau.de finden Sie viele Anregungen und Hilfestellungen sowie Hinweise auf Literaturquellen für die Überprüfung der Wirtschaftlichkeit im landwirtschaftlichen Biobetrieb:

Betriebswirtschaftliche Aspekte und Betriebsführung

Zahlen kennen und nutzen

Kenntnisse über die Buchführung und ihre Interpretation sind für einen landwirtschaftlichen Unternehmer wichtig. Auch Fachleute, die sich ein Bild über ein Unternehmen machen wollen, ziehen im ersten Schritt den durchschnittlichen Gewinn über mehrere Jahre zur Beurteilung heran.

Zahlen kennen und nutzen

Management-Handbuch für die ökologische Landwirtschaft

Im Rahmen des Bundesprogramms ökologischer Landbau ist ein Handbuch zu betriebswirtschaftlichen Fragen im Ökolandbau entstanden. Das "Management-Handbuch für die ökologische Landwirtschaft" ist in zwei Bänden veröffentlicht worden und wendet sich an Landwirte, Berater und Studierende mit Vorkenntnissen im ökologischen Landbau. Zu jedem Band gibt es eine CD mit Excel-Anwendungen, Beispielen, Rechenhilfen und weiteren Informationen.

Management-Handbuch für die ökologische Landwirtschaft

Gewinnsituation

Resultate von Buchführungsbetrieben zeigen, dass Ökobetriebe vergleichbar gut wirtschaften wie entsprechende konventionelle Betriebe. Das Gewinnniveau liegt im Bereich von 80 bis 120 Prozent der konventionellen Vergleichsgewinne.

Gewinnsituation

Arbeitsbedarf

Der Arbeitsbedarf auf Ökobetrieben ist höher als im konventionellen Landbau. Gründe sind zum Beispiel die vielseitigere Fruchtfolge und der verstärkte Anbau von handarbeitsintensiven Kulturen wie Kartoffeln oder Gemüse.

Arbeitsbedarf
  

Forschungsprojekt: Verbesserung von Betriebsmanagement und Arbeitsorganisation

Die agrarpolitischen Rahmenbedingungen ändern sich, der Markt für Bioprodukte wächst und wird zunehmend international. Die deutschen Ökolandwirte stehen unter Anpassungsdruck. Welche Möglichkeiten bieten in diesem Zusammenhang Rationalisierung und Spezialisierung, Diversifizierung oder Kooperationen?

externer Link folgtVerbesserung von Betriebsmanagement und Arbeitsorganisation

Letzte Aktualisierung: 06.01.2010

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