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Bodenfruchtbarkeit und Leguminosenanbau

 
Besucher begutachten Direktsaatmaschine. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Die Direktsaatmaschine war ein besonderer Publikumsmagnet beim Feldtag in Köllitsch.
Foto: K.-P. Wilbois, FiBL Deutschland

Der Anbau von Körnerleguminosen nimmt im ökologischen Landbau eine zentrale Rolle ein - sowohl zur Erzeugung eiweißreicher Futtermittel als auch zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit. Allerdings ist der Anbauumfang von Körnerleguminosen derzeit deutlich rückläufig, da vielfach Krankheiten und Unkräuter zu starken Ertragseinbußen geführt haben.

Unter dem Motto "Bodenfruchtbarkeit und Leguminosenanbau" fand am 21. Mai 2010 auf der Versuchsstation des Sächsischen Landesamts für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in Köllitsch ein Feldtag statt. Im Mittelpunkt standen dort neue Strategien zur Optimierung des Anbaus von Körnerleguminosen: von Unkraut- und Krankheitsregulierung über Art und Intensität der Bodenbearbeitung bis hin zur Nährstoffversorgung. Dabei präsentierten die Referenten Ergebnisse aus den Projekten "Steigerung der Wertschöpfung ökologisch angebauter Marktfrüchte durch Optimierung des Managements der Bodenfruchtbarkeit" und "Entwicklung von Anbauverfahren zur Mulch- und Direktsaat von Körnerleguminosen im ökologischen Landbau" und diskutierten diese mit dem Publikum.

Direktsaatmaschine im Einsatz. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Mit dieser Direktsaatmaschinen ist das Drillen direkt in die Grasnarbe möglich.
Foto: K.-P. Wilbois, FiBL Deutschland

Anschließend konnten die rund 100 Besucher die Versuchsflächen besichtigen und dann bei einer Maschinenvorführung Stoppelhobel, Rollstriegel, Rotary hoe und eine Direktsaat-Drillmaschine im Einsatz sehen. Vor allem die Vorführung der Direktsaatmaschine der Firma Haldrup/ Gross Slot war dabei ein großer Publikumsmagnet; Professor Knut Schmidtke von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden erläuterte den Feldtagsbesuchern das Funktionsprinzip und die Einsatzmöglichkeiten der Maschine.

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Weitere Informationen

Grundlagen: Bodenfruchtbarkeit

Die Bodenfruchtbarkeit ist im biologisch geführten Landwirtschaftsbetrieb von zentraler Bedeutung. Sie zu erhalten und steigern ist eine der wichtigsten Aufgaben des Biolandwirts. Ein fruchtbarer Boden ist Ausgangspunkt der Wirkungskette "gesunder Boden - gesunde Pflanzen - gesunde Tiere - gesunde Menschen".

Bodenfruchtbarkeit

Grundlagen des ökologischen Pflanzenbaus

Die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und zu steigern ist ein wichtiges Ziel im ökologischen geführten Betrieb. Der Boden dient der Pflanze nicht nur als Standort, sondern nimmt durch Ab-, Um- und Aufbauprozesse im Boden die zentrale Stellung für ihre Ernährung ein.

Grundlagen

Bodenbeurteilung im Feld

Bodenfruchtbarkeit wird häufig mit guter Nährstoffverfügung gleichgesetzt. Im weiteren Sinn ist Boden aber dann fruchtbar, wenn er eine artenreiche und biologisch aktive Tier- und Pflanzenwelt, eine für seinen Standort typische Struktur und eine ungestörte Abbaufähigkeit besitzt. Die Beurteilung der Bodenstruktur erfolgt am besten im Feld mit Spatenprobe und Krumenprofil.

Bodenbeurteilung im Feld

Meisterstück Körnerleguminosen

Warum wird der Anbau von Körnerleguminosen im ökologischen Anbau immer schwieriger? Über diese für den Ökolandbau essentielle Frage hat sich Pflanzenbauberater Günter Völkel vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen Gedanken gemacht.

Meisterstück Körnerleguminosen

Körnerleguminosen: Ansprüche, Fruchtfolgestellung, Bestellung, Pflege, Ernte

Körnerleguminosen stellen aufgrund ihrer Fähigkeit zur Stickstoffbindung über Knöllchenbakterien eine wichtige Komponente in ökologischen Fruchtfolgen dar. Mit dem Anbau gehen jedoch auch eine Reihe kritischer Aspekte einher.

Ansprüche, Fruchtfolgestellung, Bestellung, Pflege, Ernte

Letzte Aktualisierung: 01.06.2010

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