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März 2011: 11. Wissenschaftstagung

Informativ und innovativ: Der Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis bei der 11. Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau in Gießen

Landwirte am Feldrand. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Die Dialog-Workshops bieten eine Plattform für den Austausch zwischen Praktikern, Beratern und Wissenschaftlern.
Foto: K.-P. Wilbois, FiBL

Um den Ökolandbau voranzubringen und zukunftsorientiert zu gestalten, ist eine mit der Praxis abgestimmte und verzahnte Forschung von entscheidender Bedeutung. Das heißt, dass ein intensiver Austausch zwischen Praxis und Forschung stattfinden muss. Dazu möchten die Veranstalter der 11. Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau ein Forum bieten: Im Rahmen der Tagung werden Dialog-Workshops angeboten, in denen Forscher, Berater und Praktiker gemeinsam über die aktuellen Forschungsaspekte im Ökolandbau diskutieren und künftige fachliche Herausforderungen für den Sektor definieren.

Die Dialog-Workshops sind so strukturiert, dass sie besonders viel Raum für Diskussionen bieten. Kurze Impulsreferate von Praktikern, Beratern und Forschern führen in das jeweilige Workshop-Thema ein. In die anschließende Diskussion können sich alle Teilnehmenden einbringen und so ihre Erfahrungen und ihr Wissen austauschen. Die Ergebnisse der Workshops werden dokumentiert und anschließend veröffentlicht. Bereits im Vorfeld der Tagung wurden in einem speziellen Tagungsband die Schwerpunkte der Workshops vorgestellt; Teilnehmer können sich so schon vorab einen Überblick verschaffen.

Es finden Workshops zu einer Vielzahl von Themen statt, die den Ökolandbau betreffen: Im Themenkomplex Bodenfruchtbarkeit und Pflanzenbau werden beispielsweise Workshops zur reduzierten Bodenbearbeitung und zum Anbau von Körnerleguminosen, zur Pflanzenzüchtung oder zur Biodiversität angeboten. Weitere Themenfelder sind Tierarten, Tierernährung und Tiergesundheit im ökologischen Landbau. Daneben gibt es auch Workshops zu Biogas, Fragen der Ernährung in der Außerhausverpflegung, der Qualitätssicherung aber auch zu partizipativen Forschungsansätzen und fairem Handel.

 
Skulptur vor Gebäude. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Die 11. Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau findet an der Justus-Liebig-Universität Gießen statt.
Foto: K.-P. Wilbois, FiBL

Die Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau ist das wichtigste Treffen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Ökosektor im deutschsprachigen Raum. Die Tagung findet vom 15. bis 18. März 2011 an der Justus-Liebig-Universität Gießen statt. Am Nachmittag des 17. März werden ausschließlich Dialog-Workshops angeboten, sodass alle anwesenden Wissenschaftler in den Dialog mit der Praxis treten können. Doch nur eine rege Teilnahme von interessierten Praktikern kann den Dialog zwischen Forschung und Praxis herbeiführen. Deshalb sind alle Praktiker herzlich eingeladen, von 13:30 Uhr bis 18 Uhr an den Arbeitsgruppen teilzunehmen. Ein Workshop dauert zwei Stunden.

Bereits am Vormittag des 17. März finden ab 10:30 Uhr Fachvorträge mit speziellem Praxisbezug statt. Die Teilnahme an den Workshops ist für Praktiker kostenfrei, um Anmeldung wird aus organisatorischen Gründen gebeten. Veranstaltungsort ist der Gebäudekomplex "Philosophikum II" an der Universität Gießen (Karl-Glöckner-Straße 2). Weitere Informationen zur Tagung und den Dialog-Workshops finden Sie unter externer Link folgtwww.wissenschaftstagung.de.

Forschung für die Praxis und mit der Praxis

Die Ökolandbau-Forschung ist eine überwiegend praxisorientierte Forschung. Bereits in ihrer Entwicklung in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen war die Praxisorientierung und die enge Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Praktikern Grundlage für die Entfaltung der ökologischen Wirtschaftweise. Damals wie heute geht es darum, innerhalb des gesetzten Prinzipienrahmens die Herausforderungen dieser Bewirtschaftungsform zu erkennen und dafür Lösungskonzepte zu entwickeln.
Forschung für die Praxis und mit der Praxis

Ökolandbauforschung und Ökolandbaupraxis optimal vernetzen

Am 21. September ist auf der hessischen Staatsdomäne Frankenhausen, dem Versuchsgut der Universität Kassel, der Verbund Ökologische Praxisforschung (VÖP) gegründet worden. In diesem neuen Verbund schließen sich die beiden Ökoanbauverbände Bioland und Naturland sowie das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und die  Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) zusammen.
Verbund Ökologische Praxisforschung

Bundesprogramm Ökologischer Landbau: Von der Forschung in die Praxis - Veranstaltungen zum Wissenstransfer

Durch das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Träger ist die Forschung zum Ökolandbau in den letzen Jahren erheblich intensiviert worden; die Forschungsprojekte haben viele praxisrelevante Ergebnisse hervorgebracht. Um dieses Wissen für Landwirte, Verarbeiter und Händler besser verfügbar zu machen, haben verschiedene Ökoverbände zusammen eine Veranstaltungsreihe zum Wissenstransfer ins Leben gerufen.
Veranstaltungen zum Wissenstransfer

Partizipative Ansätze in der Pflanzenzucht

Wie kommen wir zu geeigneten Sorten für den Ökolandbau? Welche Züchtungsmethoden entsprechen den Prinzipien des Ökolandbaus? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Arbeit des "Netzwerk Ökologische Pflanzenzüchtung".
Partizipative Ansätze in der Pflanzenzucht

Geschichte und Richtungen des ökologischen Landbaus

Der ökologische Landbau ist kein Phänomen der Postmoderne. Die ersten Konzepte ökologischer Landbewirtschaftung entstanden in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, als sich Landwirtschaft und Landbauwissenschaften in einer Krise befanden: Probleme wie Bodenverdichtung, Bodenmüdigkeit, Saatgutabbau und Zunahme von Pflanzenkrankheiten und Schädlingsbefall führten zu sinkenden Ertragsniveaus und abnehmender Nahrungsmittelqualität
Geschichte und Richtungen

Letzte Aktualisierung: 01.03.2011

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