November 2011: Was ist zu beachten beim Lagerschutz?
Durch den Befall mit Vorratsschädlingen können die vom Landwirt geschaffenen Werte stark gemindert werden. Um dies zu vermeiden, muss schon beim Einlagern mit dem Vorratsschutz begonnen werden. Zunächst werden Waren und Lagerräume auf den einwandfreien Hygienezustand kontrolliert. Nach der Einlagerung sind ständiges Monitoring und visuelle Kontrollen angebracht, um einen Befall möglichst frühzeitig zu erkennen.
Aktuell können die ersten Frostperioden genutzt werden, um Getreidelager auszufrieren. Dabei sollte zwischen der eingeleiteten Außenluft und der Getreidekerntemperatur ein Temperaturunterschied von mehr als sieben Grad bestehen und das Getreide gleichmäßig durchgekühlt werden. Bei Temperaturen von unter 12 Grad entwickeln sich vorratsschädliche Insekten nicht weiter, bei einer plötzlichen Abkühlung auf unter fünf Grad können viele Getreideschädlinge sogar absterben.
Um des Kornkäfers Herr zu werden, kann die Lager-Erzwespe Lariophagus distinguendus als Nützling eingesetzt werden. Dieser Nützling legt seine Eier im Getreidekorn neben den Kornkäferlarven ab. Nach wenigen Tagen schlüpfen die Wespenlarven und fressen die Kornkäferlarven auf. Hat sich aus der Larve die fertige Wespe entwickelt, macht diese sich ebenfalls auf die Suche nach Kornkäferlarven. Die Lager-Erzwespe kann direkt im Frühling, wenn die Kornkäferlarven aus dem Winterschlaf erwachen, eingesetzt werden. Daneben empfiehlt sich ihr Einsatz auch, wenn das Lager leer ist, sowie vier Wochen nach Einlagerung des Getreides, wenn sich der Kornkäfer erneut einnistet.
Neben dem Einsatz von Nützlingen können Lagerschädlinge beispielweise auch mit Präparaten aus Silikatstaub bekämpft werden. Diese für Mensch und Tier ungefährlichen Präparate werden mit dem Erntegut gemischt. Durch die scharfen Kanten der Silikatpartikel werden Schädlinge verletzt und trocknen somit aus. Nachteil dieser Methode des Vorratsschutzes ist allerdings, dass das Lagergut geringfügig eingefärbt wird und seinen typischen Glanz verliert. Dies könnte eventuelle Abnehmer abschrecken. Wenn das Getreide allerdings für den Eigenbedarf produziert wurde, sollte dies keine Rolle spielen.
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Checkliste Lagerschutz Getreide
Aktiver Lagerschutz beginnt schon auf dem Acker. Die Weichen für eine erfolgreiche Lagerung von Getreide werden bereits mit dem Saatgut gestellt.
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Übersicht: Vorratsschutz
Hier sind die wichtigsten Vorratsschädlinge bzgl. Schadbild, Biologie und Bekämpfungsstrategien sowie Nützlinge für den Einsatz im Vorratsschutz aufgeführt.
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Praxistipp gegen Lagerschäden: Frostperiode nutzen
Frostperioden können genutzt werden, um Getreidelager auszufrieren. Öffnen Sie dazu in leeren Lagerräumen Fenster und Türen und kühlen Sie größere Getreidepartien über Lüfter und Lüftungskanäle.
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Lager-Erzwespe: Biologie und Einsatzmöglichkeiten
Die Lager-Erzwespe kann gegen die larven zahlreicher Lagerschädlinge eingesetzt werden.
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Kornkäfer: Schadbildbeschreibung, Biologie und Regulierungsstrategien
Der Kornkäfer befällt Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Mais, Hirse, Reis, Teigwaren, Buchweizen, Mehl, Kleie, Schrot, Mandeln, Erdnüsse, Erbsen, Bohnen und Soja.
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Letzte Aktualisierung: 01.11.2011

