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Oktober 2011: Winterzwischenfrüchte erfolgreich anbauen

 
Wickroggen. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Wickroggen wird aufgrund seiner guten Durchwurzelung und der hohen Futterleistung häufig als Winterzwischenfrucht angebaut.
Foto: BLE, Bonn/Foto: Thomas Stephan

Der Zwischenfruchtanbau bietet sich als wirksame Maßnahme an, die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern. Denn Zwischenfrüchte tragen zur Anreicherung organischer Substanz im Boden sowie zur Erhöhung der biologischen Aktivität bei und verbessern dadurch die Bodenstruktur. So können sie sich positiv auf den Ertrag der Nachfrucht auswirken. Durch die Bodenbedeckung und Durchwurzelung verhindern sie außerdem Auswaschungsverluste und schützen vor Erosion. Zudem können sie wertvolles Feldfutter liefern.

Winterzwischenfrüchte werden von Ende August bis Mitte September ausgesät. Sie frieren entweder ab oder sind winterhart und bleiben bis zum nächsten Frühjahr stehen. Als Vorfrucht für späte Frühjahrssaaten wie z. B. Mais sind sie ideal. Welche Pflanzenarten ausgewählt werden, hängt vom Anbauziel ab. Die häufig verwendete Winterwicke bietet die beste Stickstoffsammlung und Durchwurzelung, birgt aber bei Samenbildung oder verzögerter Keimung die Gefahr des Durchwuchses in der Folgefrucht. Abhängig vom Standort gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Möglichkeiten, die Winterzwischenfrucht zu gestalten. Besonders bewährt hat sich das Landsberger Gemenge mit Inkarnatklee, Welsches Weidelgras und Winterwicken. Diese Kombination gewährleistet sowohl eine hervorragende Durchwurzelung als auch eine gute Stickstofffixierung. Auch Wickroggen eignet sich sehr gut als Winterzwischenfrucht. Je nach Ziel der Zwischenfrucht können die Anteile der Arten variieren: Für das Mulchen im Frühjahr sind hohe Leguminosenanteile günstig, während nach Kulturen mit hohen Nitrat-Restmengen im Boden und an besonders auswaschungsgefährdeten Standorten der Roggenanteil erhöht werden sollte. Insbesondere bei der Wahl der Leguminosen müssen Arten, die in der Hauptfruchtfolge vertreten sind, in den Zwischenfruchtmischungen gemieden werden.

Nur wer bei der Zwischenfrucht dieselbe Sorgfalt walten lässt wie bei der Hauptfrucht, kann ihre volle positive Wirkung ausnutzen. Die Aussaat ist dabei besonders wichtig. Sie sollte umgehend nach dem Mähdrusch erfolgen, damit die Bodenfeuchtigkeit ausgenutzt werden kann und Unkräuter optimal unterdrückt werden. Es sollte eine ordentliche Saatbettbereitung entweder mit Grubber und Scheibenegge oder mit dem Pflug erfolgen. Insbesondere bei kleinkörnigem Saatgut sind eine exakte Saatgutablage per Drillsaat sowie anschließendes Anwalzen von Vorteil. An den Saatgutkosten sollte auch nicht gespart werden. So sollte man auf Grund der besseren Durchwurzelung und des positiven Zusammenspiels der Komponenten lieber auf Mischungen als auf eine Art allein setzen und die Saatstärke wegen der Unkrautunterdrückung nicht zu schwach wählen.

Der in die Zwischenfrucht investierte zeitliche und finanzielle Aufwand lohnt sich nicht nur wegen des möglichen Mehrertrags in der Folgefrucht, sondern zahlt sich auch im Hinblick auf nicht-ökonomische Aspekte wie Erosionsvermeidung, Humusmehrung oder Verminderung von Pflanzenkrankheiten aus.

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Zwischenfrüchte

Zwischenfrüchte haben im ökologischen Landbau eine besondere Bedeutung: Sie erhalten und verbessern die Bodenfruchtbarkeit, fördern den Ertrag der Nachfolgefrucht und schützen den Boden durch Bewuchs.
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Zwischenfrüchte: Anbaugrundsätze, Mischungsbeispiele

Eine Landwirtschaft, die - wie der Ökolandbau - auf leichtlösliche Mineraldünger und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel verzichtet, ist auf die Leistungen aus dem Zwischenfruchtanbau für Boden und Folgekulturen angewiesen und profitiert von einer gelungenen Zwischenfrucht.
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Erfolgreich düngen mit später Zwischenfrucht

Vor Mais und Gemüse kann sich eine späte Zwischenfrucht noch lohnen, fanden Wissenschaftler am Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in der Schweiz heraus. Der Anbau von Wintererbsen als Gründüngung ermöglicht auch während der kurzen Vegetationsperiode von Oktober bis Ende April, beträchtliche Mengen Stickstoff zu erzeugen.
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Aus der Forschung: Leguminosen als Winterzwischenfrüchte

Im biologisch wirtschaftenden Betrieb wird Stickstoff vor allem durch den Anbau von Leguminosen zugeführt. Diese können auch als Winterzwischenfrüchte angebaut werden; dabei wird der Zeitraum Winter bis spätes Frühjahr für den Leguminosenanbau genutzt. Als Nachfrüchte eignen sich spät gesäte oder gepflanzte sommerannuelle Kulturen wie Feldgemüse oder Mais.
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Saatgutbeschaffung: Datenbank OrganicXseeds

Die Verfügbarkeit von Saatgut und Pflanzkartoffeln aus ökologischer Vermehrung wird in Deutschland in der Datenbank OrganicXseeds dokumentiert. Dort werden aktuell verfügbare ökologisch vermehrte Sorten von Saat- und Pflanzgutunternehmen eingestellt.
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Letzte Aktualisierung: 01.10.2011

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