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Einführung

 
Hühner in einem Bodenhaltungssystem. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Bodenhaltung mit A-Reuter.
(c) BAT e.V.

Stallbauten für Hühner werden in der Regel als Warmstall errichtet. Diese verringern die Wärmeverluste im Winter und bleiben im Sommer kühl. Die Bauhülle besteht aus Holz oder blechbeschichteten Sandwichpanelen. Des weiteren sind Einbauställe in freitragenden Stahl- oder Holzscheunen üblich.

Als Haltungssysteme für Hühner kommen im ökologischen Landbau die Boden- und die Volierenhaltung in Frage. Sie werden grundsätzlich mit einem Auslauf betrieben.

Die Entwicklung von Auslaufhaltungssystemen begann in den 50er Jahren. Mit der Intensivierung der Landwirtschaft folgte eine intensive Bodenhaltung in fensterlosen Ställen sowie die Käfighaltung. Ende der 70er Jahre wurden alternative Haltungssysteme für Legehennen entwickelt. Um den Raum besser zu nutzen, bezog man in der Bodenhaltung und in Volierensystemen nun auch die "dritte Dimension" (Höhe) durch mehrere Ebenen mit ein.

Allgemeine Empfehlungen für den Hühnerstallbau

  • Die Bauhülle sollte möglichst keine Spalten, sondern glatte Innenwände aufweisen, um einen Parasiten-, Milben- und Käferunterschlupf zu vermeiden.
  • Ziegelsteinbauten besitzen zwar ein Wärme- und Feuchtigkeitsspeichervermögen und bieten folglich ein ausgeglichenes Stallklima, haben aber hohe Inverstitionskosten.
  • Isolierung: k-Wert von 0,4 bis 0,6.
  • Die Gebäude müssen mäuse- und rattensicher sein.
  • Der Fußboden sollte betoniert sein und ein leichtes Gefälle mit Auffanggrube für Reinigungswasser (außer Mobilstall) aufweisen.
  • Als Fenster sollten Isolierfenster (etwa 40 cm hoch) als Band möglichst weit oben eingebaut werden, Sie sollten kein direktes Sonnenlicht hineinlassen und verdunkelbar sein.
  • Eine Gleichdrucklüftung verhindert, dass Fehlluft über Auslauföffnungen die Lüftung beeinträchtigt.
  • Alarm- und Ersatzsysteme sind vorzusehen.
  • Bezüglich der Beleuchtung kommen Glühbirnen, hochfrequente Neonröhren oder Sparlampen sowie Lichterketten zum Einsatz.

Literatur

  • Bessei, W. und K. Damme (1998): Neue Verfahren für die Legehennenhaltung - die Volierenhaltung, KTBL-Schrift 378, Landwirtschaftsverlag Münster-Hiltrup, Darmstadt.
  • Hartmann, I. (2002): Zeitgemäße Legehennenhaltung. Land & Forst, Schriftenreihe: Tierhaltung, DLG-Verlag, Hannover.
  • Häne, M. (1999): Legehennenhaltung in der Schweiz 1998. Schlussbericht, Bundesamt für Veterinärwesen.

Prüf- und Zulassungsverfahren von Stalleinrichtungen

Die Diskussion um die gesetzliche Neuregelung der Legehennenhaltung hat Rufe nach einem Prüf- und Zulassungsverfahren für Haltungssysteme laut werden lassen. Prof. Dr. Matthias Gauly erläuterte während des Tages der Agrarwissenschaften der Universität Göttingen Vor- und Nachteile eines solchen Verfahrens. Aus wissenschaftlicher Sicht könne ein Prüf- und Zulassungsverfahren Schutz vor unausgegorener Haltungstechnik bieten und damit die Qualität der Tierhaltung verbessern. Weitere Vorteile sieht Gauly in einer Hilfestellung für Behörden, Gutachter und Landwirte („geprüfte Technik“), ferner könnten Fehlerquellen durch die Erfassung von Details ausgeschaltet werden. Kritiker eines solchen Verfahrens führten an, dass die Mindestanforderungen an Stalleinrichtungen größtenteils schon gesetzlich geregelt seien und dass Effekte von Haltungsbedingungen von Managementfaktoren überlagert würden. Bei der Ausgestaltung eines Prüf- und Zulassungsverfahrens könne man sich an den DLG-Prüfungen und am Schweizer Beispiel orientieren. In der Schweiz wird in einem zweistufigen Verfahren zunächst geprüft, ob ein Tierhaltungssystem die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllt. Dem schließt sich ein Test auf Praxis- und Versuchsbetrieben an.

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Letzte Aktualisierung: 02.01.2012

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