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Kosten der ökologischen Mast von Hühnern

 

Für die Einrichtung einer ökologischen Masthuhnhaltung müssen die Bestimmungen der EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau sowie gegebenenfalls die Richtlinien des entsprechenden Anbauverbandes eingehalten werden.

Das bedeutet, dass in das Gebäude ausreichend Tageslicht einfallen und eine ausreichend große Grünauslauffläche unmittelbar angrenzen muss. Leerstehende Altgebäude (zum Beispiel Stallgebäude, Halle) können in der Regel kostengünstig für eine Haltung von Masthühnern eingerichtet und genutzt werden. Aus technischen Gründen sollte die Raumhöhe über dem isolierten und planbefestigten Fußboden mindestens 2,80 Meter betragen. In solchen stationären Ställen dürfen pro Stalleinheit nicht mehr als 4.800 Masthühner mit entweder zehn Tieren pro Quadratmeter oder 21 Kilogramm Lebendgewicht pro Quadratmeter gehalten werden.

Kostensituation (EU-Bio)

Beim Kükeneinkauf ist zu berücksichtigen, dass die Tiere nach Möglichkeit von anerkannten ökologischen Betrieben stammen. In Ausnahmefällen ist der Zukauf von Tieren konventioneller Herkunft möglich, diese müssen nach den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau jedoch spätestens mit dem dritten Lebenstag eingestallt werden.

Die Kosten für Eintagsküken staffeln sich in der Regel mit der Abnahmemenge. Bei größeren Mengen ist unter Umständen eine rechtzeitige Vorbestellung erforderlich. Bei Eintagsküken aus ökologischer Mastelterntierhaltung beträgt der Anteil an den Gesamtkosten etwa 16 Prozent, während es bei konventionellem Zukauf acht bis neun Prozent sind.

Die Futterkosten erreichen auch in der ökologischen Masthuhnhaltung einen Anteil von circa 50 bis 60 Prozent der Produktionskosten. Eine alters- und haltungsbedingte Anpassung der Fütterung ist daher anzuraten. Futterverluste und Futterverwertung müssen besonders bei einem hohen Futtermittelpreis beachtet werden. Das Futter kann fertig von lizensierten Herstellern bezogen werden; auch hierbei sind unter Umständen Abweichungen bzw. Bestimmungen des Anbauverbandes zu berücksichtigen.

Die Stallplatzkosten können in Abhängigkeit von der Ausnutzung (Anzahl der Durchgänge pro Jahr) sehr unterschiedlich sein. Bei einem vorhandenen Altgebäude können sie bei etwa sieben Prozent liegen, bei einem Neubau auch bis zu 15 Prozent der Produktionskosten betragen. 

Tierarztkosten fallen durch Impfungen oder Behandlungen an. Hier ist es wichtig rechtzeitig einen Fachtierarzt zu konsultieren, da größere Verluste die Einkommenssituation schnell umkehren können.

Die bei der Direktvermarktung anfallenden Kosten für Schlachtung, Verpackung und Vermarktung bzw. Transport sind nicht zu unterschätzen. Sie können leicht 20 Prozent der Produktionskosten erreichen. In diesem Zusammenhang sind auch die Kosten der Arbeitserledigung zu betrachten, da über die Bestandsbetreuung hinaus auch Zeit für Vermarktung und Transporte benötigt wird.

Die Gesamtkosten von etwa 2,50 Euro netto pro kg Lebendgewicht ab Hof bei der Vermarktung an den Großhandel sind zurzeit recht hoch. Bei einem Verkaufspreis von 14 bis 18 Euro für ein bratfertiges Masthuhn an den Endverbraucher kommt der Direktvermarkter sicherlich auf seine Kosten. Bei einer Mast von leichteren Tieren muss er die Kostengrenze seiner Gesamtkosten sehr genau kennen.

Letzte Aktualisierung: 04.01.2012

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