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Haltung von Mastschweinen

 
Mastschweine in einem Außenklimastall mit Teilspaltenboden und Breiautomaten
In diesem Außenklimastall mit Teilspaltenboden werden die Tiere über Breiautomaten gefüttert.
Foto: Ökoring Schleswig-Holstein e.V.

Mastschweine werden in deutschen Ökoschweinebeständen sowohl in massiven und gedämmten Gebäuden als auch in Außenklimaställen mit Ausläufen untergebracht. Laut EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau sind Säugetieren Weiden oder Auslaufflächen zur Verfügung zu stellen. 

Bei Neubauten wurden in der ökologischen Mastschweinehaltung häufig Außenklima-Kistenställe als Pultdachgebäude mit Jalousien (Pig Port) eingerichtet. Aber auch bei den Umbauten werden oft zugfreie Kaltställe (Windschutznetze) als Ein- bis Zwei-Raum-Stall oder Tieflaufställe mit überdachten Ausläufen erstellt.

Die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau regeln den Flächenbedarf von Mastschweinen wie folgt:

Flächenbedarf von Mastschweinen gemäß EU-Rechtsvorschriften

Lebendgewicht (in kg)

Stallfläche (in m2)

Außenfläche (in m2)

Summe total (in m2)

bis 50

0,8

0,6

1,4

50 bis 85

1,1

0,8

1,9

85 bis 110

1,3

1,0

2,3

Stallfläche: Bei den Flächen handelt es sich um begehbare bzw. nutzbare Flächen (Fläche für Futterautomaten wird abgezogen, Fläche für Tröge aber nicht!)

Die Haltung von Mastschweinen auf Stroh dominiert. Teilspaltenssysteme sind sehr selten und eher dort verbreitet, wo ehemalige Vollspaltenställe zu Ökomastställen umgebaut wurden. Die grundlegende Problematik besteht insbesondere darin, das durch die Schweine aufgewühlte Stroh nicht auf die Teilspalten und in die Gülle gelangen zu lassen.

Je nach Betriebsgröße und Mastschweintyp (Vormast, Endmast, XXL-Typ) wird entweder in kleineren Beständen über Trogfütterung oder in größeren Beständen mit Trocken- oder Breiautomaten ad libitum oder rationiert, meistens zwei- aber auch dreiphasig, gefüttert.

Aus der Forschung - für die Praxis

Entwicklung eines Schweinepest-Überwachungsprogramms

Die klassische Schweinepest (KSP) ist eine der wirtschaftlich folgenschwersten Tierseuchen weltweit und führt bei jedem Auftreten zur Tötung zahlreicher (meist gesunder) Tiere. Hauptansteckungsquelle für Hausschweine sind infizierte Wildschweine. In schweinepestgefährdeten Gebieten unterliegen Betriebe mit Schweinehaltung strengen Überwachungsmaßnahmen und Handelsrestriktionen. Dazu gehört z.B. das Verbot der Freilandhaltung, wovon vor allem ökologisch wirtschaftende Betriebe betroffen sind. In einem Forschungsvorhaben wurde nach Alternativen in der Diagnostik und Überwachung der Schweinepest gesucht.

Näheres zum Projekt:

externer Link folgtSchweinepest-Überwachungsprogramm für Schweine in Freilandhaltung in schweinepestgefährdeten Gebieten (BÖL-Projekt Nr. 02OE071)

Aus der Forschung - für die Praxis:

Freilandhaltung von Mastschweinen

Eine ökonomisch rentable und ökologisch sinnvolle Freilandhaltung von Mastschweinen auf Futterflächen ist machbar. Der Flächenverbrauch und die Kosten des Haltungsystems sind dabei entscheidende Kostenpunkte. Das ergaben Versuche der Universität Kassel im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau. Im Blickpunkt standen Nährstoffeinträge, Futternutzung, Tiergesundheit, Schlachtkörperqualität und Produktionskosten.

Näheres zum Projekt:

externer Link folgtFreilandhaltung von Mastschweinen als Fruchtfolgeglied (BÖL-Projekt Nr. 02OE449)

Informationen für Landwirte zum Aufbau einer Freilandhaltung von Mastschweinen sind in einer Broschüre zusammengestellt:

externer Link folgtLeitfaden für die praktische Umsetzung einer Freilandhaltung von Mastschweinen

Letzte Aktualisierung: 11.01.2012

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