Neubau: BAT-Kistenstall
Der BAT-Kistenstall ist in einer Pultdachhalle untergebracht und gliedert sich in Bedien- und Treibgang, Liegekiste und Fress- bzw. Aktivitätsbereich. Der Auslauf schließt an letzteren an.
Kistenmaststall

- Skizze eines Kistenmaststalls
Abbildung: BAT e.V.
Liegebereich
Der Liegebereich befindet sich in den Liegehütten. Für eine schnelle Tierkontrolle sind dort Türen mit Fenstern eingelassen. Sehr wichtig ist die verstellbare Lüftungsöffnung im oberen Bereich des Kistendeckels, um die Abluft steuern zu können.
Die Isolierung des Kistendeckels besteht aus einer Sandwichplatte oder einem Holzrahmen mit Netz und einer Strohschüttung, die regelmäßig erneuert werden muss. An der Vorderkante des Deckels ist ein durchgehender Streifenvorhang angebracht. Die Kistendeckel können zur Begehung, aber auch um Überhitzung im Sommer zu vermeiden, mittels Winden angehoben werden. Die Kisten sind im Winter gut und im Sommer leicht eingestreut.
Fressbereich
Das Futter wird in Trockenautomaten mit Befüllung per Futterkette oder im Breifutterautomaten bereitgestellt. Ein Tier-/ Fressplatzverhältnis von 2:1 bei rationierter Fütterung in der Endmast ist anzustreben. Das Grundfutter wird in Raufen im Auslauf angeboten.
Auslauf
Schweineausläufe werden zur Vermeidung des Austritts von Kot und Harn in die Umwelt als planbfestigte, befahrbare Betonflächen gestaltet. Gemäß der örtlichen Bauvorschriften sollte die Betonqualität mindestnes B 25 wu (wasserundurchlässig) sein. Auch um dem Wühltrieb der Tiere zu genügen, wird der Auslauf eingestreut.
Während der Entmistung mit dem Schlepper werden die Mastschweine durch Schwenken der Gittertore in den Stall gesperrt.
Die Beckentränken werden von außen auf dem äußeren Sockel des Auslaufes installiert, damit sie nicht verkotet werden können. Die Tränken sollen die Tiere anregen im Auslauf Kot und Harn abzusetzen, so dass der Stall innen sauber bleibt. Sie müssen frostsicher, ausreichend groß und leicht zu reinigen sein.
Für das Komfortverhalten der Schweine werden Elemente z.B. Bürste, Scheuerpfahl und Suhle im Auslauf eingerichtet. Eine Schweinedusche ist für die Thermoregulation im Sommer unerlässlich. Sie wird entweder von den Schweinen selbst bedient oder kommt zeit- und klimagesteuert zum Einsatz.
Laut EG-Öko-Verordnung kann der Auslauf teilüberdacht sein. Der Jaucheanfall durch zusätzliches Regenwasser wird so geringer gehalten und den Tieren Schatten geboten. Den Tieren sollten auf jeden Fall Sonnen- bzw. Regenbäder möglich sein. Zur Ableitung der anfallenden Jauche wird im nicht überdachten Teil des Auslaufes eine Schlitzrinne oder "Grüne Rinne" ohne Gefälle verlegt.
Bereich | Maß | Grund |
Fläche innen | 0,8 bis 1,3 qm | EG-Öko-Verordnung (gewichtsabhängig) |
Fläche außen | 0,6 bis 1 qm | EG-Öko-Verordnung (gewichtsabhängig) |
Reine Liegefläche | 0,3 bis 0,6 qm | Ausreichend Platz, Aufbau Mikroklima (gewichtsabhängig bis 110 kg LG) |
Buchtenbreite | 4 m | Auslauf möglichst quadratisch, Maschinenbreite |
Fressplatz Breite/ Tier | 20 bis 35 cm | Tier-/ Fresspaltzverhältnis 1 : 1 |
Montagehöhe Schwenktor Auslauf | 13 cm | Hinderung Durchschlupf, Keine Klemmgefahr |
Maximale Stufenhöhe | 20 cm | Tiergröße (Kanten entgraten) |
Literatur
Wiedmann, R.;1997: Schweinehaltung in Außenklimaställen, Grundlagen und Praxis für die Schweinemast; Verlags Union Agrar, Frankfurt am Main
Letzte Aktualisierung: 25.10.2010

