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Fütterung von Saug- und Absatzferkeln

 
Mastschwein im Auslauf mit zusätzlicher Wasserversorgung im Außenbereich.
Absatzferkel werden streng rationiert gefüttert. Eine zusätzliche Wasserversorgung im Außenbereich ist notwendig.
Foto: R. Löser

Die Ernährung von jungen Saugferkeln erfolgt auf der Grundlage von natürlicher Milch, vorzugsweise Milch der Muttersauen. Die Dauer der Milchtränke beträgt nach EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau mindestens 40 Tage. Bereits während der Säugezeit besteht die Möglichkeit, den Ferkeln Zugang zu Grundfutter (zum Beispiel über Auslauf bzw. Weide, Fütterung, Stroh als Beschäftigungsmöglichkeit) zu bieten. So können sich die jungen Ferkel schon früh an frisches Grünfutter (zum Beispiel Gras, Kleegras) oder hochwertige, schmackhafte Silagen (zum Beispiel Gras- oder Kleegrassilage) gewöhnen. 

Die Herstellung von Saug- und Absatzferkelmischungen stellt besonders hohe Anforderungen an die Qualität und Inhaltsstoffe. Die Ferkel haben einen hohen Anspruch an die biologische Wertigkeit der Eiweißfuttermittel, so dass eine Ergänzung der betriebseigenen Ration unbedingt erforderlich ist. Die Anzahl der dafür erforderlichen Einzelkomponenten ist groß, sie sind oft schwierig zu beschaffen und teuer. Prestarter aus ökologischen Komponentensind bezüglich Struktur, Zusammensetzung und Geschmack auf die Bedürfnisse der Ferkel abgestimmt. 

Für den sensiblen Bereich der Saug- und Absatzferkelfütterung sollte unbedingt mit einem Fütterungsfachberater oder einer Futtermittelfirma für Ökofuttermittel und einem kompetenten Fachtierarzt zusammengearbeitet werden. 

Futterzusammensetzung

Der Rohproteingehalt des Futters für frisch abgesetzte Ferkel sollte in den ersten fünf bis acht Tagen nach dem Absetzen auf maximal 18 Prozent eingestellt werden, da bei sehr eiweißreichen Mischungen mit nicht optimierter Aminosäurezusammensetzung der Stoffwechsel (Leber) besonders belastet wird.

Direkt nach dem Absetzen ist darauf zu achten, dass die Tiere einige Tage streng rationiert mit mehreren kleinen Portionen auf dem Futterbrett oder in einem beweglichen Trog gefüttert werden, um der Ödem-Krankheit vorzubeugen, die bei übermäßiger Futteraufnahme entstehen kann. Wichtig ist das sorgfältige Reinigen nach jedem Füttern!

Als angemessene Futterkomponenten werden hier zum Beispiel gequetschter Hafer oder Gerste eingesetzt und etwas Erde hinzugefügt. So können sich die Ferkel langsam an das feste Futter gewöhnen und Durchfälle werden vermieden. Trotz einer Verringerung bei der täglichen Zunahmen in dieser Phase ist diese Maßnahme besonders wichtig. Gute Erfahrungen wurden auch mit dem Ansäuern des Futters mit Obstessig gemacht. Eine sehr gute Silage (die die Tiere schon im Saugferkelalter kennen gelernt haben sollten) hilft ebenfalls, den pH-Wert im Magen-Darmtrakt physiologisch positiv, niedrig zu halten. 

Grundsätzlich werden die Rationen nach der Futterkurve der Ferkel erstellt.

Letzte Aktualisierung: 11.01.2012

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