Berichte und Ergebnisse aus den Workshops
Hinweis
Dieser Bericht fasst die Ergebnisse des Workshops zur Außer-Haus-Verpflegung am 10. und 11. Mai 2007 in Fulda zusammen.
Expertennetzwerk der Informationskampagne "Bio kann jeder" trifft sich zum Erfahrungsaustausch
Dass fehlende Lieferstrukturen zwischen Bio-Erzeugern und Küchen bzw. Cateringunternehmen viele Schulen und Vorschuleinrichtungen mit Mittagsverpflegung davon abhalten, Bio-Lebensmittel in die Speisepläne zu integrieren, wird von den Schulverantwortlichen immer wieder als ein Hauptgrund genannt. Das bundesweite Expertennetzwerk der Informationskampagne "Bio kann jeder", das in regionalen Workshops Grundlagen für ein ausgewogenes Verpflegungskonzept möglichst in Bio-Qualität vermittelt, sieht es daher als wichtige Aufgabe ihrer Arbeit an, die Vernetzung zwischen den verschiedenen Akteuren zu fördern und so zum verstärkten Einsatz von Bio-Produkten in der Außer-Haus-Verpflegung beizutragen.
Dieses Fazit haben die in dem Netzwerk zusammengeschlossenen Fachleute der Ernährungs- und Bio-Branche sowie der Außer-Haus-Verpflegung auf einem zweitägigen Workshop am 10. und 11. Mai in Fulda gezogen. In Vorträgen und Plenumsdiskussionen resümierten die Workshopteilnehmer über ihre bisherigen Erfahrungen bei der Unterstützung von Kita- und Schulvertretern und Cateringunternehmen für ein bedarfsgerechtes Speisenangebot, zogen Zwischenbilanz der 2004 im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau gestarteten Kampagne und sammelten Optimierungsvorschläge für die Fortführung der Maßnahme.
Dass es beispielsweise seit Kampagnenstart mit den etwa bundesweit 300 durchgeführten Workshops gelungen sei, die Vernetzung zwischen Erzeugern und Küchen bzw. Catereren in bestimmten Regionen zu fördern, waren sich alle Teilnehmer einig. Auch der Ansatz, möglichst alle Vertreter der Wertschöpfungskette innerhalb einer Region, also Erzeuger, Lieferanten und Verarbeiter und zudem Schulverantwortliche, Kommunenvertreter und Eltern in einen Workshop einzuladen, habe sich als zielführend gezeigt. In Zukunft sollten jedoch noch vermehrt Cateringunternehmen eingeladen werden, da ein Großteil der Verpflegungseinrichtungen nicht selbst koche, sondern beliefert werde. Und um Schulverantwortlichen die Befürchtungen eines finanziellen Mehraufwandes durch den Einsatz von Bio-Produkten zu nehmen, seien die Erlebnisberichte von Vertretern anderer Außer-Haus-Verpflegungseinrichtungen, die bereits teilweise oder sogar ganz auf Bio-Produkte umgestellt haben, das überzeugendste Argument und demonstratives Beispiel für das Motto: „Bio kann jeder!“.
Das Expertennetzwerk führt in 2007 bundesweit noch etwa 100 Workshops durch. Die Termine und Ansprechpersonen finden Sie unter www.biokannjeder.de
Die Akteure im Expertennetzwerk

- Reihe oben von links nach rechts: Urte Grauwinkel (Ökolöwe, Leipzig), Andreas Greiner (Ökonsult, Stuttgart), Eberhard Röhrig-van der Meer (Umweltzentrum, Hannover), Dr. Elke Liesen (Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf), Marianne Bender (Verbraucherzentrale Rheinland Pfalz, Mainz), Janette Heidenreich (Verein Landaktiv, Dierhagen), Anja Erhart (ÖGS, Frankfurt/Main), Evelyn Franke (Thüringer Ökoherz, Weimar), Reihe unten von links nach rechts: Anke Brückmann (BLE Bonn/Bundesprogramm Ökologischer Landbau), Ute Keilhofer (Bioland Landesverband Bayern, Augsburg), Christina Zurek (Ökomarkt Verbraucher- und Agrarberatung, Hamburg), Alexandra Becker (Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg), Susanne Zemlin (Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt, Magdeburg), Iris Lange (Ökomarkt, Hamburg)
(c) BLE, Bonn
Letzte Aktualisierung: 28.02.2011



