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Info-Broschüren

Bio für Kids und Teens in Schulen

Bio muss nicht teuer sein. Wie können Bioprodukte nahezu kostenneutral in die Speisenplanung integriert werden? Das wird anhand eines Kalkulationsbeispiels demonstriert. Kostenlose Bestellung oder Download als PDF-Datei im Service-Bereich unter Punkt 5 "Großverbraucher".

Titelseite der Broschüre

Mehr Bio ist machbar

Zur Außer-Haus-Verpflegung an Schulen und Kindertagesstätten
Kostenlose Bestellung im Service-Bereich (Punkt 5: Großverbraucher)

Weitere Info-Materialien in der Rubrik "Info-Materialien"

 

Die Kampagne

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"Bio kann jeder" ist Teil der Initiative IN FORM und seit 2008 offizielle Maßnahme des Nationalen Aktionsplans der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung".

 

Realschule im Kreuzviertel, Münster (Juli 2011)

Steckbrief

Schule: Schulkiosk der Realschule im Kreuzviertel
Lehrerinnen: Frau Andrea Temme (Sozialwissenschaften), Frau Brigitte Töns-Jäger (Sport)
Gästestruktur: Kinder von 11 bis 16 Jahre
Imbiss:  ca. 70 Schüler pro Tag
Mitarbeiter: 20 Schüler/-innen
Bio-Status: >20 %
Biolieferanten:  1 (Bäckerei)
Verkaufspreis: zwischen 0,50 Euro und 1 Euro

Der Schulkiosk

Schüler am Kiosk
Der Kiosk wird von Schülerinnen und Schülern betrieben.
(c) BLE, Bonn

Der Schulkiosk in der ehemaligen Hausmeisterloge der Realschule im Kreuzviertel wird seit 2003, als der damalige Hausmeister in Rente ging, von den Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Jahrgangsstufe betrieben. Die Schülerfirma ProFIT wurde von Andrea Temme, der stellvertretenden Schulleiterin und Lehrerin für Sozialwissenschaften, und Brigitte Töns-Jäger, Lehrerin für Sport und federführend im Bereich der Gesundheitserziehung tätig, ins Leben gerufen. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Chancen und Herausforderungen des Unternehmerdaseins in der Realität erfahren. Ihr Blick für eine zukünftige Berufswahl soll erweitert und geöffnet werden.

Der Anfang

Das normale Sortiment an Schulkiosken beinhaltet oft ein großes Angebot an Schokoriegeln, Gummibärchen und Softdrinks. Mit diesen lange haltbaren Produkten hat der Hausmeister in der Regel beim Einkauf und der Lagerung wenig Arbeit und verdient sich nebenbei ein kleines Zusatzeinkommen. An der Realschule war dies allerdings nicht der Fall. Dort bot der Hausmeister ausschließlich Brötchen, Schokocroissants und Mineralwasser an. Als die Schülerfirma den Kiosk übernahm, wurde das Sortiment neu gestaltet. Ziel war ein abwechslungsreiches, aber vollwertiges Snack-Angebot. In Zusammenarbeit mit dem von der Sportlehrerin Brigitte Töns-Jäger geleiteten Kurs FIT&FUN, der sich mit den Schwerpunkten Ernährung und Bewegung beschäftigte, wurde eine Produktpalette unter umwelt- und gesundheitsfördernden Gesichtspunkten zusammengestellt. Bei der Auswahl konnte die Schule auf die Unterstützung einer Ernährungsberaterin zurückgreifen.

Das Angebot

Schüler und Verkäufer am Schülerkiosk
Bio-Vollwert-Teilchen kommen bei den Schülern gut an
(c) BLE, Bonn

Da der Schulkiosk ausschließlich von Schülerinnen und Schülern innerhalb der Schulzeit betreut wird, ist das Angebot übersichtlich. Brötchenburger (Vollwertbrötchen mit Salat, Käse/Schinken und Gurkenscheiben belegt), herzhafte und süße Biovollwert-Teilchen und Studentenfutter, abgepackt in 40g-Tütchen, stehen den Kunden zur Verfügung.

Getränke werden aus Umweltaspekten ausschließlich in Mehrwegflaschen angeboten. Kakao wird in 250 ml Pfandflaschen alle zwei Tage von einem regionalen Milchhof geliefert, aber auch Mineralwasser, Apfelschorle, ACE-Saft und BIONADE stehen als Durstlöscher zur Verfügung.

Die Schule bleibt ihrem Konzept treu!

Schüler präsentieren Bio-Produkte
Langfristig soll das Ernährungsverhalten geändert werden
(c) BLE, Bonn

Obwohl die Angebotspalette des Schulkiosks täglich ausverkauft ist, wünschen sich die Schüler und auch einzelne Eltern in Gesprächen immer wieder mehr Süßigkeiten, fragen warum kein Softdrinkautomat an der Schule aufgestellt wird und wollen ihr Geld lieber in Schokoriegel und Gummibärchen investieren. Die Schule stellt sich diesen Diskussionen immer wieder aufs Neue, erklärt ihren Ansatz und bleibt ihrem Konzept treu. "Diese Diskussionen gehören nun mal dazu. In der ständigen Kommunikation und durch immer wieder kehrende Aufklärung, dazu gehören das "Gesunde Frühstück" und die Durchführung des "Ernährungsparcours" für die neuen 5er, können wir die Schülerinnen und Schüler auf Dauer erreichen und ihr Ernährungsverhalten langfristig ändern", hofft Andrea Temme.

Über Nachwuchssorgen kann der Schulkiosk nicht klagen. Viele Schüler/-innen wollen ihre Pausen-Zeit gerne in den Verkauf der vollwertigen Bioprodukte investieren.

Letzte Aktualisierung: 01.07.2011

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