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Bio-Schulkiosk - wie kann es gehen?

03.02.2012

Neue Strategien für die Snack-Generation

Limo und Chips oder aber Fruchtsaftschorle und Müsliriegel in Bio-Qualität? Dies hängt meist davon ab, was es für Schüler im Schulkiosk zu kaufen gibt. Fakt ist: Snacks werden bei Jugendlichen immer beliebter. In der Regel nutzen weit mehr Schüler das Kioskangebot als den Mittagstisch der Schule. Doch wie steht es um die Qualität der Schulkiosksortimente? Gibt es bereits erfolgreiche Ansätze zur Integration von Bioprodukten und zugleich ausgewogene und für Jugendliche attraktive Snackangebote? Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) hat dieses wichtige Thema der Außer-Haus-Verpflegung in einem Modellprojekt aufgegriffen. Im Rahmen des Gastro Forums der BioFach findet die Veranstaltung "Bio kann jeder - auch der Schulkiosk" statt. Die 70-minütige Veranstaltung erfolgt am 17. Februar 2012 (Uhrzeit: 13.00 bis 14.10 Uhr) im Raum Oslo.

Ausgehend von der Infokampagne "Bio kann jeder" wird Anke Brückmann, "Bio kann jeder"-Projektleiterin bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, auf die zunehmende Bedeutung von Schulkiosk und Snackkultur eingehen. Anschließend wird das Modellprojekt "Schulkiosk" des Ökomarkt Hamburg e.V. vorgestellt. Christina Zurek und Iris Lange werden als Projektverantwortliche alle relevanten Fragen rund um ein nachhaltiges Snackangebot ansprechen. Dabei geht es unter anderem um die Kostenfrage und die Motivation von teilnehmenden Schulen. Ganz besonders wichtig ist aber auch die Sortimentsgestaltung. Neben verpackten Snackprodukten kommen auch - gleichwohl mit deutlich höherem Aufwand - frisch zubereitete Kioskangebote in Betracht. Rezeptvorschläge zeigen, dass es hier Alternativen zu belegten Vollkornbrötchen gibt.

Doch mit einer Sortimentsumstellung allein ist es nicht getan. Erwartungsgemäß entsteht ein zusätzlicher Mehraufwand. Noch dazu gilt es, Schüler zum Mitmachen zu bewegen. Dazu werden zwei nachahmenswerte Praxisbeispiele aus Hamburg und Hannover präsentiert: Da ist zum einen das Ernähungsbildungsprojekt "Spiralcurriculum" an der Hamburger Erich-Kästner-Gesamtschule. Schüler von der 5. bis 7. Klasse werden dort mit Erfolg bei der Entwicklung von Snackprodukten eingebunden. Als zweites Praxisprojekt wird das Projekt "Pausenprofis" von Stefanie Reimann vom Umweltzentrum Hannover vorgestellt. In dem Projekt geht es darum, Freiwillige zu vermitteln, die bei der Umsetzung ökologischer Pausenverpflegungsangebote an Schulen helfen.

Den Abschluss der Veranstaltung bildet eine moderierte Diskussion mit Herstellern, Großhändlern und weiteren Experten, um den Praxisbezug noch stärker herauszustellen. Folgende Experten konnten gewonnen werden: Karin Artzt-Steinbrink, Geschäftsführerin der Upländer Bauernmolkerei, Helmut Vollmer, Betriebsleiter der Bohlsener Mühle, und Elke Bartussek von Naturkost Elkershausen. Moderiert wird die Expertendiskussion, bei der auch Fragen aus dem Publikum beantwortet werden, von Andreas Greiner, Ökonsult GbR. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Caterer, Schulen primär aus Bayern sowie an Anbieter von verpackten Snackprodukten, Bio-Großhändler und Landwirte mit Direktvermarktung als mögliche Lieferanten für das Schulkiosk, aber auch an Wissenschaftler/ Projektnehmer anderer Projekte zur Außer-Haus-Verpflegung (AHV) und Multiplikatoren.

Ein Schulkiosk "zum Anfassen" findet sich auf dem Stand des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz  in Halle 9, Stand 341 in Zusammenarbeit mit der Bio-Siegel-Infostelle. Hier kann auch die neue Broschüre zum Thema Bio-Schulkiosk mitgenommen werden.

Ansprechpartner:
Anke Brückmann, "Bio kann jeder"-Projektleiterin
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Bundesprogramm Ökologischer Landbau und
andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft(BÖLN)
Deichmanns Aue 29,  53179 Bonn

Telefon: +49 (0)228 / 68 45 - 29 27
Fax: +49 (0)228 / 68 45 - 29 07
E-Mail: anke.brueckmann@BLE.de

Pressekontakt:
Elmar Seck
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Bundesprogramm Ökologischer Landbau und
andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)
Deichmanns Aue 29,  53179 Bonn

Telefon: +49 (0)228 / 99 68 45 - 29 26
Fax: +49 (0)228 / 68 45 - 29 07
E-Mail: elmar.seck@BLE.de

Quelle: BÖLN


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