Februar 2012: Karneval ist überall

- Gefülltes Schmalzgebäck hat Hochkonjunktur in der Karnevalszeit
Foto: Jeanne/pixelio.de
Die Ursprünge des Karnevals oder Faschings reichen weit bis ins Mittelalter hinein. Vermutlich zuerst in Italien kam man auf die Idee, es rund sechs Wochen vor Ostern - bevor die Fastenzeit beginnt - noch einmal richtig krachen zu lassen. Von dort stammt wohl auch der Name "Carnevale", der soviel wie "Fleisch, leb wohl!" bedeutet. Der Begriff "Fasching" hingegen kommt vom Mittelhochdeutschen "vaschang", dem Wort für Fass - was nicht nur mit fröhlichen Trinkgelagen, sondern auch mit dem früher üblichen Ausschank des Fastentrunks zusammenhängt. Oft handelte es sich dabei um ein starkes Bier.
Neben Alkohol und Fleisch war in der langen Fastenzeit auch der Genuss von Eiern und Fett verboten. Vor Aschermittwoch mussten sämtliche Vorräte aufgebraucht werden. Daraus haben sich über die Jahrhunderte verschiedene typische Karnevalsgerichte wie in Schmalz ausgebackene Krapfen, fette Heringe mit Pellkartoffeln und Sahnesoße oder der Kölner "halve Hahn" (Roggenbrötchen mit einer dicken Scheibe mittelaltem Gouda, Senf und Gurke) entwickelt.
Kurze Auszeit für Kalorientabellen
An Fasching dürfen die Gerichte ruhig gehaltvoll sein, damit eine Grundlage zum Feiern vorhanden ist. Traditionell werden Speisen gegessen, die in der Fastenzeit verboten sind. Am "fetten" oder "schmutzigen" Donnerstag wurde früher das letzte Mal vor Beginn der Fastenzeit geschlachtet. Das gewonnene Schmalz musste rasch verbraucht werden und fand so in der Herstellung von Schmalzgebäck oder anderen fetthaltigen Speisen Verwendung. Krapfen gab es früher nur zum Karneval. Klöster und Stadtverwaltungen verteilten sie, damit sich die Menschen ein letztes Mal richtig satt essen konnten. Auch heute noch ist das frittierte Gebäck aus Hefeteig aus der Narrenzeit nicht wegzudenken. Inzwischen wird der Krapfen mit den unterschiedlichsten Füllungen - wie verschiedene Marmeladen, Pflaumenmus, Vanillecreme, Nuss-Nougat-Creme oder Eierliklör - und Garnierungen - angeboten.
Für Großküchen bietet sich in der Karnevalszeit eine entsprechende Aktionswoche an. Neben einer Auswahl verschiedener Krapfen gehören dann natürlich auch Gerichte wie Sahnehering, Buletten oder eine deftige Gulaschsuppe auf den Speiseplan. Beispiele zur Planung und Durchführung von Aktionen in Großküchen finden Sie unter
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Krapfenvariationen
Es müssen nicht immer Berliner mit Erdbeermarmelade sein. Verwöhnen Sie Ihre Gäste doch mal mit besonderen Krapfenkreationen, wie zum Beispiel den köstlichen Apfelkrapfen mit Schokolade und Vanille-Sabayon. Das ist übrigens nur einer von vielen leckeren Dessertvorschlägen im Ökolandbau-Rezeptefinder:
Apfelkrapfen mit Schokolade gefüllt und Vanille-Sabayon
Karneval das ganze Jahr?
Könnte man meinen wenn ein Wirtshaus den Namen "Konfetti" trägt. Aber hier ist nicht der Name, sondern eine konsequente Bioausrichtung Programm. Das gemütliche Lokal in Neustadt an der Weinstraße war bis Mitte 2008 der erste und einzige Bioland-Gastronomiebetrieb in Rheinland-Pfalz:
Zu Gast im Wirtshaus Konfetti
Mehr Bio auch in Ihrer Einrichtung?
"Bio kann jeder" lautet das Motto der bundesweiten Informationskampagne für mehr Bioprodukte in der Außer-Haus-Verpflegung von Kindern und Jugendlichen. Ein bundesweites Netzwerk aus Ernährungsexperten und Fachleuten aus der Biobranche und der Außer-Haus-Verpflegung unterstützt Schulvertreter und Cateringunternehmen bei der Umstellung ihres Verpflegungsangebotes in Richtung Bio.
Bio kann jeder
Im neuen Jahr wird alles anders: Abnehmen und Entschlacken
Nach der schönen Schlemmerzeit heißt es bald wieder runter mit den überflüssigen Pfunden. Viele probieren verschiedenste Diäten aus, um ihren Winterspeck loszuwerden. Doch ob Kohlsuppendiät, Mittelmeerdiät oder Trauben-Blitz-Diät: Meist lässt der Jojo-Effekt nicht lange auf sich warten. Fasten kann eine sinnvolle Alternative sein.
Interview mit dem Fasten-Experten und BioSpitzenkoch Helmut Million
Fasten statt Prassen - auch bei der Herstellung
Fasten ist nicht nur eine Frage der Figur, meint die Assoziation ökologischer Lebensmittel-Hersteller (AoeL). "Versteht man Fasten als Verzicht auf Verschwendung, ist es auch eine unternehmerische Herausforderung", sagt AoeL-Geschäftsführer Dr. Alexander Beck.
AoeL mahnt zu nachhaltigem Umgang mit Lebensmitteln
Letzte Aktualisierung: 01.02.2012
