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Dezember 2011: Weihnachtliche Bioküche

 
Biogänse in Freilandhaltung. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Diese Gänse haben noch gut schnattern.
Foto: D. Menzler

Knusprig und braun gebrannt kommt der Deutschen liebstes Festtagsessen auf den Tisch: die Weihnachtsgans. Dabei soll der Ursprung dieses traditionellen Weihnachtsgerichts in England liegen. Einer Legende nach verspeiste Königin Elisabeth I. am Weihnachtsabend 1588 gerade eine Gans, als sie vom Sieg der englischen über die spanische Kriegsflotte erfuhr. Aus Freude darüber wollte sie fortan immer eine Gans zum Weihnachtsfest essen. Diese Tradition ist in den letzten vierhundert Jahren auch auf dem europäischen Festland angekommen.

Die Gänsezucht hat in Deutschland in den letzten Jahren zugelegt. Zwar hat sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes der Anteil der geschlachteten Gänse seit 2001 um 50 Prozent von 1.792,9 auf 2.650,4 Tonnen erhöht, jedoch reicht das deutsche Angebot nicht aus. Laut Marktinfo Eier & Geflügel deckten Gänse aus heimischer Produktion 2010 nur 13,3 Prozent des Bedarfs. Der Rest wurde aus dem Ausland als ganze oder zerlegte Schlachtkörper importiert, hauptsächlich aus Polen und Ungarn.

Gans biologisch!

Wer auf artgerechte Tierhaltung achtet, geht mit Gänsen aus ökologischer Erzeugung auf Nummer sicher. Biogänse haben neben ausreichend Platz und Auslauf (min. 15 m2/ Gans) auch Zugang zu Gewässer. So können sie als Wasservögel ihren arteigenen Verhaltensweisen nachkommen. Das schmeckt man, denn die vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten der Tiere fördern die Durchblutung des Muskelgewebes und machen das Fleisch folglich fester, dunkler und saftiger.

Für die Beschaffung von biologisch erzeugten Weihnachtsgänsen - egal ob frisch oder tiefgekühlt - gibt es unterschiedliche Wege. Neben Direktvermarktern bieten auch Biogroßhändler Geflügel aus ökologischer Erzeugung an. In Sachen Biogans lohnt es sich außerdem, im konventionellen Handel sowie bei regional ansässigen Metzgereien nachzufragen. Ob die Gänse ökologischer Herkunft sind, lässt sich erkennen: am EU-Bio-Logo, am deutschen Bio-Siegel sowie ggf. am Warenzeichen eines Bioanbauverbandes und bei verpackten Waren verpflichtend an der Öko-Kontrollstellennummer und Herkunftsbezeichnung. Werden die Biogänse direkt beim Erzeuger besorgt, deutet das Betriebsstellenschild entweder auf die biologische Produktion oder die Zugehörigkeit zu einem Bioanbauverband hin.

Der Festtagsklassiker

Ist die Gans erst einmal im Haus, steht einer leckeren Zubereitung nichts mehr im Weg. Doch aufgepasst: Gänsefleisch hat mit 30 Prozent den höchsten Fettanteil von allen Geflügelarten. Serviert mit Rotkraut und Klößen, zählt sie daher zu den kalorienreicheren Weihnachtsgerichten. Mit fettarmen Vor- und Nachspeisen, wie etwa einem knackigen Wintersalat und Joghurt mit Früchten, kann die Weihnachtsgans ein Genuss ohne Reue sein.

Weitere Informationen

Fuchs, hast du die Gans gestohlen?

Auf dem Gans-Gut der Familie Kucka dreht sich fast alles um die Gänse. Das Besondere ist die ökologische Gänsehaltung von Anfang bis Ende: Elterntierhaltung, Brüterei, Jungtieraufzucht, Gänsemast und eigene Schlachtung auf einem Betrieb und an einem Ort bietet in kontrollierter Bio- und Bioland-Qualität bis jetzt bundesweit nur der Betrieb Gans-Gut in Ostrau-Schrebitz.
Demospezial: Gans-Gut

Anbieter von Bioprodukten für die Außer-Haus-Verpflegung

Wichtigste Zutat für die erfolgreiche Umsetzung Ihres Biokonzeptes sind die Lebensmittel. Wo gibt es Fleisch und Wurst in Bioqualität? Wer beliefert Großküchen mit geputztem Obst und Gemüse? Kommt ein überregionaler Lieferant in Frage oder gibt es das gleiche Angebot auch aus der näheren Umgebung? In der Lieferantendatenbank finden Sie eine große Auswahl an Anbietern für verschiedene Produktgruppen.
Lieferanten-Datenbank

Prinzipien des Ökolandbaus

Der ökologische Landbau hat sich aus unterschiedlichen Weltanschauungen und agrarpolitischen Motivationen entwickelt. Gemeinsames Anliegen aller Akteure ist es, gesunde Lebensmittel zu erzeugen und dabei die natürlichen Ökosysteme zu schonen.
Prinzipien des Ökolandbaus

Gans - sicherer Genuss

Ob klassisch mit Klößen und Rotkohl oder fruchtig mit Apfelfüllung und Grießnocken: Kross gebratene Martins- oder Weihnachtsgänse zählen hierzulande zu den beliebtesten Festtagsessen im Winter. Beim Kauf der Geflügeldelikatesse achten immer mehr Verbraucher auf Bioqualität.
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Verbindliche Kennzeichnungen für Biolebensmittel

Wer Lebensmittel mit der Kennzeichnung "Bio" oder "Öko" in Verkehr bringt, muss sie nach den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau erzeugt bzw. verarbeitet haben. Auch hinsichtlich der Deklaration gelten verpflichtende Vorschriften.
Verbindliche Kennzeichnungen für Biolebensmittel

Letzte Aktualisierung: 01.12.2011

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