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März: Salzreduktion - Vorreiter Bioküchen?

 
Chili- und Peperonischoten. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Mit Biogewürzen statt Kochsalz Geschmack beweisen
Foto: D. Menzler

Erste Ergebnisse der Mars500-Mission, einer simulierten Reise zum Nachbarplaneten Mars, haben jüngst gezeigt, dass eine kochsalzarme Ernährung langfristig den Blutdruck reduziert. "Selbst bei gesunden Probanden führte eine verminderte Kochsalzzufuhr in der Nahrung zu einer deutlichen Senkung des Blutdrucks", erklärt Dr. Jens Titze von der Universität Erlangen-Nürnberg. Titze hatte bei dieser weltweit längsten Stoffwechselstudie den "Kosmonauten" die tägliche Kochsalzzufuhr über die Monate hinweg von zwölf auf sechs Gramm schrittweise heruntergesetzt, während alle anderen Nahrungsbestandteile konstant gehalten wurden.

Kochsalz, oder besser gesagt dessen Bestandteile Natrium und Chlorid, ist wichtig für die Aufrechterhaltung der menschlichen Körperfunktion. Beide Ionen haben beispielsweise im Säure-Basen-Haushalt und in den Verdauungssäften eine bedeutende Rolle. Aber: Kochsalz wird auch als eine mögliche Ursache für die Entstehung bzw. Begünstigung von Bluthochdruck betrachtet.

Die Menge macht's

Der geschätzte Mindestbedarf an Natrium beträgt 550 Milligramm täglich und entspricht etwa 1,5 Gramm Kochsalz pro Tag. [Umrechnung Natrium in Kochsalz: Na (g) x 2,54 = NaCl (g)] Diese Menge ist zum Beispiel in 50 Gramm Hartkäse oder Schinken enthalten. Die tatsächliche Natriumzufuhr liegt allerdings laut Nationaler Verzehrsstudie II (NVS II) höher. In allen Altersgruppen ist die Zufuhr vier- bis sechsmal so hoch wie der Schätzwert. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) ist eine Kochsalzzufuhr von maximal sechs Gramm täglich ausreichend. Diese Menge wird jedoch laut NVS II von etwa der Hälfte der befragten Männer um mehr als das 1,2- bis 1,4-Fache überschritten. Auch zirka 50 Prozent der Studienteilnehmerinnen überschreiten die empfohlene Zufuhr.

Tipps für Küchenleiter & Co.

Die Gemeinschaftsverpflegung mit rund 39 Millionen Gästen in Deutschland könnte einen bedeutenden Beitrag zur Reduzierung des Kochsalzkonsums in der Bevölkerung leisten. Mit folgenden Tricks können Sie Ihren Gästen eine kochsalzreduzierte Ernährung schmackhaft machen:

  • Vermindern Sie das Salz stufenweise (fünf bis zehn Prozent), solange der Geschmack nicht beeinträchtigt ist.
  • Setzen Sie statt Salz auf frische Kräuter und Gewürze, am besten in Bioqualität; sie liefern Geschmack und gleichzeitig Vitamine und Mineralstoffe.
  • Verwenden Sie frisches Gemüse und Obst oder TK-Produkte statt Konservenware mit verstecktem Salz.
  • Verleihen Sie Pfannengerichten mit Knoblauch, Ingwer, Chili und Limette einen würzigen Pfiff.
  • Verzichten Sie auf Fertigbrühen, -saucen und -marinaden; sie enthalten häufig viel Salz und: Selbst gemacht schmeckt es sowieso besser!
  • Grillen Sie Gemüse, wie etwa Paprika, Tomaten und Zucchini, um den vollen Geschmack hervorzuzaubern.
  • Würzen Sie Fisch und Meeresfrüchte mit frisch gepresster Zitrone.
  • Kochen Sie Saucen mit reifen Tomaten und Knoblauch.
  • Verwenden Sie schwarzen Pfeffer für Nudelgerichte, herzhafte Eierspeisen und Tomaten.
  • Tue Gutes und rede darüber: Kommunizieren Sie Ihren Gästen den verminderten Kochsalzeinsatz und lassen Sie Ihre Gäste selbst nachwürzen.

Praktische Infos zur Salzreduzierung in der Großküche bietet außerdem die externer Link folgtCanadian Restaurant and Foodservice Association.

Weitere Informationen

Zu viel Salz in der Nahrung?

Erhöhter Blutdruck gilt als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkankungen. Bis zu 70 Prozent der älteren Menschen weisen - bezogen auf den definierten Normalwert von 140/90 mm Hg - Bluthochdruck auf. Deshalb wird eine Senkung als dringliche Gesundheitsaufgabe gesehen.
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Salz als Zutat in Rezepturen

Eine wesentliche Zutat in allen Rezepturen ist das Salz. Als Geschmacksgeber, Geschmacksträger oder die Haltbarkeit verlängernde Zutat möchten wir diesen Stoff genauer beleuchten. Umgangssprachlich wird Salz synonym für Kochsalz verwendet, der chemischen Verbindung von Natrium und Chlorid.
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Kräuter und Gewürze

Die Kenntnis der Gewürzpflanzen und das Wissen um die Bedeutung des Würzens der Speisen ist ein uraltes Kulturgut der Menschheit. Ökokräuter und -gewürze sind in ausreichender Menge am Markt verfügbar.
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Sensorik

Aussehen, Geruch, Geschmack, Textur und Geräusche beim Verzehr geben wichtige Auskünfte über die Qualität eines Lebensmittels.
Die Sensorik beschäftigt sich mit diesen sinnlichen Wahrnehmungen.

Anbieter von Bioprodukten in der Außer-Haus-Verpflegung

Im Online-Lieferantenverzeichnis finden Sie eine große Auswahl an Anbietern für verschiedene Produktgruppen.
Lieferanten-Datenbank

Praxisbeispiel: Versicherungskammer Bayern

Die Versicherungskammer Bayern bietet ihren Mitarbeitern seit Anfang 2004 ein Biokomplettmenü an. Darüber hinaus werden Gewürze ausschließlich in Bioqualität verwendet.
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Letzte Aktualisierung: 01.03.2011

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