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Zusatzinfos

Biokonzept

 

Hinweis

Die Angaben in dieser Betriebsreportage beziehen sich auf Daten, die im Oktober 2010 erfasst wurden.

Zeit der Umstellung bis zum erfolgreichen Konzept

Koch bei Aktion in der Betriebskantine der WestLB
In der Betriebskantine der WestLB gehören Aktionen zur Bekanntmachung von Bioprodukten zum Biokonzept.
(c) Agentur für Ernährungsfragen, Frankfurt am Main

Die WestLB AG zählt in Deutschland zu den führenden Finanzdienstleistern. In der Hauptniederlassung in Düsseldorf sind über 2.000 Menschen beschäftigt. Seit mehr als acht Jahren werden den Mitarbeitern in der 1998 neu gestalteten Free-Flow-Ausgabe Speisen angeboten, die zum Teil mit Lebensmitteln aus ökologischer Erzeugung zubereitet werden.

Angefangen hat alles ganz klein: Christoph Reingen, heutiger Wirtschaftsleiter und Hauptmotor der Biobewegung in der WestLB, kam Anfang der 1990er Jahre als Küchenleiter zur WestLB Akademie Schloss Krickenbeck. Dort gehörte zunächst der Aufbau eines Lieferantenstammes zu seinen Aufgaben.

Schon immer an qualitativ hochwertigen Lebensmitteln interessiert, wurde er auf einen Lieferanten aufmerksam, der Fleisch aus artgerechter Haltung vertreibt. In diesem Lieferanten fand Reingen einen zuverlässigen und vertrauensvollen Lieferpartner. Bis heute bestehen die geschäftlichen Beziehungen.

Wirtschaftsleiter Reingen und ein interessierter Kollege
Wirtschaftsleiter Reingen ist seit 2004 BioMentor und gibt biointeressierten Kollegen Tipps
(c) Agentur für Ernährungsfragen, Frankfurt am Main

Reingen hat mit allen Lieferanten klare Qualitäts- und Lieferkriterien vereinbart. Da es immer in seinem Bestreben lag, keine Massenware sondern immer qualitativ hochwertige Ware zu verarbeiten, wurde er zunehmend auf Lebensmittel aus ökologischem Landbau aufmerksam.

Als er dann im Jahr 1998 als Wirtschaftsleiter zur Hauptniederlassung der WestLB wechselte, wurde schon ein Jahr später der Lieferant für Fleisch gewechselt und wieder das Fleisch aus artgerechter Haltung bevorzugt. Zunächst hieß es jedoch noch einige Hindernisse zu überstehen. So musste beispielsweise der Personalrat sowie die Personalabteilung diesem Vorhaben zustimmen. Folge war eine Erhöhung der Eigenbeteiligung der Mitarbeiter.

Dann kam Gemüse aus ökologischem Landbau dazu, das zum damaligen Zeitpunkt vom Großmarkt bezogen wurde. Weiter wurde Brot einer ortsansässigen Biobäckerei eingekauft.

2002 dann entschloss sich die WestLB an der Kampagne "Natur auf dem Teller", die Vorgänger-Kampagne von Bio. Mir zuliebe, teilzunehmen. Partner dieser Aktion waren die CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft und das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Im Rahmen der Kampagne wurde eine Bio-Aktionswoche durchgeführt. Angeregt durch den großen Erfolg und die gute Zusammenarbeit mit den Lieferanten wurde im Anschluss das Bioangebot Stück für Stück ausgebaut. Einzelne Produkte kamen dazu: Sprossen, Keime, Käse, Molkereiprodukte. Diese Produkte sind laut Reingens Meinung einfach, schnell und rationell zu verarbeiten.

Seit 2004 nun ist Wirtschaftsleiter Reingen sogenannter BioMentor und somit Ansprechpartner für biointeressierte Kollegen.

Fleisch, Brot, Brötchen, Suppen werden derzeit zu einem gewissen Prozentsatz in Bioqualität bezogen. Seit Mitte 2003 werden sporadisch Kartoffeln aus ökologischem Landbau eingesetzt. Hier unterscheidet sich der Einkaufspreis nicht wesentlich von dem für konventionelle Ware.

Zudem werden einzelne Beilagen-Komponenten aus Bioware hergestellt, oft werden aber auch komplette Ökomenüs angeboten. Diese sind zu 100 Prozent aus ökologisch erzeugten bzw. verarbeiteten Zutaten zubereitet.

Im Jahr 2003 hat sich die Küche der WestLB dem Zertifizierungsverfahren nach den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau unterzogen und ist seitdem biozertifiziert.

Durch Fragebögen, die an die Gäste ausgeteilt werden, überprüft der Wirtschaftsleiter die Zufriedenheit seiner Tischgäste. Die Akzeptanz der Biogerichte bei den Gästen beurteilt Reingen als sehr gut.

Tipp:

Wirtschaftsleiter Christoph Reingen hält die Identifikation mit den Bioprodukte für sehr wichtig. Ebenso wichtige Säulen für ein erfolgreiches Biokonzept sind Schulungen der Mitarbeiter sowie die Sensibilisierung der Gäste für die Bioprodukte.

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Letzte Aktualisierung: 21.09.2011

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