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Das Biokonzept des St. Joseph-Krankenhauses

Chefarzt und Küchenleiter im Gespräch
(c) Agentur für Ernährungsfragen, Frankfurt am Main

Chefarzt und Küchenleiter stehen für Bio

"Eine gute medizinische Versorgung ist selbstverständlich, ein gutes Essen nicht", sagt Dr. Michael Abou-Dakn. Er ist seit Herbst 2005 neuer Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des St. Joseph-Krankenhauses und von Biolebensmitteln überzeugt. Für Abou-Dakn liegen die Vorteile auf der Hand: Bioprodukte sind reich an wertvollen Inhaltsstoffen, werden ohne den Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln, mineralischen Stickstoffdüngern und Gentechnik erzeugt - und sind äußerst schmackhaft.

Aber er sieht noch einen weiteren Grund für den Einsatz von Biolebensmitteln: "Die Ernährung in einem Krankenhaus sollte Orientierung geben, zumal in unserem Hause viele werdende Mütter auf ihre Entbindung warten und nach der Geburt die ersten Tage mit ihrem Neugeborenen hier verbringen". Wenn nicht im Krankenhaus, wo sonst sollen Patienten an eine gesunderhaltende Ernährung heran geführt werden.

Drei Prozent Bio - und das ist erst der Anfang

Ende 2005 trug Chefarzt Abou-Dakn sein Anliegen an die Klinikküche heran und traf prompt auf offene Ohren. Auch Betriebsleiter Detlef Schreiber hatte mit dem Gedanken gespielt und sich bereits erste Informationen über Biolebensmitteln eingeholt. Nach reiflicher Überlegung hat sich Schreiber für den Austausch von Produktgruppen entschieden.

Es folgten Gespräche mit zwei Lieferanten aus Berlin. Nach ersten Probeläufen stand schließlich das Angebot: Reis und Nudeln kommen ausschließlich aus ökologischem Landbau. Zurzeit beträgt der Anteil an Bioprodukten drei Prozent vom Wareneinsatz. "Dies ist erst der Anfang", so Küchenchef Detlef Schreiber.

Eine Besonderheit gibt es in der Gynäkologischen Abteilung. Hier wird für die frischgebackenen Mütter ein Frühstücksbuffet angeboten, mit Marmeladen und Cerealien aus ökologischer Erzeugung.

Mittelfristig plant er zusätzlich den Einsatz von Biogemüse, allerdings muss dafür der Speisenplan weiter optimiert werden. Die Resonanz der Patienten und Patientinnen, so Schreiber, ist durchweg positiv.

Austausch mit Kollegen

Besonders wichtig bei Erarbeitung seines Biokonzeptes war für Schreiber der Austausch mit Kollegen, die bereits Bioprodukte einsetzen. Genutzt hat er zudem spezielle Beratungsangebote für Großküchen.

Nähere Informationen erhalten Sie im Portal unter der Rubrik Aktionen.

Hotelattribute im Krankenhaus

Bereits vor dem Einsatz von Biolebensmitteln legte Küchenchef Schreiber sehr viel Wert auf eine hochwertige und gesundheitsfördernde Küche. So führte die Klinik-Küche beispielsweise im März 2005 die mediterrane Küche ein und bietet seitdem täglich ein Gericht der Mittelmeerküche an, das in der Regel fleischlos ist. Daneben können die Patienten zwischen Vollkost, leichte Vollkost, zwei Diabetiker- und einem kaliumarmen Essen sowie Sonderdiäten auswählen. In der Geburtsstation gibt es morgens ein Frühstücksbuffet und ebenso abends ein Buffet, das hat Hotelattribute.

Letzte Aktualisierung: 27.07.2011

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