oekolandbau.de - Das Informationsportal



Mehr Infos

Bio kann jeder

Die Informationskampagne für eine ausgewogene Außer-Haus-Verpflegung von Kindern und Jugendlichen

Weitere Informationen

Lieferantenverzeichnis

Überblick über bundesweite und regionale Anbieter für Bioprodukte
zum Lieferantenverzeichnis

Weblink

Info-Materialien

  • Broschüre: Bio in Schulen und Vorschuleinrichtungen
  • Broschüre: Mehr Bio ist machbar

Kostenlose Bestellung im Service-Bereich/Punkt 5: Großverbraucher
zum Bestellformular

  • Zum Herunterladen: Bio für Schulen und Kindertagesstätten
  • Zum Herunterladen: Klasse für die Masse, Mehr Bio in der Großküche

Kostenloser Download im Service-Bereich/Punkt 5: Großverbraucher
zum Archiv

Bio in der Kita-Verpflegung

Ausgewogene Ernährung im Kindergartenalter

Essensausgabe durch Koch und Erzieherin in Kindertagesstätte
(c) BLE, Bonn; Foto: D.Menzler

Bundesweit besuchen mehr als eine Million Kinder täglich eine Kindertagesstätte (Kita). Bei der Verpflegung von Kindern stehen die verantwortlichen Erzieherinnen und Hauswirtschafterinnen vor großen Herausforderungen. Im Kindergartenalter werden Vorlieben und Abneigungen für Speisen und Lebensmitteln geprägt. Deshalb ist es wichtig, den Kindern frühzeitig ein vielfältiges Angebot an Speisen zu bieten, damit sich entsprechende Präferenzen ausbilden können. Kinder, die beispielsweise erstmals im Schulkindalter an verschiedene Gemüsesorten herangeführt werden, sind schwieriger vom Geschmack zu überzeugen als Kinder, die von klein auf Gemüse verzehrt haben.

Herkunft und Anbauweise

Neben einem ausgewogenen Speisenplan ist auch die Herkunft der Lebensmittel Thema in Kindertagesstätten. Eltern und Kita-Personal sind sensibler geworden für Fragen der Regionalität und der Anbauweise. Der Einsatz von Bioprodukten spielt hier eine wichtige Rolle. Ob in der Mittagsverpflegung oder zum Frühstück - in Kitas können und werden auf unterschiedliche Art und Weise Bioprodukte eingesetzt.

Aus der Praxis

Hier finden Sie Beispiele von Kitas, die auf unterschiedliche Art und Weise Bioprodukte eingesetzt haben. Die Erzieherinnen berichten darüber, wie sie in ihrer Einrichtung mit Bioprodukten gestartet sind, wie sie die Eltern darüber informiert haben und wie sie mit dem Mehrpreis umgegangen sind. Holen Sie sich hier Tipps und Anregungen, für Ihren erfolgreichen Start mit Bioprodukten.

Zu den Praxisbeispielen

Bio-Einkauf

Die Anzahl der zu verpflegenden Kinder in einer Kita liegt im Durchschnitt bei etwa 20. Dies macht den Einkauf über Abokisten-Systeme möglich, da die täglich eingesetzte Warenmenge gering ist. Ein Vorteil, den Großküchen mit weitaus mehr Verpflegungsgästen nicht haben. Abo-Kisten bieten ihnen zu geringe Mengen und unzureichende Vorverarbeitung.

Wenn das Abo-System auch für Ihre Einrichtung in Frage kommt, finden Sie in Öko-Einkaufsführern Adressen von Anbietern in Ihrer Region. Je nach Lagermöglichkeit können verschiedene Produkte, wie Trockenware, auch auf Vorrat gehalten werden. In diesen Fällen können Bioprodukte auch über Bio-Großhändler oder den konventionellen Großhandel, sofern er ein entsprechendes Biosortiment führt, bezogen werden. Um hier die Mehrkosten zu verringern, ist die Gründung von Einkaufskooperationen mit anderen Kitas eine mehrfach bewährte Initiative. Der gemeinsame Einkauf spart Zeit und Geld.

Bio-Einsatz

Die Einrichtungen, die nicht über die Möglichkeit der Selbstversorgung verfügen und somit von einem Caterer beliefert werden, können Bioprodukte auch gut ins Frühstücksangebot integrieren. Beispielsweise können die Milch für das Müsli oder die Backwaren von einem ortsansässigen Ökolandwirt oder einer Biobäckerei bezogen werden. Gerade mit Blick auf den Mehrpreis für Bioprodukte lassen sich im Frühstücksbereich die Kosten überschaubar halten.

Als kostengünstigste Variante hat sich die Umstellung ganzer Produktgruppen erwiesen. Wenn beispielsweise nur noch Biomilch oder Äpfel aus ökologischer Erzeugung angeboten werden, ist der Mehrpreis kalkulierbarer.

Lesen Sie hier mehr zum Thema: Auswirkungen des Mehrpreises

Besichtigung eines Biobetriebs

Eine gute Gelegenheit, die Sensibilität für das Thema ökologischer Landbau sowohl bei den Eltern als auch bei den Kindern zu wecken und die Akzeptanz zu erhöhen, ist der Besuch eines Biobauernhofes oder einer Biobäckerei. Insbesondere der Besuch eines landwirtschaftlichen Betriebes hinterlässt bei Kindern einen starken emotionalen Eindruck.

Bundesweit gibt es eine Vielzahl von Biohöfen, die ihre Türe für Besuchergruppen öffnen, zum Beispiel die Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau. Hier finden Sie die Adressen von Demonstrationsbetrieben.

Oder Sie fragen direkt beim nächsten Biolandwirt nach, ob eine Besichtigung durchgeführt werden kann.

Wichtig für eine Hof-Besichtigung ist eine gute Vorbereitung. Hier finden Sie Unterlagen, die Ihre Planungen erleichtern:

Aktionsidee: Kids auf dem Biobauernhof

Aus der Forschung

Modellvorhaben zur Verpflegung mit Bioprodukten in Kindertagesstätten

Ziel dieses Modellvorhabens im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau war die Erhöhung des Anteils von Bioprodukten in der Kita-Verpflegung auf 20 Prozent. Dazu wurden verschiedene Arbeitsinstrumente entwickelt, die praxisnah den Prozess unterstützen sollten. Entstanden sind unter anderem ein Öko-Speisenplaner sowie ein Beschaffungsleitfaden. Die Arbeitsinstrumente sind für alle Verpflegungssysteme anwendbar.

Opens external link in current windowInfos zur Studie in forschung.oekolandbau.de

Letzte Aktualisierung: 14.06.2011

Seitenende