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Bio kann jeder

Die Informationskampagne für eine ausgewogene Außer-Haus-Verpflegung von Kindern und Jugendlichen

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Pfiffige Pausenverpflegung

 
Schulkinder trinken Milch, Klick auf das Bild führt zur Großansicht
Zur Kalziumversorgung von Schulkindern ist Milch ideal.
© BLE, Bonn; Foto: D. Menzler

Beim Stichwort "Schulverpflegung" denken viele zunächst an die Mittagsmahlzeit. Allerdings spielt auch die Pausenverpflegung mit Blick auf eine gesunde Ernährung eine wichtige Rolle, zumal nicht in allen Schulen eine warme Mahlzeit angeboten werden kann.

Die Liebigschule in Frankfurt am Main geht laut der Fachzeitschrift Schulverpflegung (4/2008) neue Wege: In der frisch renovierten Mensa werden rund 70 Prozent der Speisen in Bioqualität angeboten. Zusätzlich gibt es am  Pausenkiosk Gesundes für die Schulpause. In einem ersten Schritt wurden die süßen und salzigen Snacks aus dem Angebot verbannt. Stattdessen gibt es jetzt frisches Obst und Gemüse mit selbst gemachten Dips. Der neueste Renner ist die gesunde Frühstückstüte. Sie enthält ein Getränk, ein Stück Obst und ein wahlweise mit Thunfisch, Putenbrust, Käse, Schinken oder Salami belegtes Pausenbrot.

Mehr Informationen finden Sie auf der externer Link folgtInternetseite der Liebigschule Frankfurt am Main.

Literaturhinweis:

Cornelia Liederbach: Gesundes Pausenbrot für fitte Schüler.
In: Schulverpflegung, 4/2008, Seite 35

Ausgewogen und abwechslungsreich durch den Schultag

Schale mit Müsli und Beeren, Klick auf das Bild führt zu Großansicht im neuen Fenster
Ein ballaststoffreiches Müsli mit frischen Früchten macht Schulkinder fit.
© BLE, Bonn; Foto: D. Menzler

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt Empfehlungen für die Zwischenverpflegung von Schulkindern. Nach den Qualitätsstandards für die Schulverpflegung soll das Pausenfrühstück zur Deckung des täglichen Nährstoffbedarfs beitragen und die Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler erhalten. Für die gesamte Schulverpflegung werden zehn Prozent Biolebensmittel empfohlen, die sehr gut auch in der Pausenverpflegung eingesetzt werden können.

Die Qualitätsstandards für die Schulverpflegung sind in der gleichnamigen Broschüre zusammengestellt. Die Broschüre steht auf der Internetseite "externer Link folgtSchule + Essen = Note 1" zum Herunterladen bereit oder kann bestellt werden.

Wie das Beispiel der Liebigschule zeigt, gehören zu einem gesunden Pausenfrühstück belegte Vollkornbrote und -brötchen. Alternativ versorgen zuckerfreie Müslimischungen den Körper mit Energie, Ballaststoffen, Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen.

Eine extra Portion Kalzium und Eiweiß liefern Milch und Milchprodukte, wie Weich- und Schnittkäse sowie Kräuterquark. Beliebt sind zudem Fleischerzeugnisse und Wurstwaren. Allerdings sollten hier fettarme Produkte, zum Beispiel magerer Schinken sowie Braten- und Geflügelaufschnitt, angeboten werden. Für weitere Abwechslung sorgen Eier und Fisch. Insbesondere Seefisch ist ein guter Lieferant des Spurenelements Jod, welches für Wachstum und Entwicklung wichtig ist.

Butter, Margarine und Streichrahm sollten nur sparsam verwendet werden. Fettärmere Varianten bieten Quark, Frischkäse oder ein vegetarischer Brotaufstrich.

Gemüse, Salat und Obst liefern wertvolle Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Die Darreichungsformen sind vielfältig und der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, beispielsweise als Rohkostsalat, Gemüsestifte mit Dip oder als Salatgarnitur auf dem Brot. Frisches Obst sowie Früchtespieße und Obstsalat stellen gesunde Alternativen zu Schokoriegeln & Co. dar.

Ganz wichtig für die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler ist außerdem eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Empfehlenswerte Durstlöscher sind Mineralwasser, Fruchtsaftschorlen sowie Früchte- und Kräutertees.

Tipps für den Einkauf

Beim Einkauf der Lebensmittel sind saisonale und regionale Produkte vorzuziehen. Hier liegt es nahe, Bioprodukte einzusetzen, denn in der Saison sind die Preisunterschiede zwischen konventionell und ökologisch erzeugten Produkten häufig nur gering.

Eine Übersicht über das saisonale Angebot von Obst und Gemüse gibt unser externer Link folgtSaisonkalender.

Mit der richtigen Lieferantenauswahl sowie der optimalen Speisenmenge und -auswahl lässt sich ein zehnprozentiger Wareneinsatz an Bioprodukten beinahe kostenneutral umsetzen. Ökologisch erzeugte Produkte können von unterschiedlichen Lieferantentypen bezogen werden: Vom landwirtschaftlichen Betrieb bis hin zur Online-Bestellung ist je nach Bedarf alles möglich. Hier finden Sie eine Übersicht über die verschiedenen Lieferantentypen.

Hier finden Sie Adressen von Lieferanten für die Außer-Haus-Verpflegung.

Letzte Aktualisierung: 11.07.2011

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