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Bio kann jeder

Die Informationskampagne für eine ausgewogene Außer-Haus-Verpflegung von Kindern und Jugendlichen

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Projekte zum Einsatz von Bio in der Kita- und Schulverpflegung

 

Zur Umsetzung eines Biokonzeptes in der Schulverpflegung werden auch auf kommunaler Ebene Projekte angestoßen, die den Einsatz von Bioprodukten finanziell unterstützen. Sie sind innovativ und könnten Vorbild für andere Kommunen sein.

Biostadt München

Im Mai 2006 starteten Tollwood und das Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München das Pilotprojekt "Bio für Kinder", das der Münchner Stadtrat in das Projekt "Biostadt München" integrierte. Die Schwerpunkte der "Biostadt München" liegen auf der gesunden Ernährung mit ökologisch erzeugten Produkten in Schulen und Kindergärten. Ziele sind außerdem, bei stadteigenen Veranstaltungen, Empfängen und internen Bewirtungen mehr Biolebensmittel anzubieten, sowie die Anzahl von Gaststättenbetrieben mit Biospeisen zu erhöhen.

Bei "Bio für Kinder" übernehmen Unternehmen als Paten für einen begrenzten Zeitraum die Mehrkosten für die Umstellung auf 100 Prozent Bioverpflegung in Münchens Kinderbetreuungseinrichtungen. Derzeit werden noch 8 von insgesamt 32 teilnehmenden Einrichtungen gefördert (Stand September 2011). Die Projektlaufzeit der übrigen ist bereits abgeschlossen. Die Patensumme beträgt inklusive der Sachspenden 450.000 Euro.

Im Münchner Stadtrat hat "Bio für Kinder" eine Debatte um das Thema Schul- und Kindergartenverpflegung angestoßen und einiges bewegt. Nach Informationen des Referats für Gesundheit und Umwelt ist im Bereich der städtischen Kindertageseinrichtungen (Kita) der Anteil eingesetzter Biolebensmittel im Jahr 2010 gestiegen. Im Zeitraum von Dezember bis Januar 2011 betrug der finanzielle Anteil an Bioprodukten am Gesamtwareneinsatz der städtischen Kitas rund 20 Prozent. Ferner werden in den 53 städtischen Kindergrippen mindestens 50 Prozent Biolebensmitteln verwendet, wobei in einigen Einrichtungen der Anteil wesentlich höher liegt. Auch die städtischen Tagesheime servieren Biolebensmittel: Beim warmen Essensangebot liegt der Bioanteil bei 30 bis 40 Prozent.

externer Link folgtWeitere Informationen zum Projekt Biostadt München

Frankfood

Das Modellprojekt "Frankfood", das mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) gefördert wurde, hatte folgende Zielsetzungen: Zum einen die Ernährungsbildung an Frankfurter Schulen zu fördern und zum anderen, Beschaffungsstrukturen für Caterer und Schulen zum Einkauf regionaler und saisonaler Bioprodukte aufzubauen. Fünf Schulen und vier Caterer waren an diesem Modell beteiligt. Zwar ist das Modellvorhaben Mitte 2007 ausgelaufen, doch hat es in Frankfurt starke Wirkung hinterlassen. Caterer müssen beim Wareneinsatz einen Anteil von 25 Prozent regionaler Ware und 10 Prozent Bioprodukte kalkulieren. Um den Mehrpreis aufzufangen, subventioniert die Stadt Frankfurt das Mittagessen für Kinder aus sozial schwachen Familien, so dass diese nur einen Euro für ein Mittagessen bezahlen müssen.

externer Link folgtWeitere Informationen zum Projekt Frankfood

Letzte Aktualisierung: 22.09.2011

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