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Vernetzungsstelle Schulverpflegung

 

Seit Einführung des Investitionsprogramms "Zukunft Bildung und Betreuung" der Bundesregierung im Jahr 2003 ist die Anzahl der Ganztagsschulen in Deutschland gestiegen. Bundesweit werden derzeit über 1,7 Millionen Kinder und Jugendliche an insgesamt 12.000 Schulen ganztägig betreut. 

Studie 'So is(s)t Schule'

Schüler beim Mittagessen in der Mensa. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
75 Prozent der Schüler nutzen das Mittagsangebot regelmäßig.
Foto: D. Menzler

Die Schulverpflegung gewinnt durch den Ausbau der Ganztagsangebote an Bedeutung. Rund 75 Prozent der Schüler nutzen mindestens zwei- bis dreimal wöchentlich das Mittagsangebot der Schule. Das ergab eine Befragung im November 2009, die im Rahmen der Nestlé Studie "So is(s)t Schule" durchgeführt wurde. Dabei wurden rund 750 Ganztagsschüler der 5. bis 13. Jahrgangsstufe an knapp 400 Schulen sowie je einem Elternteil befragt.

Das Mittagessen sollte unter anderem gut schmecken sowie gesund sein und darüber hinaus die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit der Schüler erhalten. Dass diese Ansprüche nicht immer erfüllt werden, macht die Studie ebenfalls deutlich. Nur 43 Prozent der befragten Schüler geben dem Mittagsangebot an ihren Schulen die Noten "eins" oder "zwei". Obst und Rohkost werden nur an 60 Prozent der Schulen mindestens mehrmals pro Woche in der Mittagspause angeboten. Lediglich 48 Prozent der Kinder und Jugendlichen fühlen sich nach dem Mittagessen fit.

Nachhaltige Schulverpflegung

Essenausgabe in Schulmensa. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Essensausgabe in der Schulmensa
Foto: D. Menzler

Unterstützung bei der Realisierung eines nachhaltigen Ernährungsangebotes, das lecker schmeckt und gleichzeitig in ein pädagogisches Gesamtkonzept eingebunden ist, bieten die Vernetzungsstellen Schulverpflegung.

Die Aufgabengebiete der Vernetzungsstelle sind vielfältig. Wie der Name schon sagt, gehört zu ihren Schwerpunkten die Vernetzung der an der Schulverpflegung beteiligten Institutionen und Personen. Hierzu zählen unter anderem Schulämter, Schulleitung, Caterer, Küchenpersonal und Schüler.

Weitere Tätigkeitsbereiche sind die Informationsbereitstellung, wie etwa die Erstellung einer Anbieterdatenbank und die Darstellung von Finanzierungs- und Abrechnungsmodellen sowie Beratungs- und Fortbildungsangebote.  

Die Vernetzungsstellen auf Landesebene

Die Vernetzungsstellen sind in unterschiedlichen Institutionen angesiedelt. Beispielsweise wurde die Vernetzungsstelle in Baden-Württemberg in der Sektion der Deutschen Gesellschaft  für Ernährung (DGE) in Schorndorf eingerichtet. In Nordrhein-Westfalen ist sie Teil der Verbraucherzentrale und unterhält neben der Zentralstelle in Düsseldorf Stützpunkte in Gelsenkirchen und Paderborn.

Im Freistaat Bayern gehört die Vernetzungsstelle zum Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Abgesehen von der Zentrale in München gibt es in den acht Regierungsbezirken weitere Ansprechpartner und sogenannte "RegioTreffs Schulverpflegung" zum Erfahrungsaustausch. Bundesweit werden die Vernetzungsstellen ebenfalls zusammenarbeiten und sich regelmäßig über ihre Praxis austauschen. 

Weitere Informationen über die Vernetzungsstellen Schulverpflegung und Ansprechpartner in Ihrem Bundesland finden Sie unter externer Link folgtwww.in-form.de.

Letzte Aktualisierung: 28.04.2010

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