oekolandbau.de - Das Informationsportal



Februar 2010: Obst und Gemüse - Warengruppe mit Umsatzpotenzial

 

Anfang Februar hat die weltweit größte Messe für den Fruchthandel, die FRUIT LOGISTICA in Berlin, erfolgreich ihre Pforten geschlossen. Insgesamt kamen mehr als 53.000 Fachbesucher, um sich einen Überblick über das diesjährige Angebot an Obst und Gemüse von etwa 2.3000 Ausstellern aus aller Welt zu verschaffen.

Leichter Umsatzrückgang im Jahr 2009

Gut sortierte Obsttheke. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Die Sortenvielfalt im Bereich von frischem Obst und Gemüse in Bioqualität wächst ständig.
Foto: T. Stephan

Wie die GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) zur Eröffnung der FRUIT LOGISTICA bekannt gab, konsumierte 2009 jeder Bundesbürger 68,7 Kilogramm (kg) Obst und Gemüse. Die Tendenz ist leicht fallend. Auch 2009 stand der Verzehr von Äpfeln mit durchschnittlich 9 kg an erster Stelle beim Verbraucher, gefolgt von Bananen mit 7,1 kg und Orangen mit 4,2 kg. Beim Frischgemüse lagen Tomaten mit 4,9 kg je Bundesbürger vorne, gefolgt von Möhren mit 3,6 kg.

Für den gesamten Biomarkt wurde ein Umsatzrückgang bei Frischeprodukten festgestellt. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V (BÖLW) gab bei seiner Bilanzkonferenz im Januar 2010 bekannt, dass der Umsatz bei Gemüse 2009 um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist; beim Obst waren es 9,8 Prozent weniger als im Vorjahr und bei Kartoffeln sogar 13,5 Prozent.

So erreichte laut BÖLW der gesamte Biomarkt ein vergleichbares Umsatzniveau wie im Vorjahr; gleichzeitig stieg jedoch der Mengenabsatz. Dagegen verzeichnete der Biofachhandel ein leichtes Umsatzplus von 4 Prozent. Das ist nach Ansicht des BÖLW auf das Bedürfnis der Kunden nach regionalen, authentischen Biolebensmitteln zurückzuführen.

Frische ist das oberste Gebot

Die Warengruppe Obst und Gemüse mit dem größten Umsatzanteil auf dem deutschen Biomarkt erfordert jedoch auch ein sehr intensives Handling. Eine sachgerechte und sorgfältige Behandlung während der Lieferkette vom Erzeuger bis ins Geschäft muss gewährleistet sein, damit der Verbraucher ein optimal präsentiertes Produkt auch kauft. Unsachgemäßes Handling von empfindlichen Frischeprodukten wie Obst und Gemüse kann zu erheblichen finanziellen Verlusten führen, sowohl durch geringere Preise als auch durch Kundenabwanderung.

Frische ist das oberste Gebot beim Verkauf von Obst und Gemüse. Sortimentspflege und optimale Präsentation bedeuten in diesem Fall auch, das Warenangebot möglichst oft zu kontrollieren. Die Obst- und Gemüseabteilung ist immer noch die Visitenkarte eines Geschäftes. Hier kauft das Auge mit; hier werden wichtige Akzente für die Kundenbindung gesetzt, und hier kann sich ein Ladner besonders mit Regionalität und Saisonalität profilieren.

 

Weitere Informationen zu Obst und Gemüse

Wissen rund um Obst und Gemüse

Kompetenz drückt sich durch Wissen aus. Was muss man als Ladner über die Erzeugung und Produktion von Bioobst und -gemüse wissen? Was kann ich den Kunden an Informationen zu den einzelnen Obst- und Gemüsesorten vermitteln? Alles Wissenswerte finden sie hier:

 

Wichtige Kundenfragen zu Bioobst und -Gemüse

Was sollte man antworten, wenn der Kunde nach der Herkunft der Kartoffeln fragt, oder wenn er wissen will, ob umweltschonender Anbau das gleiche ist wie Bioanbau? Antworten und praktisches Wissen in Hosentaschenformat für Sie und ihre Mitarbeiter finden Sie in diesen Beiträgen:

 

Handling von Obst und Gemüse

Was soll ich beim Handling von Obst und Gemüse beachten? Wie sieht eine Präsentation von Obst und Gemüse aus, damit der Verbraucher von der Frische der Ware überzeugt ist? Hier finden Sie Tipps und Anregungen:

Handling von Obst und Gemüse

Lagerung von Bioobst und -gemüse

Lesen Sie, wie eine sachgerechte Lagerung von Bioobst und -gemüse zu erfolgen hat, damit Sie auch weiterhin saftige Biotomaten, knackige Möhren oder leckere regionale Äpfel dem Verbraucher anbieten können.

Lagerung von Bioobst und -gemüse

Verarbeitung von Obst und Gemüse

Bei Bioobst und -gemüse liegt zwar der Schwerpunkt eindeutig auf der Vermarktung von Frischwaren, es werden aber auch verarbeitete Produkte angeboten. Was Sie dazu wissen sollten, erfahren Sie hier:

Verarbeitung von Obst und Gemüse

Letzte Aktualisierung: 10.02.2010

Seitenende