oekolandbau.de - Das Informationsportal



Januar 2011: Importschlager Biofrische

 
Messestand mit Obst und Gemüse, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Farbenprächtige Frische in Bioqualität gibt es das ganze Jahr über zu kaufen.
Foto: Axel Wirz

Vom 9. bis 11. Februar 2011 eröffnen die internationalen Messen Fruit Logistica und Freshconex wieder in Berlin die Tore. Die globalen Leitmessen für den Handel mit frischem Obst und Gemüse (Fruit Logistica) und für frische Convenience mit Obst und Gemüse (Freshconex) werden auch dieses Jahr die Maßstäbe für das Angebot von qualitativ hochwertigem Obst und Gemüse setzten. Die Bedeutung der Messe für den Import spiegelt sich auch in dem Verhältnis der inländischen und ausländischen Aussteller wider. Von den insgesamt 2.317 Ausstellern kommen 2.070 aus dem Ausland.

Der Anteil der internationalen Aussteller mit einem Bioangebot an frischem Obst und Gemüse nimmt von Jahr zu Jahr zu, was gleichzeitig die Bedeutung der Warengruppe Bioobst und Biogemüse als stärkste Umsatzgruppe im Biohandel ausdrückt. Für den deutschen Verbraucher spielen Apfel, Banane und Orange die wichtigste Rolle beim Obstverzehr und Tomaten beim importierten Gemüse.

Die Bedeutung von importiertem Obst läst sich recht gut am Beispiel des beliebtesten Obst der Deutschen aufzeigen, dem Apfel. Laut der AMI (Agrarmarkt Informations-Gesellschaft) wurden seit dem Erntebeginn 2010 rund 24.000 Tonnen europäische Bioäpfel verkauft, was eine Steigerung von über 3.000 Tonnen gegenüber 2009 bedeutet. Und für die Zukunft werden noch weitere Steigerungen beim Verbrauch von Bioäpfeln erwartet.

Wenn man als Händler seiner Kundschaft das ganze Jahr hindurch ein umfassendes Frischeangebot präsentieren möchte, so kommt man ohne Importware nicht mehr aus. Die heimische Bioproduktion deckt die Nachfrage nicht ab, und viele Obst- und Gemüsesorten wachsen schlichtweg nicht in unseren Breitengraden. Daher gewinnen Biolebensmittel aus der EU und aus außereuropäischen Ländern (sogenannte Drittländer) immer mehr an Bedeutung.

Um als kompetenter Händler von seinen Kunden wahrgenommen zu werden, sollte man neben dem entsprechenden Wissen über die Importregeln von Bioprodukten auch über das entsprechende Produktwissen verfügen. Mit der richtigen Präsentation von exotischem Obst und Gemüse sowie einer guten Produkterläuterung, von der Herkunft über soziale Kriterien bei der Ernte bis zu Kochvorschlägen, wird importiertes Bioobst und -gemüse zum Umsatzschlager in der Frischeabteilung.

Mehr Informationen finden Sie in den folgenden Beiträgen:

Drittlandimporte

Importe von Biolebensmitteln aus Ländern außerhalb der Europäischen Union gewinnen am deutschen Ökomarkt mehr und mehr an Bedeutung. Produkte aus diesen sogenannten Drittländern dürfen in der EU nur dann unter Ökoauslobung vermarktet werden, wenn sie nach gleichwertigen Erzeugungs- und Verarbeitungsbestimmungen hergestellt wurden sowie entsprechenden Kontrollbestimmungen unterliegen wie Bioprodukte in der EU. Was zu beachten ist, lesen Sie hier:
Drittlandimporte

Importe

Welche gesetzlichen Bestimmungen für die Einfuhr von Bioprodukten aus außereuropäischen Ländern gelten, erfahren Sie hier:
Recht und Richtlinien - Drittlandsregelung

Kunden richtig beraten: Bioobst und -gemüse

Was sollte man antworten, wenn der Kunde nach der Herkunft der Orange fragt, oder wenn er wissen will, ob FairTrade das gleiche  ist wie Bioanbau? Antworten und praktisches Wissen für Sie und ihre Mitarbeiter finden Sie in diesen Beiträgen:


Wissen rund um Obst und Gemüse

Kompetenz drückt sich durch Wissen aus. Was muss man als Ladner über die Erzeugung und Produktion von Bioobst und -gemüse wissen? Was kann ich den Kunden an Informationen zu den einzelnen Obst- und Gemüsesorten vermitteln? Alles Wissenswerte finden sie hier:


Bio und Fair

Generell sollte beim Handel auf einen fairen und partnerschaftlichen Umgang zwischen Lieferanten und abnehmenden Unternehmen geachtet werden. Dies gilt aber insbesondere auch für den Handel mit den ärmeren Staaten, da hier oftmals ein größeres Ungleichgewicht der Stärke zwischen Abnehmer und Primärerzeuger vorhanden ist.
Fair & Bio - zwei Seiten einer Medaille

Letzte Aktualisierung: 04.01.2011

Seitenende