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März 2010: Nachhaltigkeit - die Tücke steckt im Detail

 

Auf der Suche nach Neuheiten auf der diesjährigen BioFach zeigten sich einige Messebesucher enttäuscht: Die angepriesenen Neuheiten waren überwiegend Varianten bisher bekannter Produkte mit scheinbar begrenztem Innovationsgrad.

Das Team der Schokoladenmanufaktur Zotter muss sich dieser Kritik nicht stellen. Sie schafften es, ein neues als "Kunst Stoff" bezeichnetes Produkt zu präsentieren und zu verkaufen: Ihre Kreation "Rosa Kokos mit Fischgummi" besteht aus feinem Fisch, veredelt im Spezialverfahren, und einer zarten rosa Kokosschicht. Fenchel und Zitrone runden den Geschmack ab.

Becher aus Kreide

Joghurtbecher der Molkerei Lobetal. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Der Becher wird bei der Produktion direkt bedruckt.
Foto: Hoffnungstaler Werkstätten GmbH

Dass Produkte auf den ersten Blick weniger innovativ scheinen als sie tatsächlich sind, zeigen die Milchprodukte der Hoffnungstaler Werkstätten. Diese bringen Milchprodukte in Bechern auf den Markt, die zu mehr als der Hälfte aus Kreide bestehen. Deckel und Becher werden aus dem gleichen Monomaterial hergestellt, so dass die Verpackung komplett aus einem leicht zu recycelnden Material stammt und auf Aluminium verzichtet werden kann.

Einen eindrucksvollen Beweis, dass sich die ökologische Lebensmittelwirtschaft stetig weiterentwickelt, lieferte eine große Sonderschau mit dem Thema "Organic + Fair" und einem "Fair & Ethical Trade Forum". Dies zeigt, dass mittlerweile viele der gehandelten Bioprodukte zum einen aus ökologischer Landwirtschaft stammen, zum anderen aber auch weiteren Kriterien einer nachhaltigen Produktionsweise entsprechen.

Verpackung aus fairem Handel

Der beschriebene "Kunst Stoff" wird aus Rohstoffen aus fairem Handel hergestellt. Die Milchprodukte von Lobetaler Bio stammen aus einem Molkereibetrieb, in dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam arbeiten. Die verarbeitete Milch stammt aus der eigenen Landwirtschaft; eine regionale Vermarktung ist vorgesehen.

Auch wenn der Innovationsgrad zunächst nur begrenzt erscheint, lässt dies keine Rückschlüsse auf den Aufwand für das Unternehmen zu. Die Vorarbeiten, um diese Produktänderungen durchzuführen, können ziemlich aufwändig sein. Beispielsweise kann der Wechsel auf Rohstoffe aus fairem Handel komplette Änderungen der Rezepturen erfordern. Die Änderung einer Verpackung kann große Investitionen bei den Verpackungsmaschinen bedeuten. Somit sollte bei der Beurteilung neuer und relaunchter Produkte stets berücksichtigt werden, welche Vorteile das neue Produkt für Mensch, Gesellschaft und Natur hat.

Weitere Informationen zur Nachhaltigkeit

Erfolgreiches Regionalmarketing im Naturkostfachhandel

Um erfolgreich am Markt agieren zu können, wird es für Naturkostfachhändler immer wichtiger, sich von anderen Geschäften abzugrenzen. Eine Variante der Positionierung ist dabei der Aufbau eines Regionalprofils für das gesamte Geschäft.

Erfolgreiches Regionalmarketing

Basiswissen regionale Bioprodukte

Die Vermarktung von regionalen Bioprdukten wird von vielen Bioladnern präferiert, jedoch: Wie finden sich Lieferanten? Wie kann regionale Ware präsentiert werden?

Basiswissen regionale Bioprodukte

Das Regional-Regal: ein Praxisbeispiel 

Es schadet nicht, ab und zu über den Tellerrand zu schauen. Beispielsweise haben konventionelle Kollegen aus dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) ein erfolgreiches Modell der Regionalvermarktung entwickelt, das Regional-Regal.

Praxisbeispiel: Regional-Regal

Fair & Bio - zwei Seiten einer Medaille

Mittlerweile gibt es viele Produkte, die neben der Biozertifizierung auch nach Kriterien des Fairen Handels zertifiziert wurden. Im folgenden Beitrag aus dem Verarbeiter-Bereich wird die Fair-Zertifizierung vorgestellt.

Fair & Bio

CO2-Zertifizierung

Maßnahmen zur Emissionsminderung sind wichtige Bestandteile nachhaltiger Entwicklung. Dementsprechend steht auch die Klimaverträglichkeit von Produkten zunehmend im Interesse von Verbrauchern und Herstellern. Durch Zertifizierungsverfahren lassen sich die Bemühungen der Unternehmen auszeichnen.

CO2-Zertifizierung

Letzte Aktualisierung: 10.03.2010

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