November 2011: Bio-Fachhandelsmessen - Treffpunkt für Akteure der Biobranche

- BioSüd und BioNord - hier trifft sich die deutsche Biobranche.
Foto: ©BioSüd/Nord
Die Herbstzeit ist traditionell die Zeit der Messen. Speziell für die Biobranche standen in den vergangenen Wochen wieder zwei wichtige Termine an: Am 2. Oktober fand in Augsburg die BioSüd und am 15. und 16. Oktober in Hannover die BioNord statt. Mit 474 Ausstellern (BioSüd) beziehungsweise 434 (BioNord) und insgesamt 7.950 Besuchern aus den Bereichen Naturkost, Naturkosmetik und Reformwaren haben beide Messen im Vergleich zum Vorjahr einen starken Zuwachs erfahren.
Der Trend zu regionalen Ausstellern hat sich verstärkt. Denn außer den bundesweit tätigen Lieferanten des Biofachhandels für Lebensmittel und Kosmetik waren an beiden Standorten auch zahlreiche regionale Anbieter wie Käsereien, Ölmühlen, Bäcker, Imker und Feinkost-Hersteller mit ihren oft handwerklich hergestellten Spezialitäten vertreten. Auch der regionale und überregionale Großhandel sowie einige Anbauverbände des ökologischen Landbaus (neben Bioland, Demeter und Naturland auf beiden Messen auch BioKreis auf der BioSüd) waren mit zahlreichen Vertragspartnern präsent.
Fachbesucher aus den Bereichen Reformwaren beziehungsweise Außer-Haus-Verpflegung fanden ebenfalls passende Angebote: Auf der Sonderfläche ReformWelt stellten Reformwarenanbieter der Neuform ihre Angebote vor. Der Info-Stand Bio-Gastro diente als Wegweiser für Produkte und Anbieter aus diesem Bereich.
Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel e.V. und der BNN Einzelhandel e.V. waren mit einem gemeinsamen Stand vertreten. Dort konnten sich Interessierte über die Aktivitäten der beiden Verbände informieren, die Broschüren des BNN Einzelhandel einsehen oder im Zuge der Kodex-Kampagne des BNN Herstellung und Handel die Möglichkeit nutzen, sich für ein speziell auf ihr Geschäft zugeschnittenes Plakat professionell fotografieren zu lassen.

- Das schätzen beide Seiten: Ladner und Hersteller begegnen sich auf Augenhöhe.
Foto: © BioSüd/Nord
Obwohl beide Messen in der Bio-Fachmessenwelt noch relativ jung sind, haben sie sich innerhalb kurzer Zeit sehr erfolgreich entwickelt. Besucher und Aussteller schätzen das besondere Flair, das diese Veranstaltungen umgibt. Hier geht es nicht nur um das Vorstellen und Verkosten neuer Produkte oder um Pflege und Aufbau von Geschäftskontakten. Die intensiven Messetage werden auch als Forum zum internen Austausch über ökologische und soziale Werte der Branche genutzt.
Wolfram Müller, einer der Veranstalter der BioSüd und BioNord bringt es auf den Punkt: "Die beiden Messen haben sich als feste Größe etabliert, weil sie Bedürfnisse der Branche optimal aufnehmen können. Sie bieten ein effizientes Forum für Business, ein Gesamtbild der deutschen Biobranche und einen Gesamtüberblick über ihre Angebote. Gleichzeitig haben sie eine besondere Atmosphäre, ein "unter sich sein", das eine besondere Qualität des Austauschs möglich macht. Und dieser Austausch findet an den Ständen und in den Gängen statt."
Das bestätigt auch Hildegard Bollenbach vom Biomarkt Abraxas in Neustadt an der Weinstraße. "Der Termin für die BioSüd steht fest bei mir im Kalender. Dieser Messetag lohnt sich jedes Mal: Die Ausstellung ist überschaubar, die Qualität der Gespäche stimmt und die Atmosphäre unter den Besuchern und Ausstellern ist einfach sympathisch."
Gerade kleinere und regionale Hersteller nutzen die BioNord und BioSüd, um den direkten Kontakt zu den Ladnern zu suchen. Und umgekehrt ist es vorteilhaft, wenn der Ladner seinen Lieferanten persönlich kennt. Denn das wiederum ist der Grundstock, mit dem sich Transparenz und Vertrauen beim Endverbraucher schaffen lassen.
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Weiterbildung
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Letzte Aktualisierung: 01.11.2011

