oekolandbau.de - Das Informationsportal



September 2011: Obst und Gemüse in der Kundenkommunikation

 
Verkäuferin berät Kundin vor einer Gemüsetheke. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Gut präsentierte und beschilderte Ware ist die halbe Miete. Informiertes und angemessen ausgebildetes Verkaufspersonal ist die andere Hälfte.
Foto: T. Stephan

Das Angebot deutscher und regionaler Gemüsesorten ist trotz des feuchten Sommerwetters in diesem Jahr weitestgehend stabil. Dementsprechend konnten sich auch die Großhandelspreise nach den üblichen Schwankungen zu Beginn der Saison weitestgehend festigen. Der Obstmarkt kommt derzeit erst langsam in Fahrt - die Lage hier ist jedoch differenzierter zu betrachten. "Wir haben wegen des extrem feuchten Wetters dieses Jahr nur ein sehr begrenztes Angebot an Beeren", kommentiert ein Mitarbeiter des Großhandels Terra Naturkost aus Berlin. "Das ist letztendlich dann auch an den Preisen erkennbar, die an die Kunden weitergegeben werden müssen." Das Unternehmen liefert in Nord- und Ostdeutschland ökologische Ware an den Einzelhandel und setzt dabei auch auf regionale Partnerschaften mit Erzeugern.

Die Vermarktung regionaler Gemüsesorten dagegen läuft gut - bei den Bauern aus dem Berliner Raum sind dies besonders Salate, Kräuter und natürlich Kartoffeln. Ein ähnliches Bild zeichnet sich im Süden der Republik ab. Beim Handelskontor Willmann in Vaihingen an der Enz kann man auf ein breites Spektrum regionaler Gemüsesorten zurückgreifen. Die Vermarktung von Spezialitäten wird hier als zukunftsweisend gesehen. "Wir haben gute Erfahrungen mit der Vermarktung samenfester Sorten hier aus der Region", lautet der Kommentar aus der Einkaufsabteilung des Handelskontors. "Nachdem die Ladner die Samenfestigkeit zunächst im Zusammenhang mit Karotten an die Verbraucher kommunizieren konnten, sind jetzt samenfeste Tomaten im Kommen. Die besondere Qualität dieser Tomaten und der damit verbundene höhere Preis lassen sich unserer Erfahrung nach auch gut an die Kunden im Einzelhandel kommunizieren".

Hier ist also wieder die Kompetenz der Einzelhändler gefragt - Kundenkommunikation und Ausbildung des Personals spielen dabei eine große Rolle. Denn wer beispielsweise über die Notwendigkeit von samenfesten Sorten informieren kann, kann damit auch den höheren Preis begründen. Es lohnt sich also, den Aufwand einer sachgerechten Beschilderung zu betreiben und in Informationsmaterial und Weiterbildung der Mitarbeiter in diesen Bereichen zu investieren. Meist bieten Großhändler Weiterbildungsmaßnahmen für Verkaufspersonal an.

Mehr Informationen

Verkauf regionaler Produkte

Um erfolgreich am Markt agieren zu können, wird es für Naturkostfachhändler immer wichtiger, sich von anderen Geschäften abzugrenzen. Eine Variante der Positionierung ist dabei der Aufbau eines Regionalprofils für das gesamte Geschäft.
Erfolgreiches Regionalmarketing im Naturkostfachhandel

Pfanzenzucht: Praxisbeispiel

Im milden Klima des Oberrheingrabens zwischen Freiburg und Basel baut die Gärtnerei Piluweri ganzjährig eine Vielzahl von Gemüse, Salaten, Kartoffeln und Kräutern an. Diese werden über Wochenmärkte und den Naturkost(groß)handel vermarktet. Die vier Betriebsleiter engagieren sich seit Jahren in der Saatgutvermehrung und der biologisch-dynamischen Züchtung von Gemüsesorten.
Samenfeste Sorten für den biologischen Erwerbsgartenbau

Ziele der ökologischen Pflanzenzüchtung

Das konventionelle Anbausystem schafft andere Wachstumsbedingungen als der ökologische Anbau. Daraus ergeben sich andere Ziele und Schwerpunkte für die Züchtung
Ziele der ökologischen Pflanzenzüchtung

Freilandtomaten

Tomaten sind im Laufe der letzten 100 Jahre vom Exoten zum wichtigsten Gemüse in Deutschland geworden. Ein Großteil der hierzulande verzehrten Tomaten wird über große Entfernungen importiert, zu Lasten der Qualität und oft auch der Arbeitsbedingungen.
Tomatensorten für den Freilandanbau

Werteoffensive: Bio kann mehr!

"Bio kann mehr!" ist eine bundesweite Aktion zur Profilierung des Naturkostfachhandels und der Biomarken. Die Kampagne wurde vom Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) initiiert.
Informationen zu "Bio kann mehr!"

Letzte Aktualisierung: 01.09.2011

Seitenende