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Bio to go: Speisen zum Mitnehmen

 

Speiseangebote im Bioladen

Teigtaschen, Minipizza und Schnecken. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Wer Teigtaschen und Minipizza als Snack anbietet, sollte diese auch auf Kundenwunsch erwärmen können.
Foto: A.Wirz

Bei immer mehr Verbrauchern "bleibt die Küche kalt", es wird zu Hause immer weniger gekocht und gegessen. Neben den klassischen Mahlzeiten gewinnen Zwischenmahlzeiten an Bedeutung, die man im Büro, auf der Arbeitsstätte oder unterwegs einnehmen kann. Auf dem Markt für die Außer-Haus-Verpflegung werden inzwischen mehr als 33 Prozent der Haushaltsausgaben für Essen und Trinken ausgegeben. Besonders gefragt sind Snacks, Salate, Suppen oder so genanntes Food to go (Mahlzeiten zum Mitnehmen).

Durch die  zunehmende Zeitknappheit im Alltag wird eine gesunde und ausgewogene Ernährung immer mehr vernachlässigt. Gleichzeitig wächst jedoch das Bedürfnis bei dem Verbraucher, sich bewusst zu ernähren. Dieser Trend zum "schnellen, aber gesunden Essen unterwegs" bietet Biohändlern ein großes Potenzial. Hier können sie sich profilieren und von dem Wachstum dieses Marktsegmentes profitieren, denn Frische und Produkte für eine bewusste Ernährung zeichnen den Naturkosthandel aus. Mit frischen Produkten kann durch ein besonders hochwertiges Food-to-go-Angebot das Image gut gestärkt werden. Dies steigert  die Kundenbindung und auch noch die Kundenfrequenz.

Doch nicht jeder Ladentyp ist für die Errichtung eines Biobistros geeignet. Je nach Kundenstamm und Geschäftstyp - vom Supermarkt über den klassischen Bioladen bis zur Biobäckerei und -fleischerei  - eignen sich unterschiedliche Angebotsformen. Möglich sind zum Beispiel ein zusätzlicher Kaffeeausschank, eine Erweiterung des Angebotes mit belegten Brötchen und Sandwiches, das Angebot von einfachen Salaten und Wraps, Suppen und Eintöpfen, Desserts oder Obstsalaten bis hin zu warmen Mittagsmenüs mit Gratins, Quiches oder Nudelgerichten.

Je stärker die Ausrichtung des Angebotes in den gastronomischen Bereich geht, umso anspruchsvoller wird die Planung und Umsetzung im eigenen Ladengeschäft. Ein Biobistro wird betriebswirtschaftlich anders geführt. Der Personalschlüssel eines gastronomischen Betriebes ist nicht mit dem eines Fachgeschäfts vergleichbar. Auch die Stoßzeiten und die Kundenfrequenz unterscheiden sich vom normalen Handelsgeschäft. Inzwischen gibt es einige kompetente Beratungsunternehmen, die bei der richtigen Planung eines Biobistros behilflich sein können und aufzeigen, welche betriebswirtschaftlichen Punkte oder rechtlichen Auflagen beachtet werden müssen.

Bei der Konzipierung eines Speisenangebots im Bioladen ist die Kontrollpflicht nach den Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau zu beachten. Umfassende Informationen hierzu finden Sie im Großverbraucherbereich von Oekolandbau.de.

Lösungen für unterschiedliche Ansprüche

Rohkost in Salattheke. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Frische Rohkost kann im Salatbüffet oder auch vorportioniert angeboten werden.
Foto: A.Wirz

Auch für kleine Geschäfte oder Bäckereien/ Metzgereien mit wenig Ladenfläche gibt es genügend Ansätze, um erfolgreich den Snack- und Food-to-go-Bereich auszuweiten. Bei der Planung sollte zuerst geprüft werden, welches Angebot zur Kundschaft passt. "Bio" und "Gesundheit" sind zwei Attribute, die sich gut ergänzen - somit sollte der ernährungsphysiologische Ansatz einer gesunden und abwechslungsreichen Mahlzeit nicht vernachlässigt werden. Diesen Anspruch erfüllen leichte, frische und vollwertige Gerichte wie verschiedene Salatvariationen mit Sprossen und Nüssen, abwechslungsreiche Antipasti (Vorspeisen) oder warme Eintöpfe und Aufläufe. Bei der Planung des Angebots ist zu berücksichtigen, dass alle Speisen zum Mitnehmen geeignet sind.

Theke mit heißen Speisen im Wok. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Das Auge isst mit: Auch das Anrichten der Speisen ist wichtig.
Foto: A.Wirz

Das Auge isst mit. Und deshalb ist neben der Auswahl des Speisangebotes die attraktive Präsentation dieses neuen Bereiches im Ladengeschäft ebenso wichtig. Hier fallen die höchsten Investitionskosten für den neuen Geschäftszweig an, denn Präsentationstheken sind teuer.

Bei der Planung muss der täglichen Vorbereitung der Speisen besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Wer dafür nicht genug Personal und Zeit hat, sollte sich nach kompetenten Partnern und Vorlieferanten umschauen, die die gewünschten Speisen servierfertig (ready-to-serve) liefern. Exemplarisch sei hier die Firma Bio-Betrieb Käpplein zu nennen, die gerade für kleine Ladentypen ein komplettes Food-to-go-Konzept anbietet. Unter dem Namen "Bio-Gourmet-Lunch" können sich Ladner regelmäßig mit frischen Speisen beliefern lassen. Das Sortiment umfasst raffinierte Salatkreationen (lose oder in Salatschalen mit Dressing), geschmackvolle Antipasti, warme Eintöpfe und Aufläufe sowie erfrischende Obstschalen und ausgewogene Müslis sowie weitere genussvolle Beilagen – alles in Bioqualität. Zu dem Konzept gehört auch die Bereitstellung einer passenden Präsentationstheke, abgestimmt auf die Verkaufsfläche und das Speisenangebot, damit die Ware optimal präsentiert werden kann.

Letzte Aktualisierung: 10.11.2011

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