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Dezember 2011: Das Geheimnis von Omas Lebkuchen

In der Weihnachtsbäckerei …

Zimtstangen. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Zimtstangen
Bild: © Light Impression - Fotolia.com

… gibt es manche Leckerei. Jetzt beginnt wieder das große Plätzchenbacken und aus der Küche ziehen verlockende Düfte durch das Haus und verkünden das herannahende Weihnachtsfest. So ist es auch bei Hannas Oma: Melanie und Hanna sind bei ihr zu Besuch und wollen in diesem Jahr das Geheimnis von Omas leckeren Lebkuchen lüften.

"Mein Geheimnis, ihr Lieben, das sind die Lebkuchengewürze: Bei mir sind es Zimt, Nelken, Koriander, Piment, Vanille, Ingwer, Kardamom, Muskatblüte und Sternanis."

Hanna und Melanie schauen sich an: Große Fragezeichen stehen in ihren Augen. "So viele verschiedene Gewürze. Die kenn' ich gar nicht alle", staunt Melanie.

Kardamomkapseln. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Kardamom
Bild: © OMKAR A.V - Fotolia.com

"Einige der Gewürze werden bei uns nicht so häufig in der Küche verwendet. Zum Beispiel Kardamom, das kennen viele tatsächlich nur aus der Weihnachtsbäckerei. Wisst Ihr, wo diese kostbaren Gewürze herkommen?", fragt die Oma. Hanna und Melanie schütteln ihre Köpfe. "Nee", antwortet Hanna, "da hab ich noch nie drüber nachgedacht."

Wunderbare Reise in die Welt der Gewürze

"Also", beginnt die Oma ihre Reise in die weite Welt der Gewürze, "die meisten dieser Gewürze kommen von sehr weit her." Oma zeigt Hanna und Melanie die Zimtstangen: "Zimt kennt ihr, den nehm' ich zum Beispiel für meine Apfelküchle und die köstlichen Zimtsterne". Zimt ist eines der ältesten Gewürze. Es wird aus der Rinde des Zimtbaumes gewonnen. Zimt kommt zum Beispiel aus Sri Lanka, aus Birma oder von der südindischen Küste.

Muskatnuss. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Muskatnuss: Frucht mit Samen, der von einem Samenmantel (Macis) umgeben ist. Die eigentliche Muskatnuss ist der Kern des Samens.
Bild: © boeth - Fotolia.com

Und diese kleinen grünlichen Kapseln? "Das ist Kardamom, ein Verwandter vom scharfen Ingwer". Die Kapseln sind die Samenhülsen einer schilfähnlichen Staude, die in Indien wächst. Oma öffnet die Kapseln und reicht den Kindern die Samen. "Hier, kaut mal vorsichtig darauf." "Wow", staunt Melanie, "das ist erst süß und dann scharf!". Gewürze sind die einzige Medizin, die schmeckt, ist Oma überzeugt: "Kardamomsamen helfen übrigens prima bei Mundgeruch."

"Und das hier sind Muskatblüte und Muskatnuss." "Muskatnuss kenn' ich", sagt Hanna, "davon reibt meine Mutter immer über den Spinat!" "Ja, und für Kartoffelbrei", zwinkert die Oma. Eigentlich liegt die Muskatblüte (Macis) wie eine Hülle um die Muskatnuss. "Beides kommt in unseren Lebkuchenteig." Ursprünglich kommt Muskat von den Molukkeninseln bei Indonesien, wo sie an riesigen Bäumen wachsen. Heute gibt es Muskatnussbäume in Indien, Sri Lanka, Indonesien und Grenada. Genauso wie die Gewürznelken hier. Die kleinen braunen Knospen schmecken sehr intensiv und werden wie alle kostbaren Gewürze sparsam verwendet. "Wenn ihr wollt, könnt ihr ein paar Nelken in diese Orange stecken, das sieht schön aus und duftet fein."

Nelken. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Nelken
Bild © Haris Rauf - Fotolia.com

Dieser hübsche Sternanis stammt aus China und Vietnam. "Ihr könnt mal zählen, wie viele Zacken der Stern hat". "Acht!", rufen beide Mädchen im Chor, "und in jeder Zacke liegt ein Samen". Sein chinesischer Name bedeutet acht Zacken. Sternanis schmeckt wie Anis nach Lakritz. Die Oma kann gar nicht mehr aufhören mit dem Erzählen. Richtig neugierig hat sie Hanna und Melanie gemacht.

Zum Backen nimmt die Oma am liebsten ganze, ungemahlene Gewürze und zerkleinert sie in ihrem Mörser selbst. Das dürfen heute Hanna und Melanie machen und sind begeistert über die tollen Gerüche, die beim Zerkleinern der einzelnen Gewürze entstehen. Das also ist das Geheimnis von Omas superleckeren Lebkuchen.

Sternanis. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Sternanis
Bild: © photocrew - Fotolia.com

Die beiden haben an diesem Nachmittag noch viel Spaß beim Lebkuchenteig kneten und beim Bestreichen der Oblaten und können es kaum abwarten, dass die Lebkuchen in den Ofen geschoben werden. Doch so schnell geht das nicht.

Damit die Lebkuchen vor dem Backen ruhen können, machen es sich Hanna, Melanie und Oma mit einem Buch über Gewürze und einem Weltatlas vor dem Kamin gemütlich. Hier wollen sie ihre Reise durch die Welt der Gewürze fortsetzen und erfahren, wie diese den weiten Weg in unsere Küchen gefunden haben. Proviant haben die drei natürlich auch dabei: leckere, selbst gebackene Plätzchen. Nur schade, dass die Lebkuchen noch nicht fertig sind…

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Letzte Aktualisierung: 01.12.2011