Wo geht's denn hier ins Ökoland?

- Das deutsche Biosiegel: Sechseck mit Schriftzug Bio.
Biolebensmittel gibt es heute schon fast an jeder Ecke: Du kannst sie im Bioladen, Biosupermarkt und Reformhaus kaufen, aber auch in immer mehr Supermärkten. Auch viele ganz normale Bäckereien bieten inzwischen zusätzlich Biobackwaren an. Im Hofladen beim Biobauern kannst du nicht nur einkaufen, sondern dir auch gleich ein Bild vom vielfältigen Hofleben machen. Einige Biobauern verkaufen ihre Produkte auch regelmäßig auf dem Wochenmarkt. Spezielle Lieferdienste (zum Beispiel eine sogenannte Abo-Kiste) und der Bioversandhandel bringen Bio sogar direkt vor die Haustür. Auch immer mehr Schulküchen und Restaurants bieten inzwischen leckeres Bioessen an.
Achte beim nächsten Einkauf mal darauf, ob du Bioprodukte entdeckst. Kleiner Tipp: Am EU-Bio-Logo oder auch am deutschen Bio-Siegel erkennst du Bioprodukte auf einen Blick.
Da stellt sich mancher die Frage: "Sind Biolebensmittel immer echt?" Die Antwort ist einfach und klar: Ja, es ist immer Bio drin, wo Bio draufsteht. Denn Bio ist gesetzlich geschützt. Ähnlich wie bei der regelmäßigen technischen Überwachung des Autos (TÜV) ist jeder Biobauernhof und jeder Biobetrieb bei einer Ökokontrollstelle gemeldet. Mindestens einmal im Jahr werden die Betriebe kontrolliert. Die Nummer der Ökokontrollstelle steht auf jedem Bioprodukt und ist neben dem Biosiegel ein Zeichen dafür, dass es "echt" ist.
Was ist anders bei Bio?
Im Mittelpunkt des Ökolandbaus steht die sogenannte Kreislaufwirtschaft. Der Biobauer bewirtschaftet seinen Hof so weit wie möglich in einem geschlossenen Betriebskreislauf. Das bedeutet, dass er das Futter für seine Tiere (zum Beispiel Heu, Silage) und den Dünger (zum Beispiel Mist, Jauche) für seine Felder selbst auf dem Hof erzeugt. Im Idealfall hält er also nur so viele Tiere, wie die Ernte von den Feldern auch ernähren kann. So erreicht er eine gute Qualität seiner Ernte und schont die Umwelt.
Der Biolandwirt muss seine Tiere gut kennen und wissen, was sie brauchen. Denn sie sollen gesund bleiben, sich wohlfühlen und ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben können. Deshalb haben die Tiere auf dem Biohof genügend Platz und Auslauf. Wenn du mehr über den Ökolandbau erfahren möchtest, haben wir noch jede Menge Lesefutter für dich:
Bodenfruchtbarkeit: Guter Boden für gutes Gemüse
Ein gesunder und lebendiger Boden ist das Wichtigste für einen Ökoacker. Biolandwirte erhalten und erhöhen mit ihren sanften Methoden die Bodenfruchtbarkeit und den Humusgehalt der Böden.
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Fruchtfolge: Abwechslung auf dem Acker ist so wichtig wie auf unserem Speiseplan
Die verschiedenen Feldfrüchte ergänzen sich gegenseitig und hinterlassen im Boden eine Reihe von Nährstoffen, die von der nächsten Feldfrucht wiederum gut gebraucht werden können. Optimal ist es, wenn die Pflanzen sich genau die Nährstoffe aus dem Boden holen können, die sie brauchen.
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Letzte Aktualisierung: 18.01.2012






