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Bio und Fair – ein starkes Team

Die Begriffe "fair" und "Fairness" kennt ihr bestimmt aus dem Sport. Ins Deutsche übersetzt heißt Fairness so viel wie anständiges Verhalten, ehrlich gegenüber anderen sein, angemessen, ordentlich und gerecht handeln. Fairness gibt es auch im Ökolandbau: fairer und sozialer Umgang mit den Menschen, mit den Tieren und mit der Natur. Vielleicht hast du auch schon einmal was vom fairen Handel und von fairen Preisen gehört.

Fairer Handel hilft

Fairtrade Logo
Am FairTrade-Logo kannst du fair gehandelte Produkte erkennen.
(c) TransFair

Mit dem Begriff "Fair Trade“ ist der gerechte Handel mit Lebensmitteln wie Kakao, Tee, Kaffee, Bananen und anderen Produkten gemeint. Gerecht sollen zum Beispiel der Lohn und die Arbeitsbedingungen für die Menschen sein. Für uns klingt das ganz selbstverständlich, aber in den Entwicklungsländern ist das nicht unbedingt der Fall. Geringe Löhne, schlechte Ernten und niedrige Weltmarktpreise erschweren Kleinbauern und Plantagenarbeitern eine sichere Existenz.

Damit es gerechter zugeht, haben sich Menschen aus der ganzen Welt zusammengetan. Sie kümmern sich um einen fairen Handel und sind faire Partner, indem sie für die Lebensmittel einen höheren Preis bezahlen. Nur so kann auch den Arbeitern auf den Plantagen ein höherer Lohn bezahlt werden. Mehr Geld wird auch dafür benötigt, dass zum Beispiel Schulen gebaut werden, damit die Kinder in die Schule gehen können und es keine Kinderarbeit mehr auf den Plantagen gibt.

Auf diese Weise kann jeder von uns mit dem Kauf von Lebensmitteln aus fairem Handel etwas dafür tun, dass den Familien und Kleinbauern auf den Plantagen geholfen wird.

Doppelt gut: Bio und Fair

Zur Verbesserung der Lebenssituation der Kleinbauern und Arbeiter trägt auch der Bioanbau bei. Im Bioanbau werden keine chemisch-synthetischen Düngemittel und Pflanzenschutzmittel verwendet. Diese Mittel sind teuer und erfordern besondere Schutzmaßnahmen bei der Verwendung, da sie zum Teil gefährlich sind.

Stattdessen wird mit ökologischen Anbaumethoden versucht, die Fruchtbarkeit des Bodens zu erhöhen. Ein gesunder und lebendiger Boden ist die Grundlage für gesunde Lebensmittel. Der Bioanbau zeigt, dass es auch anders geht: Er ermöglicht eine Produktion im Einklang mit der Natur und der Gesundheit der Arbeiter. Da ist es gut zu wissen, dass immer mehr fair gehandelte Lebensmittel aus biologischem Anbau stammen.

Beispiel Biobananen

Mädchen mit Bananen, Klick auf Bild öffnet Großansicht
Fair gehandelte Biobananen sind gut für dich, die Umwelt und die Menschen in den Entwicklungsländern.
Foto: D. Menzler

Die beliebteste und bekannteste Frucht, die in Entwicklungsländern angebaut wird, ist die Banane. Bananen wachsen in tropischen und subtropischen Regionen, zum Beispiel in Afrika, Süd- und Mittelamerika oder auch in der Dominikanischen Republik.

Im biologischen Bananenanbau wachsen die Bananenstauden in sogenannten Mischkulturen mit anderen Nutzpflanzen. Als Schattenspender dienen zum Beispiel Kokospalmen. Zwischen den Bananenstauden können noch Gemüse und Hülsenfrüchte angebaut werden. So können die kleinbäuerlichen Familien mit dem Verkauf der Bananen ihren Lebensunterhalt sichern, während sie das Gemüse und die Hülsenfrüchte für ihre eigenen Mahlzeiten verwenden.

Übrigens: Faire Biobananen findest du zum Beispiel im Weltladen, Naturkostladen und vielen Supermärkten. Wenn nicht, dann frag danach – wenn viele Menschen nach fair gehandelten Bioprodukten fragen, werden sich die Händler sicher ihre Gedanken dazu machen…

Kuh-l: Mach mit beim großen Schülerwettbewerb rund um den Biolandbau

Das Thema für die neue Runde des Wettbewerbs heißt "Bio+Fair – damit erreichen wir mehr!". Es geht dabei darum, herauszufinden, welche besonderen Werte hinter "Bio" stehen.

Weitere Informationen zum Schülerwettbewerb findest du hier.

Letzte Aktualisierung: 07.02.2011