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Der Regenwurm: Er gräbt und gräbt und gräbt

Regenwürmer im Kompost

Regenwürmer graben Gänge und Höhlen in den Boden. Sie ziehen abgestorbene Pflanzenteile in den Boden und fressen sie auf. Entscheidend ist auch, was hinten wieder rauskommt: Der Regenwurmkot düngt den Boden. Tiefere Bodenschichten werden von Regenwürmern nach oben gebracht und vermischt. Die mit Schleim tapezierten Wurmgänge bleiben längere Zeit stabil und lassen Wasser und Luft an die Wurzeln von Pflanzen. Durch die unermüdliche Arbeit der Regenwürmer entsteht lockerer und fruchtbarer Humus.

Lockerer und fruchtbarer Humus

Der Biobauer weiß die tatkräftige Unterstützung der Regenwürmer besonders zu schätzen und tut etwas dafür, dass es ihnen im Boden gefällt. Mit Egge oder Grubber arbeitet er zum Beispiel die Pflanzenreste und den Stallmist in den Boden ein: als Nahrung für die Regenwürmer und die zahlreichen anderen Bodenlebewesen. Der fruchtbare Boden ist die beste Voraussetzung für ein gesundes und natürliches Pflanzenwachstum.

Wie der Regenwurm in der dunklen Erde seinen Weg findet

Anstelle von Augen haben die Regenwürmer in ihrer Haut Lichtsinneszellen. Die meisten Lichtsinneszellen sind am Vorder- und am Hinterende des Wurms zu finden. Mithilfe der Lichtsinneszellen kann der Regenwurm hell und dunkel wahrnehmen. Das ist für ihn sehr wichtig, da es sonst schnell passieren könnte, dass der Regenwurm - ohne es zu merken - aus der Erde heraus gekrochen kommt. Und außerhalb der Erde lauern viele Gefahren: Zum Beispiel trocknet die Sonne seine schleimig feuchte Haut aus. Und für Igel und Vögel (z.B. Amseln und Singdrosseln) ist er ein leicht gefundener Leckerbissen.

Übrigens: Wenn du Lust hast, einen Regenwurm genau unter die Lupe zu nehmen, schau mal unter "Mach mit" nach. Da gibt es eine Bauanleitung für einen  Regenwurmkasten zum Beobachten der Tiere.

Letzte Aktualisierung: 17.09.2011