Who is

Es lebe der Boden – der Boden lebt!

Kein Leben ohne Bodenleben

Laufkäfer beim Ausruhen. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Ein Laufkäfer beim Ausruhen.
© M.R. Swadzba - Fotolia.com

Für manche ist es einfach nur Dreck unter unseren Füßen. Aber bei genauem Hinschauen wird deutlich: Ohne Boden wäre unser Leben nicht vorstellbar. Fruchtbarer Boden ist die Grundlage dafür, dass Pflanzen wachsen, und damit auch die Grundlage für unsere Lebensmittel. Kurzum, der Boden ist die Lebensgrundlage für alle Lebewesen auf der Erde. Kein Wunder also, dass Biolandwirte besonderes auf den Boden achten und versuchen, die Fruchtbarkeit des Bodens zu erhalten oder zu erhöhen.

Im Boden ist was los

Tatsächlich gibt es in einer Handvoll gutem Boden mehr Lebewesen als Menschen auf der Erde. Ein unvorstellbares Gedränge. Die meisten davon kannst du mit dem bloßen Auge gar nicht erkennen. Sie sind so winzig, dass man sie nur mit einem Mikroskop sehen kann: Kleinstlebewesen wie Pilze und Bakterien. Käfer, Larven, Tausendfüßer, Asseln, Springschwänze und Milben kannst du dagegen noch mit der Lupe oder sogar mit dem bloßen Auge erkennen.

 

Ein Mal Boden umgraben, bitte!

Regenwurm in Erde. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Ein Regenwurm bei der Arbeit.
Foto: T.Stephan

Besonders leicht sind im Boden Regenwürmer zu entdecken. Sie leisten im Boden Schwerstarbeit. Sie graben Gänge und Höhlen in den Boden. Durch die zahlreichen Regenwurmgänge wird die Erde locker, Luft und Wasser können tief eindringen. Regenwürmer ziehen abgestorbene Pflanzenteile und Laub in den Boden und fressen sie auf. Ihr Kot ist ein guter Dünger. Durch ihr unermüdliches Graben werden tiefere Bodenschichten nach oben gebracht und vermischt. All dies macht den Boden fruchtbarer.

Bis ein Pflanzenstängel oder ein Blatt vollständig in Humusstoffe umgewandelt ist, braucht es allerdings viele Beteiligte. Jedes Blatt muss mehrfach durch Bodenlebewesen gefressen werden. Dabei wird der jeweilige Kot immer wieder von "Kotfressern" aufgenommen und weiter zersetzt.

Reges Bodenleben

Viele Maßnahmen im Biolandbau fördern das Bodenleben. Mit Egge, Grubber oder Pflug arbeitet der Biolandwirt zum Beispiel die Pflanzenreste und den Mist seiner Hoftiere in den Boden ein. Das ist Futter für die zahlreichen Bodenlebewesen. So entsteht ein Kreislauf: Die Bodentiere verwandeln das Material in nährstoffreichen Humus. Diese Nährstoffe stehen dann wiederum den Pflanzen für das Wachstum zur Verfügung, die auf dem Boden angebaut werden.

Letzte Aktualisierung: 23.02.2011