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Faires Bio-Angebot

Die Begriffe "fair" und "Fairness" kennt ihr bestimmt aus dem Sport. Ins Deutsche übersetzt, heißt Fairness so viel wie anständiges Verhalten, ehrlich gegenüber anderen sein, angemessen, ordentlich und gerecht handeln. Fairness gibt es auch im Ökolandbau: fairer und sozialer Umgang mit den Menschen, mit den Tieren und mit der Natur. Vielleicht hast du auch schon einmal was vom fairen Handel und von fairen Preisen gehört.

Preiswert statt billig

Landwirt vor Hofgebäude
Landwirte brauchen faire Preise für ihre Produkte.
Bild: D. Menzler

Biobauern brauchen – genauso wie ihre konventionell arbeitenden Kollegen – faire Preise für ihre Lebensmittel, nur dann können sie ihre Landwirtschaft auch in der Zukunft weiter betreiben.

Aber nicht nur die Bauern müssen von ihren Produkten leben können. Auch auf dem weiteren Weg vom Acker auf den Teller sind viele Menschen beteiligt, die von ihrer Arbeit, zum Beispiel in der Lebensmittelverarbeitung und im Handel, leben müssen. Nur durch ein faires Miteinander kann das gut gelingen. Denn nicht zuletzt müssen wir uns die Bioprodukte auch leisten können.

Bioqualität gibt es nicht zum Nulltarif

Bioprodukte sind tatsächlich meist teurer als Nicht-Bioprodukte. Das hat mehrere Gründe: Die Biokuh gibt zum Beispiel weniger Milch, auf dem Acker fällt die Getreideernte weniger üppig aus. Der Biolandwirt hat mehr Arbeit, wenn er zum Beispiel Unkraut jätet oder den Boden bearbeitet, um ihn fruchtbar zu erhalten.

Um den Bedürfnissen der Tiere gerecht zu werden, braucht der Biobauer genügend Platz im Stall und auch genügend Fläche, um das Futter selbst zu erzeugen. Damit auch Bio drin ist, wo Bio draufsteht, wird regelmäßig kontrolliert, ob alle Richtlinien eingehalten wurden. All das ist mit höheren Kosten im Vergleich zur herkömmlichen Landwirtschaft verbunden.

Weniger ist mehr

Erdbeeren
Schont die Umwelt und den Geldbeutel: Obst während der Hauptsaison aus der Region kaufen.
Bild: Frank Wörner

Obwohl Bio meist teurer ist, heißt das nicht, dass am Ende des Monats weniger Geld im Geldbeutel ist. Denn es hängt auch davon ab, welche Biolebensmittel man kauft.

Früher gab es zum Beispiel den "Sonntagsbraten". Weil Fleisch ein wertvolles und hochwertiges Lebensmittel ist, kam es nicht jeden Tag auf den Tisch. Aus gesundheitlichen Gründen wäre das auch heute noch sinnvoll, denn die Deutschen essen meist zu viel Fett und zu viel tierisches Eiweiß. Wenn Fleisch wieder seltener auf den Tisch kommt, ist das nicht nur gut für die Gesundheit, sondern schont auch den Geldbeutel. Denn Fleisch ist teurer als viele andere Lebensmittel, wie zum Beispiel Kartoffeln oder Reis. Und vom Gesparten kann man sich dann auch das teurere Biofleisch kaufen. Das heißt: Wer weniger Fleisch isst, kann leckeres Biofleisch genießen, ohne dabei arm zu werden.

Bio ist den Preis wert

Auch wenn du einheimisches frisches Obst und Gemüse zu der Zeit kaufst, in der es gerade Saison hat, schmeckt es nicht nur besonders gut, du kannst eine Menge dabei sparen. Im Winter ist beispielsweise der Preis für Tomaten oder Erdbeeren um ein Vielfaches höher als zu seiner Hauptsaison im Sommer. Unser Saisonkalender hilft bei der Einkaufsplanung.

Alles in allem sind die etwas höheren Ausgaben also gut angelegt. Bioprodukte sind lecker und gesund, gut für dich, die Bauern und die Umwelt. Das ist doch ein faires Angebot

Kuh-l: Mach mit beim großen Schülerwettbewerb rund um den Biolandbau

Das Thema für die neue Runde des Wettbewerbs heißt "Bio+Fair – damit erreichen wir mehr!". Es geht dabei darum, herauszufinden, welche besonderen Werte hinter "Bio" stehen.

Weitere Informationen findest du hier:

Kuh-l – mach mit!

Letzte Aktualisierung: 02.03.2011