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Fisch - ein guter Fang

Forellen auf Eis. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Forellen sind Süßwasserfische.
Foto: T. Stephan

Jetzt denkst du vielleicht gleich: Was haben Fische mit Bio zu tun? Aber immer der Reihe nach. Über 70 Prozent der Erdoberfläche bestehen aus Ozeanen. In den riesigen Weltmeeren (Salzwasser) leben unzählige Fische, Krebse, Wale, Delphine und andere Meerestiere. Auch in Flüssen und Seen (Süßwasser) leben Fische. Etwa die Hälfte der Speisefische lebt in Teichen, die der Mensch zur Fischzucht angelegt hat.

Im Süßwasser leben beispielsweise Karpfen, Regenbogen- und Bachforellen, Saiblinge und Zander. Im Salzwasser sind Wolfsbarsche, Kabeljau, Heringe und Seelachse in ihrem Element. Die Lachse sind in beiden Gewässern zu Hause. Geboren werden sie im Süßwasser und wandern schwimmend ins Meer, zum Laichen kommen sie wieder zurück in den Fluss.

Verlassenes Meer?

Schon immer haben Menschen gerne Fisch gegessen. Lange Zeit war das auch kein Problem, da jede Menge Fische in den Meeren und Flüssen lebten. Inzwischen sind aber durch Überfischung manche Fischarten vom Aussterben bedroht. Einige Fangmethoden wie die Treibnetze, in denen auch viel Beifang wie Delfine und Robben verenden, richten im Meer ebenfalls große Schäden an. Nach Angaben der Umweltorganisation Word Wide Fund For Nature (WWF) sind in Nord- und Ostsee beispielsweise die Bestände von Kabeljau und Dorsch überfischt.

Biofisch als Alternative

Welche Fische du unbedenklich essen kannst, zeigt dir das blaue MSC-Siegel für nachhaltigen Fischfang oder das Biosiegel. Am Bio-Siegel oder dem Hinweis "aus ökologischer Aquakultur" erkennst du echten Biofisch. Biofische leben in artgerechten Teichanlagen oder sogenannten Netzgehegen. Dort haben sie ausreichend Platz und können sich nach Herzenslust bewegen.

Mehr Platz für Biofisch

Teichanlage. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
In solchen Teichanlagen werden Biofische gezüchtet.
Foto: T. Stephan

Bioforellen leben beispielsweise in naturnah belassenen Teichen mit reichem Pflanzenbewuchs, Flohkrebsen und Insekten. Im klaren Wasser sind die Forellen in ihrem Element. Zugefüttert wird nur mit Getreide, natürlich aus Bioanbau. Unter dieser Haltungsform wachsen gesunde Fische heran.

In ökologisch angelegten Netzgehege-Kulturen werden vor allem Lachse, aber auch Doraden, Kabeljau und Wolfsbarsche gehalten. Die schwimmenden Netzgehege sind ebenfalls geräumig und werden ständig von frischem Meerwasser durchströmt. So können sich die Fische ihrer Art entsprechend ausschwimmen. Das Futterangebot ist ebenfalls auf ihre Bedürfnisse abgestimmt.

Frischer Fisch

Am frischesten ist der Fisch natürlich, wenn er direkt von der Angel in die Pfanne kommt. Aber wer lebt schon direkt am Fluss oder Meer und kann angeln? Zu kaufen gibt es frischen, tiefgefrorenen oder auch getrockneten Fisch. Es gibt auch Fisch in Konserven oder eingelegt (zum Beispiel Rollmöpse und Bratheringe). Biofische gibt es zum Beispiel im Naturkostladen, im Fisch-Fachhandel und auch im Supermarkt.

Übrigens: Frischer Fisch riecht nicht nach Fisch, höchstens nach Meer- oder Seewasser. Fisch verdirbt schnell: Um Fisch, der bereits intensiv nach Fisch riecht oder stinkt, solltest du also besser einen Bogen machen.

Warum soll ich Fisch essen?

Fisch ist fettarm und reich an wertvollen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und den sogenannten Omega-3-Fettsäuren, die lebensnotwendig sind. Die Ernährungsexperten empfehlen daher, dass mindestens einmal in der Woche Fisch auf den Tisch kommt. Aber nicht unbedingt als Fischstäbchen. Da schmeckst du nicht mehr viel vom feinen Aroma, das frischer Fisch hat. Fisch lässt sich abwechslungsreich und lecker zubereiten. Er schmeckt gebraten, gekocht, gegrillt und gebacken.

Letzte Aktualisierung: 17.12.2010

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