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Immer mit Vollgas über den Acker?

Der Traktor, Trecker oder Schlepper gehört natürlich auf jeden Biobauernhof. In der Maschinenhalle findest du noch mehr interessante Geräte.

Schlepper mit Striegel zum Entfernen des Unkrauts

Für einen erfolgreichen Ackerbau braucht ein Biobauer in erster Linie eines: einen fruchtbaren Boden. Deshalb achtet er bei jeder Fahrt auf dem Acker darauf, dass der Boden nicht "verdichtet", d.h. zu stark zusammengepresst wird.

Der Biobauer braucht daher geeignete Maschinen und auch das richtige Wetter. Ist der Boden trocken oder auch im Winter mal leicht gefroren, schont das die Bodenstruktur. Bei nassem Boden würde der Traktor stecken bleiben oder tief in den Boden sinken und ihn dadurch zusammenquetschen und die Bodenstruktur zerstören.

Vor der Saat wird der Boden so bearbeitet, dass der Samen keimen und die junge Pflanze optimal wachsen kann. Dazu ist ein feines, krümeliges Saatbett wichtig. Meist wird der Boden schon gleich nach der letzten Ernte bearbeitet.

Ein Pflug im Einsatz

Mit dem Pflug wendet man den Boden und vergräbt zum Beispiel die Samen, die das Unkraut hinterlassen. Das ist gut, wenn das Unkraut überhandgenommen hat. Wenn zu tief gepflügt wird, werden allerdings die lebendigen oberen Bodenschichten nach unten vergraben.

Mit einem Grubber oder einer Scheibenegge wird der Boden aufgelockert und flach gewendet. Dabei werden auch die Pflanzenreste auf dem Acker mit dem Boden vermischt, damit sie von den Bodenlebewesen besser zersetzt werden können.

Was besser ist - pflügen oder lockern - hängt von vielen verschiedenen Dingen ab und der Bauer entscheidet dies am besten direkt am Acker. Noch bevor er mit dem Traktor auf den Acker fährt, schaut er sich den Boden genau an:

  • Ist er locker und schön krümelig?
  • Haben die Regenwürmer und anderen Bodentiere, Bakterien und Pilze die Erntereste zersetzt?
  • Gibt es Unkraut auf dem Acker?

Danach entscheidet er, welches Gerät am besten passt.

Übrigens: Mit Vollgas gewinnst du auf dem Acker keinen Pokal. Hier kommt man mit langsameren Geschwindigkeiten am besten ins Ziel.

Letzte Aktualisierung: 17.09.2011