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Vielfalt erleben

In diesem Jahr treffen drei Initiativen aufeinander, die wir euch hier vorstellen. Alle drei Initiativen sind unabhängig voneinander und verfolgen dabei doch ein gemeinsames Ziel: Sie wollen die Menschen darüber aufklären, wie wichtig die Artenvielfalt und der Schutz ökologischer Lebensräume sind. Dabei geht es natürlich auch darum, was die natürlichen Lebensgrundlagen und die Ressourcen (damit sind natürlich vorkommende Rohstoffe gemeint) für uns Menschen bedeuten, und wie wir damit umgehen.

Nisthilfe, klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Steinkauze bewohnen die Nisthilfe im Apfelbaum.
Bild: D. Menzler

Tag des Baumes

Am 25. April ist der Tag des Baumes. Der Ehrentag für den Baum wird jedes Jahr im April gefeiert. Vielerorts werden wieder junge Bäume gepflanzt. Der Tag des Baumes soll an die wichtige Bedeutung des Waldes für den Menschen erinnern. Hast du einen Lieblingsbaum, den du am Tag des Baumes besuchen kannst? Hat er jetzt im April schon Blätter, die im Wind rascheln? Bekommt der Baum auch Besuch von Vögeln?

Der Baum des Jahres 2011 ist übrigens die Elsbeere. Die meisten Menschen in Deutschland kennen diesen Baum gar nicht. Kein Wunder, denn die Elsbeere ist in Deutschland sehr selten zu finden. Sie kann über 300 Jahre alt und bis zu 30 Meter hoch werden. Die Blätter der Elsbeere ähneln Ahornblättern. In den späten Sommermonaten reifen braun-rote Früchte am Baum.

Internationales Jahr der Wälder

Gleichzeitig ist das Jahr 2011 das Internationale Jahr der Wälder. Die Vereinten Nationen, also der Zusammenschluss aller Länder der Erde, haben dies entschieden. Überall auf der Welt sollen die Menschen mehr darüber erfahren, wie wichtig der Wald für uns ist. Er ist ein wichtiger Naturraum und dient der Holzgewinnung. Der Wald ist auch ein Erholungsort für uns und spielt eine wichtige Rolle für das Klima. Mit dem Jahr der Wälder soll erreicht werden, dass wir unsere Wälder besser schützen.

Weitere Informationen findest du auf den Internetseiten www.wald2011.de und www.naturdetektive.de.

Blühende Apfelbäume, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Die Apfelblüten locken zahlreiche Bienen an, die für die Bestäubung sorgen.
Bild: T. Stephan

Vielfalt erleben

"Vielfalterleben" ist eine Initiative für mehr Vielfalt und gegen Gentechnik auf dem Acker und in unserem Essen. Gegen Gentechnik im Essen sind die meisten Menschen: Rund 80 Prozent der deutschen Bevölkerung lehnen Genfood (gentechnisch veränderte Lebensmittel) ab. Auch in Zukunft soll es eine Landwirtschaft ohne Gentechnik und gute Lebensmittel ohne Gentechnik geben. Biolandwirte zeigen heute schon, dass dies möglich ist.

Gerade die ökologisch wirtschaftenden Bauern legen viel Wert darauf, das ökologische Gleichgewicht auf Äckern und Feldern zu erhalten und auch zu fördern, zum Beispiel durch das Pflanzen von Hecken oder die Pflege von Streuobstwiesen.

Und da sind wir schon wieder bei den Bäumen. Obstbäume wachsen in Gärten, auf Streuobstwiesen, an Feld- und Wiesenrändern oder auf Plantagen für die wirtschaftliche Nutzung. Wo auch immer uns diese Bäume begegnen, sind sie ein wichtiger Teil des Öko-Systems. Sie bieten Nahrung und Wohnraum für viele Tierarten. Sie locken zahlreiche Insekten an, zum Beispiel Bienen, Hummeln und Schmetterlinge, die für die Bestäubung sorgen. Oder auch Wespen, Schlupfwespen und holzbewohnende Käfer. Durch den Insektenreichtum werden wiederum viele andere Tiere wie Igel, insektenfressende Vögel und Fledermäuse angelockt. Obstbäume sind attraktive Orte für Vögel und kleine Nagetiere.

Im Frühjahr oder Frühsommer leuchten sie in ihrem Blütenkleid, im Sommer tragen sie ihre Früchte und im Herbst leuchten die bunten Farben ihrer Blätter. Damit tragen sie auch zu unserem Wohlbefinden bei.

Sei ein Naturdetektiv...

Suche dir in der Umgebung einen (Obst-)Baum und beobachte seine Entwicklung. Du kannst dir dafür ein Baum-Tagebuch anlegen, in das du deine Beobachtungen notieren kannst. Wie verändert sich der Baum im Laufe der Zeit? Wie entwickeln sich Blätter, Knospen, Blüten und Früchte? Welche Tiere kannst du im oder am Baum beobachten? Entdeckst du Unterschiede an Sonnen- und Regentagen? Bestimmt findest du noch eine Menge anderer Dinge, wenn du dich bei „deinem“ Baum aufhältst. Du kannst in dein Baum-Tagebuch natürlich auch den Baum, seine Blüten oder Früchte malen, Blätter und Fotos einkleben. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Mit so einem Baum-Tagebuch kannst Du auch beim Wettbewerb "Naturtagebuch" der BUNDjugend teilnehmen.

Pflanz’ einen Baum

Ein spannendes Projekt ist das Pflanzen eines jungen Baumes: Kannst du deine Eltern oder deine Schulklasse motivieren, einen Obstbaum zu pflanzen? Es gibt viele Möglichkeiten, dies zu tun. Und es ist eine aufregende Sache, diesem Baum beim Wachsen zuzuschauen.

Letzte Aktualisierung: 21.04.2011

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