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Reifeprüfung

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Viele Apfelsorten schmecken erst nach einer gewissen Lagerzeit richtig gut, da sich das volle Aroma erst während der Lagerung entfaltet.
Foto: T. Stephan

Es ist schon verrückt mit dem Obst. Manche Apfelsorten schmecken besonders lecker direkt vom Baum. Andere wiederum schmecken erst nach einer gewissen Lagerzeit richtig gut, da sich bei diesen Sorten das volle Aroma erst während der Lagerung entfaltet. Sie bekommen dadurch die sogenannte Genussreife.

Reif oder unreif geerntet

Auch Bananen reifen nach: Sie werden in den Anbauländern grün und unreif geerntet. Auf ihrer langen Schiffsreise zu uns entwickeln sie ihren typischen Geschmack und werden reif. Aber selbst wenn du noch gelb-grüne Bananen einkaufst: Bei Zimmertemperatur reifen sie innerhalb weniger Tage nach und werden gelb.

Versuche das einmal mit einer grünen Erdbeere oder Kirsche: Sie reifen nach der Ernte nicht mehr weiter und verderben schon bald. Deshalb solltest du beim Einkaufen von Früchten, die nicht nachreifen, darauf achten, dass sie schon reif sind. Bei den meisten Früchten kannst du die Reife mit der Nase riechen: Äpfel, Birnen, Erdbeeren, Mangos, Galia-Melonen und viele andere Früchte verströmen, wenn sie reif sind, einen aromatischen Duft.

Beispiele für einheimische Früchte, die nachreifen:

Apfel, Birne, Heidelbeere, Pflaume

Beispiele für nicht einheimische Früchte, die nachreifen:

Aprikose, Avocado, Banane, Honigmelone, Kiwi, Mango, Nektarine, Pfirsich

Beispiele für einheimische Früchte, die nicht nachreifen:

Brombeere, Erdbeere, Himbeere, Kirsche, Traube

Beispiele für nicht einheimische Früchte, die nicht nachreifen:

Ananas, Klementine, Grapefruit, Mandarine, Orange, Zitrone

Äpfel können andere Früchten reifen lassen oder verderben

Erdbeeren. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Erdbeeren reifen nach der Ernte nicht mehr nach, deshalb sollten nur die reifen roten Früchte geerntet werden.
Foto: D. Menzler

Eine besondere Eigenschaft kannst du bei den nachreifenden Früchten beobachten. Sie strömen während der Lagerung ein "Reifungsgas" aus. Dieser Stoff wird von Wissenschaftlern Ethen oder Ethylen genannt. Besonders auffällig ist dies bei reifen Äpfeln.

Wenn du zum Beispiel harte Birnen oder Avocados neben einem reifen Apfel aufbewahrst, wird die Birne oder Avocado schneller saftig und weich.

Aber aufgepasst: Wenn du einen reifen Apfel zu Obst oder Gemüse legst, das nicht nachreift, verdirbt dieses schneller. Beobachten kannst du das beispielsweise bei Gurken, Möhren und Salat: Sie werden durch das Ethen der Äpfel schnell weich, welk und verderben.

Wenn du es selbst ausprobieren möchtest: Lass eine harte, noch nicht reife Birne drei bis vier Tage bei Zimmertemperatur liegen und achte darauf, dass keine anderen Früchte in der Nähe aufbewahrt werden. Für die Gegenprobe wickle eine weitere harte, noch nicht reife Birne zusammen mit einem reifen Apfel in Zeitungspapier ein und bewahre sie ebenfalls bei Zimmertemperatur auf.

Mach nach drei bis vier Tagen den "Vergleichstest": Kannst du Unterschiede sehen, riechen, fühlen oder schmecken?

Tipp:

Ein bunt gemischter Obstkorb sieht sehr schön aus. Besser ist es jedoch, wenn die verschiedenen Früchte nicht zusammen aufbewahrt werden. Damit die Früchte nicht so schnell ihr Aroma verlieren oder verderben, sollte das nicht nachreifende Obst nicht zusammen mit den nachreifenden Früchten gelagert werden.

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Letzte Aktualisierung: 24.09.2011

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