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Ergebnisse der 'Nationalen Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände 2008' vorgestellt

05.01.2010
In Lebensmitteln finden sich immer weniger Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Auch die Zahl der Proben, in denen die zulässigen Höchstmengen überschritten wurden, nimmt ab. Dies sind zwei wesentliche Ergebnisse aus der "Nationalen Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände 2008", die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) am Montag in Braunschweig veröffentlicht hat.
Im Vergleich zu 2007 registrierten die Untersuchungsbehörden der Bundesländer im Jahr 2008 eine deutliche Zunahme von Lebensmittelproben, in denen keine messbaren Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden wurden, von 38,6 auf 43,4 Prozent. Für diese Auswertung wurden 16.542 Proben von Lebensmitteln tierischen Ursprungs, frischem und gefrorenem Obst, Gemüse und Getreide in 16 Bundesländern untersucht. In 52,9 Prozent (Vorjahr: 56,6 Prozent) der Proben wurden Rückstände unterhalb der gesetzlichen Höchstgehalte gemessen. Gleichzeitig sank im Jahresvergleich der Anteil der Proben, die Pflanzenschutzmittel-Rückstände über dem gesetzlichen Höchstgehalt enthielten, von 4,5 auf 3,7 Prozent.
Wie bereits in den Vorjahren wurde auch im Berichtsjahr 2008 eine Auswertung von Proben aus dem ökologischen Anbau durchgeführt. Bei den übermittelten Daten waren 1451 Obst- und Gemüse-Proben als Bioproben gekennzeichnet. Die Belastung dieser Proben war deutlich niedriger als diejenige der Gesamtheit der Proben. Von den untersuchten Proben enthielten 1277 (88 Prozent) keine quantifizierbaren Rückstände, in 174 (12 Prozent) traten Rückstände mit meistens sehr geringen (im Spurenbereich bis 0,01 mg/kg) Gehalten auf. Nur 14 Proben (1 Prozent) enthielten Rückstände mit Gehalten über den Höchstmengen die für konventionell erzeugte Produkte gelten. Beanstandet wurden 8 (0,6 Prozent) der Bioproben.
Bei Betrachtung der Zahlen muss laut BVL berücksichtigt werden, dass sie als Ergebnis der Auswertung von größtenteils risikoorientiert genommenen Proben entstanden sind. Lebensmittel, die in der Vergangenheit auffällig geworden waren, wurden somit häufiger und mit höheren Probenzahlen untersucht als solche, bei denen man aus Erfahrung keine erhöhte Rückstandsbelastung erwartet. Aus diesem Grund darf man aus diesen Zahlen und Ergebnissen nicht auf die Belastung der Gesamtheit der auf dem Markt vorhandenen Lebensmittel schließen.
Hier finden Sie eine Zusammenfassung der Ergebnisse.
Quelle: Pressemitteilung des BVL

