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Neue Berufsausbildung in der Milchwirtschaft

Zwei Milchtechnologinnen bei der Arbeit (Foto: © BIBB)

16.04.2010

Wer in diesem Jahr mit einer Ausbildung in der Milchwirtschaft startet, schließt nicht als Molkereifachmann oder -fachfrau, sondern als "Milchtechnologe/Milchtechnologin" ab. Zum 1. August 2010 tritt die neue Ausbildungsordnung in Kraft. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat sie im Auftrag der Bundesregierung und gemeinsam mit Sozialpartnern und Sachverständigen entwickelt und ersetzt damit den "alten" Beruf Molkereifachmann/-frau.

Ein Grund für die Umbenennung ist die zunehmende Technisierung in der Milchwirtschaft bei der Herstellung und Verarbeitung von Milch und Milcherzeugnissen wie Butter, Käse oder Jogurt. Während der dreijährigen Ausbildung werden vor allem die Leittechnik zur Steuerung des gesamten Produktionsprozesses, die Überwachung der einzelnen Herstellungsschritte sowie Hygienestandards vermittelt.

Milchtechnologinnen und Milchtechnologen prüfen die angelieferte Milch, bearbeiten sie für die weitere Produktion und wenden bei der Herstellung von Milchprodukten spezifische Rezepturen und Standards an. Das Ausgangsprodukt selbst – die Milch – ist in der Regel gar nicht mehr sichtbar: Die Auszubildenden lernen, Separatoren, Reifungsbehälter und Abfüll- und Verpackungsanlagen einzurichten, in Betrieb zu nehmen und zu warten. Darüber hinaus müssen sie über fundierte Kenntnisse betrieblicher Qualitätssicherungssysteme verfügen und sich in den Bereichen Personal-, Produkt- und Betriebshygiene auskennen.

Neben milchverarbeitenden Betrieben können weitere Arbeitsbereiche Feinkost-, Getränke- oder Süßwarenhersteller sein.

Weitere Informationen:

Ansprechpartner im BIBB:

Markus Bretschneider
Tel.: 0228 107-1002
E-Mail: bretschneider@bibb.de


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