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Weniger neue Ausbildungsverträge in 2009

Zwei Frauen sitzen vor dem Laptop (© aid infodienst - Peter Meyer)

08.01.2010

Trotz der Wirtschaftskrise und des Rückgangs bei der Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge hat sich die Lage auf dem Ausbildungsmarkt nicht verschlechtert. Das ist das Fazit einer aktuellen Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) für den Zeitraum 01.10.2009 bis 30.09.2009. Den Ergebnissen zufolge gab es relativ gesehen nicht weniger Angebote für die Jugendlichen als im Vorjahreszeitraum. Auch die Zahl der Ausbildungsstellenbewerber, für die auch noch am Ende des Berichtsjahres die Vermittlungsbemühungen weiterliefen, verringerte sich. Das bedeute jedoch nicht, so der vorliegende Bericht, dass die Lage auf dem Ausbildungsmarkt als entspannt gelten könnte. Am Ende des Berichtsjahres suchten noch immer weitaus mehr Bewerber einen Ausbildungsplatz, als offene Stellen zur Verfügung standen. Viele Jugendliche mussten zunächst auf Ersatzangebote ausweichen, zum Beispiel einen erneuten Schulbesuch, eine Einstiegsqualifizierung oder die Teilnahme an einer berufsvorbereitenden Maßnahme.

Im Berichtszeitraum wurden bundesweit 566.004 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, 50.338 beziehungsweise 8,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Im Westen sank die Zahl um 35.598 (-7,1 %) auf 467.006, im Osten um 14.740 (-13,0 %) auf 98.998.

Als Ursachen für den starken Rückgang der Ausbildungsvertragszahl im Berichtsjahr 2009 nennt das BIBB insbesondere die Finanz- und Wirtschaftskrise sowie den starken demografischen Einbruch. Aufgrund der ökonomischen Krise wurden bundesweit 52.590 Ausbildungsplätze weniger als im Vorjahr angeboten. Gleichzeitig seien die Zahl der Schulabgänger aus allgemeinbildenden beziehungsweise teilqualifizierenden beruflichen Schulen sowie die Zahl der bei der Bundesagentur für Arbeit registrierten "Altbewerber" (Ausbildungsstellenbewerber aus früheren Schulentlassjahrgängen) deutlich gesunken.

Wie in den Vorjahren war vor allem der Osten Deutschlands von den Rückgängen betroffen: Die Zahl der nichtstudienberechtigte Abgänger und Absolventen aus allgemeinbildenden Schulen – die Hauptklientel der dualen Berufsausbildung – sank um 13,1 Prozent, die Zahl der studienberechtigten Absolventen verminderte sich sogar um 17,3 Prozent.

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