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Aktuelle Projekte im ökologischen Pflanzenschutz vorgestellt
01.12.2004
Der Angriff von Pilzen, Bakterien und tierischen Schädlingen auf die Pflanzengesundheit wird von der Forschung sowohl im konventionellen als auch im ökologischen Landbau zunehmend als gemeinsames Problem angesehen. Muss der Öko-Landwirt aufgrund der Richtlinien im sowieso ohne chemisch-sythetische Pflanzenschutzmittel auskommen, so spart der konventionell wirtschaftende Kollege eine Menge Geld, wenn er auf diese verzichten beziehungsweise die Aufwandmenge verringern kann.
Dementsprechend bestritten Experten ganz verschiedener Forschungsorganisationen _ angefangen beim Forschungsinstitut für biologischen Landbau über die Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, die Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft, die Landesanstalten für Pflanzenschutz und die Landwirtschaftskammern bis zu Vertretern verschiedener Universitäten und der ökologischen Anbauverbände _ das Programm der BLE-Tagung zum ökologischen Pflanzenschutz in Bonn. In den Räumen des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft wurden am 23. und 24. November rund zwanzig Forschungsprojekte im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL) zum Themengebiet "Pflanzenschutz" vorgestellt.
Dr. Robert Kloos, Präsident der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), führte in die Thematik ein. Er betonte die Bedeutung des BÖL-Forschungsmanagements sowohl für die Perspektive der deutschen Forschungslandschaft zum Öko-Landbau sowie als wesentliche Ergänzung und Erweiterung der traditionell in der BLE angesiedelten Projektträgerschaft Agrarforschung.
Das Themenspektrum der vorgestellten Projekte umfasste pilzliche und durch Bakterien verursachte Krankheiten ebenso wie Strategien zur Bekämpfung von Schädlingen - von der Apfelsägewespe bis zur Wühlmaus. In rascher Folge präsentierten die Wissenschaftler methodische Überlegungen, den Stand ihrer Arbeiten wie auch erste Ergebnisse vor rund achtzig Zuhörern.
Einen besonderen Schwerpunkt stellte am zweiten Tag die Vorstellung der im Rahmen des Bundesprogramms etablierten Kommunikationsnetzwerke zum Pflanzenschutz, Öko-Gemüsebau und Öko-Obstbau dar. Die Frage, wie eine optimale Vernetzung der bestehenden Aktivitäten und Erkenntnisse zum Pflanzenschutz im Öko-Landbau erreicht werden kann, wurde in der Abschlussdiskussion zur Tagung aufgegriffen. Einigkeit bestand darüber, dass hier eine positive Entwicklung eingesetzt hat und nicht zuletzt die aktive Förderung dieses wichtigen Aspekts durch das Bundesprogramm Ökologischer Landbau bereits Früchte zeigt.
Informationen zu allen präsentierten Projekten (Abstracts, Projektnehmer, Kontaktadressen) hat die Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau in einem Tagungsband zusammengestellt, der unter dem Titel "Bundesprogramm Ökologischer Landbau _ Aktuelle Projekte im Bereich Pflanzenschutz" entweder per E-Mail (bernhard.gross@BLE.de) oder unter folgender Anschrift kostenfrei erhältlich ist:
Geschäftsstelle
Bundesprogramm Ökologischer Landbau
BLE/ Referat 514
Herrn Bernhard Groß
Deichmanns Aue 29D
53179 Bonn
