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Best of Spirits: Hochgeistiges endlich auch in Ökoqualität

Logo der Bio-Hotels

16.11.2009

Im Rahmen des "Best of Bio-Projektes" der Bio-Hotels wurden in diesem Jahr erstmals auch Spirituosen geprüft, bewertet und prämiert. Bei der Verleihung der Urkunden im vielfach ausgezeichneten Bio-Seehotel Zeulenroda in Thüringen konnten sich die zahlreich erschienen Hoteliers und anderen Gäste von deren hoher Qualität überzeugen. In Zukunft dürften damit auch die letzten Lücken auf den Speisekarten von Bio-Küchen geschlossen werden.

Die elf erfahrenen Tester hatten zuvor reichlich hochgeistige Arbeit geleistet, denn die Brenner hatten über 260 Spirituosen zum Verkosten eingereicht. Nicht nur Verkostungsleiter Arthur Nägele, Spirituosenakademie, und seine Kollegen zeigten sich von der Qualität der Destillate, Edelbrände und Liköre angenehm überrascht. Ebenso die Hoteliers, Gastronomen und Pressevertreter, die der feierlichen  Preisverleihung am 7. November beiwohnten. Der größte Teil der ausgezeichneten Getränke von Basisspirituosen über Obstbrände bis zu Likören stand nämlich auch für sie zum Schauen, Schnuppern und Probieren bereit.

Dabei nutzten die Gäste zugleich die Gelegenheit, sich von den Herstellern der auch optisch sehr ansprechenden Qualitätsspirituosen informieren zu lassen. Dabei kamen viele interessante Einzelheiten und persönliche Geschichten zu Tage. Etwa, dass die Herstellung von Bio-Spirituosen auch einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leistet: Viele Betriebe setzen gezielt alte, aromastarke Obstsorten ein, die als Frischobst nur begrenzt verwendet und auf diese Art konserviert werden können. Dazu gehören zum Beispiel die regionaltypische Apotheker- oder Palabirne und die Vinschger Marille. Damit aus hochwertigen Früchten, Getreide und Kräutern aus ökologischem Landbau jedoch auch Qualitätsgetränke entstehen, bedarf es eines guten Fachwissens und Technologieverständnisses.

Dr. Klaus Hagmann von der Firma Kothe Destillationstechnik machte daher anschaulich klar, wie viele Details zu beachten sind. Sogar eine kleine, kupfern glänzende Destillationsanlage hatte er aufgebaut, mit der er während seines Vortrags Bio-Ethanol, Kräuter und einen Obstnachlauf zu einer wohlschmeckenden Kostprobe für die Teilnehmer verarbeitete. "Ich kann nur das aus den Rohstoffen gewinnen, was drin ist", sagte Hagmann. Brenner setzten prinzipiell nur unversehrtes Material ein, das sich oft durch ein besonders intensives typisches Aromaprofil auszeichne, fuhr er fort. Herstellung der Maische, Bedingungen der Destillation, Lagerung des Produktes und unterschiedliche Alkoholkonzentrationen spielten aber ebenfalls eine wichtige Rolle.

Am Abend überreichten Ludwig Gruber und Thomas Richter von den Bio-Hotels die Urkunden im Rahmen eines exklusiven Menüs, das gleichfalls mit Bio-Spirituosen verfeinert worden war. Jürgen Schmücking, biogenussmarketing, Österreich, stellte die drei Kategorien "Internationale Destillate", "Edelbrände" sowie "Geiste und Liköre" und die Brenner näher vor. Um eine Prämierung zu erreichen, galt es jeweils 19 bis 20 Punkte zu erreichen; bei 18 bis 19 Punkten gab es eine Empfehlung.

Nach Deutschland, Österreich und Südtirol gingen besonders viele Urkunden. Dazu gehörten beispielsweise Bio-Aronia von der Destillerie Ollmann, Marillenbrand und Quittenlikör von der Edeldestillerie Rothe, der Grappa aus dem Holzfass von der Bio-Brennerei Steiner oder der Holunderbrand von Norbert Helde. Neben Bekanntem wie Kirsch, Wodka oder Gin, waren auch zahlreiche ungewöhnliche Produkte dabei, etwa Sanddorngeist von der Ersten Edeldestillerie auf Rügen und Ingwerlikör von Till Bohn. Dass auch Frauen ein feines Gespür für Hochgeistige Qualitäten haben, zeigte sich am Beispiel Dwersteg. Für die Destillerie aus Steinfurt, die sich übrigens über die meisten Urkunden freuen konnte, nahmen Expertin Monika Teriete und ihr Sohn die Auszeichnung in Empfang.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zu der Bio-Spirituosen-Prämierung "Best of Spirits 2009".

Autorin: Dr. Bettina Pabel


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