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Bio aus Italien - Stellungnahme des BÖLW

08.12.2011

Seit Bekanntgabe der Betrugsfälle mit Biolebensmitteln in Italien überprüfen die deutschen Bio-Verbände umfassend, ob Mitgliedsunternehmen mit der fraglichen Ware beliefert wurden. Dabei arbeiten die deutschen Bio-Verbände eng mit den italienischen Verbandskollegen und den Bio-Kontrollstellen zusammen. Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es keine Hinweise darauf, dass Lieferanten des deutschen Naturkosthandels betroffen sind.

Die Mitglieder des Bunds Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) verurteilen jeden Betrugsversuch auf das Schärfste. Die italienischen Behörden verhafteten sieben Personen aus vier Unternehmen, die über mehrere Jahre konventionelle Ware im Wert von 200 Mio. Euro umdeklariert und als Bioware verkauft haben sollen. Der BÖLW fordert die deutschen und italienischen Kontrollbehörden auf, die notwendigen Informationen zu betroffenen Unternehmen und den Handelswegen der Betrugsware umgehend auszutauschen und bekannt zu geben.

Kein Bereich der Lebensmittelwirtschaft werde so streng kontrolliert wie der Bio-Bereich. Das beste Kontrollsystem könne jedoch kriminelle Machenschaften nicht verhindern. Ein strenges Kontrollsystem könne aber - wie in diesem Fall - dazu beitragen, den Betrug aufzudecken und den Kriminellen das Handwerk zu legen. Insgesamt geht der BÖLW davon aus, dass der Anteil von Betrugsfällen am Gesamtumsatz mit Bioprodukten in Europa bei unter 0,5 Prozent liegt. Diese Fälle könnten nahezu alle durch Kontrollstellen und Behörden aufgedeckt werden. Betrüger, die gegen die Bio-Richtlinien verstoßen, müssen mit der ganzen Härte des Gesetzes bestraft werden. Sie schädigen nicht nur ihre Handelspartner, sondern bringen eine ganze Branche in Verruf.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Internetseite des BMELV.

Quelle: Stellungnahme des BÖLW (pdf-Datei)


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