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Bio-Monitoring-Datenbank sorgt für noch mehr Sicherheit

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16.11.2010

Sind Bio-Orangen tatsächlich ungespritzt? Häufen sich in Trauben die Rückstände? Fragen wie diese beantwortet seit sieben Jahren das vom Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel organisierte Obst- und Gemüse-Monitoring. Eine neue Datenbank ermöglicht nun eine schnellere und vielseitigere Auswertung der bisherigen und der aktuellen Analysen.

Dadurch verbessert sich nicht nur die Qualitätssicherung der teilnehmenden Unternehmen, sondern der gesamten Biobranche. Denn auch Öko-Kontrollstellen und Analyselabore können die Daten auswerten und für ihre Arbeit nutzen.

Das BNN-Monitoring ist ein unternehmensübergreifendes Qualitätssicherungssystem der Naturkost-Exporteure, Importeure und Großhändler. Daran nehmen derzeit 28 Unternehmen teil, die insbesondere den Bio-Fachhandel mit frischem Obst, Gemüse und Kräutern versorgen. Sie ziehen gemeinsam und risikoorientiert ihre Proben und stellen die Ergebnisse allen Teilnehmern in nicht anonymisierter Form zur Verfügung. Dadurch können die Firmen nicht nur Trends bei der Rückstandsbelastung feststellen, sondern auch Lieferanten bewerten und schwarze Schafe unter ihnen erkennen.

Katrin Rösner, die das Monitoring koordiniert, betonte: "Ein solches System zum Austausch von nicht anonymisierten Rückstandsdaten ist nicht nur im deutschen Handel, sondern weltweit einmalig." Für Kontrollstellen und Labore sind die Unterlagen anonymisiert.

Im Fall eines Rückstandsfundes wird intensiv nach den Ursachen der Belastung gesucht. Dadurch werden Ursachen im Produktionsablauf beseitigt. Rückstandsfunde nahmen seit 2003 merklich ab. "Offensichtlicher Betrug, bei dem konventionelle Ware zum Bioerzeugnis umdeklariert wurde, kommt nur ganz selten vor", berichtete Katrin Rösner. Zudem entfalte die rege Analysetätigkeit eine abschreckende Wirkung.

3.000 Analyseergebnisse sind im Rahmen des Monitorings bisher angefallen. Die beteiligten Unternehmen haben zudem eigene Messungen eingestellt. Zwar konnten die Daten schon bisher in beschränktem Umfang genutzt werden. "Die neue Datenbank erlaubt eine schnellere und weitergehende Auswertung", erklärte Katrin Rösner. "Die Teilnehmer können eigene Analysen mit einem Klick ins System hochladen und allen zur Verfügung stellen. Bei Rückstandsfällen sind alle Berichte und Stellungnahmen einsehbar."

Solche Fälle sind in den letzten Jahren noch seltener geworden. 2010 waren 96 Prozent der bis Ende September ausgewerteten 347 Proben nicht zu beanstanden. 9 Proben überschritten den selbst gesetzten Wert der Naturkostbranche, der BNN-Orientierungswert für Pestizide, von 0,01 mg/kg deutlich. Lediglich zwei Proben enthielten mehr Rückstände als die EU-Höchstmengenverordnung erlaubt und wurden sofort aus dem Verkehr gezogen.

Hier kommen Sie zu der Datenbank.

Quelle: Pressemitteilung des BNN


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